Aktuelle Förderprojekte

Stand 11/2021

We will rise

Mit der Kampagne protestieren Geflüchtete aus Sierra Leone, die in Bayern leben, gegen intransparente Botschaftsanhörungen und drohende Abschiebungen in ihr Heimatland, wo sie Verfolgung und sexualisierter Gewalt ausgesetzt wären. Bayern droht Geflüchteten, die angeblich nicht an der Identitätsfeststellung mitwirken, mit Arbeitsverboten und Strafverfahren. Die Kampagne will diese harten Sanktionen stoppen und trägt das Thema mit einem Protestcamp in der Münchner Innenstadt, täglichen Demos, Workshops und Vernetzungsarbeit in die Öffentlichkeit.
Eilförderung: 7.500 Euro

https://www.fluechtlingsrat-bayern.de/projekte/we-will-rise/


Climate Clinic

Der Verein Climate Clinic ist eine studentische Rechtsberatung, die NGOs und Aktivist*innen beim Thema Klimapolitik juristisch unterstützt. Ziel der Initiative ist es, das Wissensgefälle zwischen jungen Menschen und Politiker*innen auszugleichen und das Recht nicht als Hemmnis, sondern als wirksames Instrument für mehr Klimaschutz zu begreifen. Mit Webinaren, Videos und Beiträgen in sozialen Medien will der Verein vielen Menschen juristisches Handwerkszeug und Argumentationsmuster zugänglich machen. Außerdem prüft Climate Clinic die Forderungen von Klima-Aktivist*innen auf rechtliche Machbarkeit, erstellt Hintergrundrecherchen für NGOs und mischt sich in Fachdiskussionen ein.
Starthilfe-Förderung: 5.346 Euro

 


Unsere Vernetzung gegen eure Morde

Jeden dritten Tag starb 2019 in Deutschland eine Frau durch die Hände ihres (Ex-)Partners. Weltweit werden Frauen in ihren Familien, in der Partnerschaft, in Kriegen und Genoziden auf Grund ihres Geschlechts getötet. Betroffen sind Frauen, bei denen zugewiesenes Körpergeschlecht und Geschlechtsidentität zusammenfallen und Trans-Frauen. Die Begriffe Femizid und Feminizid geben dem strukturellen Morden einen Namen. Das Netzwerk gegen Feminizide in Berlin und die Frauenbegegnungsstätte Utamara wollen mit der Kampagne Gruppen im deutschsprachigen Raum vernetzen. Bei Treffen und Workshops sollen Kontakte geknüpft und Diskussionen weitergetragen werden. Außerdem soll ein gemeinsamer Leitfaden für Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit und den Umgang mit Angehörigen erarbeitet werden.
Starthilfe-Förderung: 10.000 Euro

netzwerkgegenfeminizide.tk
utamara.org


Rise up for Justice

Die Jugendinitiative aus Nordrhein-Westfalen setzt sich gegen Rassismus und Diskriminierung ein. Die Gruppe will Jugendliche aus prekären Stadtteilen mobilisieren und setzt dafür auf Musikveranstaltungen, Begegnungsfeste, kostenlose Rap-Workshops und Kundgebungen. „Rise up for Justice“ wird von jungen Menschen mit und ohne Rassismus-Erfahrung getragen und will anderen Jugendlichen ermöglichen, ihr Engagement zu entfalten. Langfristiges Ziel ist es, ein Begegnungszentrum für Menschen mit und ohne Rassismus-Erfahrung zu schaffen.
Starthilfe-Förderung: 8.050 Euro
Facebook-Seite von "Rise Up for Justice"


Fahrplan Verkehrswende

Der Verein „Einfach einsteigen“ will mit der Kampagne ein Verkehrswende-Gesetz in Bremen durchsetzen und damit ein Vorbild für ähnliche Gesetze in ganz Deutschland schaffen. Das Gesetz soll Rad- und Fußverkehr und öffentlichen Nahverkehr in Bremen stärken, den Autoverkehr einschränken und so eine klima- und lebensfreundliche Mobilität für alle ermöglichen. Mit Aktionen, Lobbyarbeit und einem Bürgerantrag will der Verein im Bündnis mit anderen Druck auf die Bremer Politik machen.
Kampagnenförderung: 15.000 Euro
https://einsteigen.jetzt/


Sichtbar und selbstbestimmt

Die Initiative ist eine Gruppe von Menschen aus Leipzig, die selbst sexualisierte Gewalt und Vergewaltigung erfahren mussten. Die Gruppe will Betroffene bei der Selbstorganisation unterstützen, Aktionen durchführen und so das Thema als gesellschaftliches Problem sichtbarer und besprechbarer machen. „Sichtbar und selbstbestimmt“ will die Betroffenen-Perspektiven in Debatten einbringen, auf die strukturellen Gründe für sexualisierte Gewalt hinweisen und verhindern, dass Vergewaltigungen weiterhin als tragische Einzelfälle diskutiert werden. Dazu will sich die Gruppe festigen, weitere Aktionsgruppen im Umland gründen und mit Podcast, Aktionen, Workshops und Vorträgen an die Öffentlichkeit gehen.
Starthilfe-Förderung. 7.200 Euro


Barnim für alle

Die Gruppe aus dem ostdeutschen Landkreis Barnim engagiert sich gegen Rassismus und für die Rechte von Geflüchteten. Die Initiative besteht aus geflüchteten BIPoc und wenigen weißen Menschen. Der Begriff BIPoc steht für Black, Indigenous und People of Colour, das heißt Schwarze Menschen, Indigene Menschen und Menschen mit Rassismuserfahrungen, die nicht als weiß, deutsch, westlich wahrgenommen werden. Die Initiative unterstützt Geflüchtete vor Ort bei der Selbstorganisation, trägt ihre Perspektive in die Öffentlichkeit, macht Druck bei Konflikten mit Ausländerbehörde und Sozialamt und versucht Abschiebungen aus dem Landkreis zu verhindern. Dazu organisiert „Barnim für alle“ Treffen und Workshops in den Übergangswohnheimen, bietet Beratung an und veranstaltet Demos. Die Gruppe will damit Leuchtturm-Projekt sein und überregional wirken, vor allem für den ostdeutschen ländlichen Raum. Die Bewegungsstiftung unterstützt diese Arbeit bis 2023 mit einer Basisförderung von insgesamt 65.000 Euro.

http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/


JUMEN

Die Organisation setzt sich für den Schutz der Grund- und Menschenrechte in Deutschland ein und unterstützt Betroffene von Menschenrechtsverletzungen dabei, ihr Recht durchzusetzen – auch vor Gericht. JUMEN arbeitet zu den Rechten von Geflüchteten, zum Thema Gewalt gegen Frauen und zum Recht auf Wohnen. Dabei geht es darum, mit dem Mittel der strategischen Prozessführung über den Einzelfall hinaus strukturelle Veränderungen zu erreichen. Wir haben den Aufbau der Organisation seit 2019 mit einer Basisförderung von 60.000 Euro unterstützt. Nun fördern wir mit einer weiteren Basisförderung von insgesamt 70.000 Euro den weiteren Ausbau des Fundraisings bis 2024.

https://jumen.org/


Schule muss anders

Die Kampagne der Berliner Initiative „Schule in Not“ will ein gerechtes, gut ausgestattetes und inklusives Schulsystem für alle Kinder und Jugendlichen erkämpfen. Dazu will das Bündnis aus Eltern, Schüler*innen und Schulbeschäftigten (Lehrer*innen, Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen) vor den Berliner Wahlen im September 2021 Druck machen und erreichen, dass Schulen langfristig mehr und zusätzliches Personal bekommen, von den Schüler*innen her gedacht werden und wirksame Maßnahmen gegen Diskriminierung und für schulische Teilhabe etabliert werden. Das Ziel der Kampagne ist, dass diese Forderungen im Koalitionsvertrag festgeschrieben und dann auch umgesetzt werden. Dazu will das Bündnis mit Aktionen an Schulen, Unterschriftensammlungen und stadtweiten Demos, aber auch öffentlichkeitswirksamen Diskussionen Druck auf die politischen Entscheidungsträger*innen machen.
Förderung: 15.000 Euro
www.schule-muss-anders.de

GasExit

Das Netzwerk GasExit setzt sich für einen sofortigen Ausstieg aus dem klimaschädlichen Energieträger Erdgas ein. Im Bundestagswahlkampf 2021 will das Bündnis darüber aufklären, dass derzeit viele neue Gaskraftwerke für die Fernwärmeversorgung geplant und von der Bundesregierung massiv subventioniert werden, statt in erneuerbare Wärmeversorgung zu investieren. Dabei entstehen durch die Nutzung von Gas vergleichbar hohe Emissionen wie bei der Kohleverbrennung. Mit Aktionstagen und Öffentlichkeitsarbeit will GasExit den Mythos von Gas als vermeintlich klimafreundlicher Brückentechnologie widerlegen und für eine sozial gerechte Wärmewende streiten.
Förderung: 15.000 Euro
gasexit.de

"Wir wählen"

Bei der Bundestagswahl im September werden die Stimmen von 8,5 Millionen volljährigen Bürger*innen fehlen, obwohl auch sie direkt von dem Ergebnis der Wahl betroffen sind. Sie haben keinen deutschen Pass. Ungleichheit in der Gesellschaft ist der Beginn von Ausgrenzung und Diskriminierung. Und die beginnt vor Ort, in der Kommune. EU-Staatsangehörige sind dort seit 25 Jahren wahlberechtigt, aber 5,3 Millionen sind weiter von der grundlegenden demokratischen Beteiligung – dem Wahlrecht – ausgeschlossen. Das Kampagnen-Netzwerk „Wir wählen“ will das kommunale Wahlrecht für alle Menschen erstreiten, die in Deutschland leben. In 14 von 27 EU-Staaten ist das schon unaufgeregte Praxis. Zur Bundestagswahl im September 2021 will das Bündnis mit symbolischen Wahlen, öffentlichen Aktionen und einer gemeinsamen bundesweiten Online-Wahl auf den derzeitigen Ausschluss einer großen Bevölkerungsgruppe hinweisen und Menschen für gesellschaftliche Partizipation aktivieren.
Förderung: 12.000 Euro
wir-wählen.org/

Syria not safe

Syrien ist nicht sicher – für niemanden! Trotzdem haben die Landes-Innenminister im Dezember 2020 den generellen Abschiebestopp nach Syrien beendet. Das heißt: Bundesländer können wieder Straftäter*innen und so genannte „Gefährder*innen“ in den Folterstaat Syrien abschieben, sobald die Bundesregierung die Voraussetzungen dafür schafft. Die Folge wäre dann, dass Deutschland das verbrecherische Assad-Regime diplomatisch anerkennt und dass bald alle Syrer*innen von Abschiebung bedroht sein könnten, die wegen des Kriegs nach Deutschland geflüchtet sind. Mit einem Appell und Aktionen bei Parteitagen und im Netz wollen die Aktiven erreichen, dass sich Grüne, Linke und SPD im Wahlkampf gegen Abschiebungen nach Syrien positionieren und dies in einer Koalition auch durchsetzen. Wir haben die Kampagne bereits 2019 mit 15.000 Euro gefördert.
Förderung: 10.825 Euro
syria-not-safe.org/

Bahn für alle

Das Bündnis Bahn für alle setzt sich seit 15 Jahren für eine Bahn in öffentlicher Hand ein, die dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Die Aktiven fordern, dass die Deutsche Bahn demokratisch kontrolliert und gesteuert wird, für eine gute Bahnanbindung aller Menschen im Land sorgt und zu einem leistungsfähigen Akteur für eine Verkehrswende wird, mit der klimaschädlicher Verkehr von der Straße und aus der Luft auf die Schiene verlagert werden kann. Um sich stärker in die Debatte über eine Verkehrswende einmischen zu können, will das bisher rein ehrenamtliche Bündnis eine halbe Stelle schaffen und Aktionsangebote, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit ausbauen. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Entwicklungsprozess bis 2023 mit insgesamt 70.000 Euro Basisförderung.
www.bahn-fuer-alle.de

Goliathwatch

Der Verein streitet mit seiner Kampagne "Freie Wahlen statt Facebook Manipul@tion" für ein Verbot manipulativer Online-Wahlwerbung. Denn Brexit-Entscheid und Trump-Wahl 2016 haben gezeigt, dass diese intransparente Beeinflussung von Wähler*innen Abstimmungen mitentscheiden kann und dies auch bei der Bundestagswahl 2021 in Deutschland droht. Mit konfrontativen Aktionen will Goliathwatch das Thema in die Öffentlichkeit tragen, Parteien zu Selbstverpflichtungen bewegen und politisch Druck machen, damit das bundesweite Wahlgesetz von TV und Radio auf soziale Medien ausgeweitet und personalisierte Werbung verboten wird.
Förderung: 15.000 Euro
goliathwatch.de

Ärzte der Welt

Mit der Kampagne unter dem vorläufigen Titel  "Ohne Angst zum Arzt – Abschaffung der Übermittlungspflicht nach §87" will der Verein "Ärzte der Welt" zusammen mit einem starken Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen erreichen, dass Menschen, die ohne geregelten Aufenthaltsstatus in Deutschland leben, einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung erhalten. Ziel ist es, dass diese Menschen zur Ärztin oder ins Krankenhaus gehen können, ohne dass sie danach zwangsläufig an die Ausländerbehörde gemeldet und potenziell abgeschoben werden. Die Pflicht der öffentlichen Stellen zur Weitergabe von Daten schränkt das Grundrecht auf medizinische Versorgung ein. Deshalb darf es diese Übermittlungspflicht im Gesundheitswesen nicht geben: § 87 des Aufenthaltsgesetzes muss entsprechend eingeschränkt werden. Zusammen mit anderen Organisationen will der Verein eine Online-Petition starten, mit Social-Media-Aktionen für Öffentlichkeit sorgen und Lobbyarbeit bei Ärzte- und Wohlfahrtsverbänden, Parteien und politischen Entscheidungsträgern betreiben. Die Kampagne wird mit einer strategischen Klage gegen die Übermittlungspflicht verknüpft, die "Ärzte der Welt" und die "Gesellschaft für Freiheitsrechte" gemeinsam initiieren und koordinieren.
Förderung: 15.000 Euro
https://www.aerztederwelt.org/

Volksinitiative gegen Rüstungsexporte

Über den Hamburger Hafen werden jeden Tag tonnenweise Kriegsgerät, Waffen und Munition in alle Welt verschifft - auch an autokratische, kriegführende Länder wie Saudi-Arabien und die Türkei. Das Bündnis „Volksinitiative gegen Rüstungsexporte“ will mit der Kampagne „Für einen zivilen Hafen“ die Rüstungsexporte über den Hamburger Hafen stoppen. Dazu will die Initiative Unterschriften für eine Volksinitiative sammeln und so den Hamburger Senat dazu bewegen, Rüstungstransporte und den Rüstungsgüterumschlag durch den Hafen mittels einer landesrechtlichen Regelung zu unterbinden. Eine solche Entscheidung hätte eine starke internationale Signalwirkung und entspräche dem Willen der Bevölkerung. Laut Umfragen sprechen sich zwei Drittel gegen Waffenlieferungen an Krieg führende Staaten und in Krisengebiete aus. Mit Veranstaltungen, Demonstrationen, Flashmobs und Kunstaktionen in Hamburg soll das Thema parallel in die Öffentlichkeit getragen werden.
Starthilfe-Förderung: 10.000 Euro
ziviler-hafen.de

Aktionskreis Strukturwandel Leipziger Land

Was kommt nach der Kohle? Diese Frage bewegt die Menschen im Mitteldeutschen Braunkohlerevier rund um Leipzig. Doch bei den Planungen für den bevorstehenden Wirtschaftsumbau werden die Ortsansässigen kaum gefragt. Der Aktionskreis Strukturwandel Leipziger Land will die Betroffenen mobilisieren, sich in die Pläne einzumischen und für ihre Bedürfnisse und eine gerechte, ökologische und transparente Transformation zu streiten. Dazu will der Aktionskreis über Veranstaltungen und Netzwerkarbeit in der Region Menschen dazu einladen, Visionen für eine lebenswerte Zukunft für alle zu entwickeln und ihre Interessen politisch durchzusetzen.Dabei geht es auch darum, den Frust der Menschen, die sich von der Politik übergangen fühlen, nicht mit populistischer Rhetorik anzuheizen, sondern aus der Ohnmacht ins konstruktive, solidarische Handeln zu kommen.
Starthilfe-Förderung: 8.725 Euro

Rechtshilfebüro

Das Rechtshilfebüro will Personen vernetzen, die in sozialen Bewegungen Unterstützungsarbeit in der Kommunikation mit Polizei und Behörden bei politischen Aktionen leisten. Bei einem persönlichen Treffen sollen sich die Aktiven über ihre Erfahrungen und Arbeitsweisen austauschen und weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit planen.
Starthilfe-Förderung: 1.600 Euro
www.rechtshilfebuero.de

Migrantifa Berlin

Migrantifa Berlin ist eine politische Initiative von Personen mit Migrationsgeschichte für Personen mit Migrationsgeschichte, die sich nach dem rechtsextremen Terroranschlag in Hanau formiert hat. Seitdem leistet die Gruppe unentgeltlich antirassistische Aufklärungsarbeit aus Betroffenen-Perspektive durch Workshops, Kundgebungen und Demonstrationen. Die Initiative will einen politischen sicheren Raum schaffen, in dem sich Betroffene politisieren und vernetzen können. Außerdem will die Gruppe durch Demos und Online-Medien mehr öffentliches Bewusstsein über die Schnittstellen von Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Klassismus erzeugen.
Eilförderung Starthilfe: 10.000 Euro
migrantifaberlin.wordpress.com

19! - Gegen das Vergessen

Am 19. Februar 2020 hat ein Attentäter in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet und weitere zum Teil schwer verletzt. In den Tagen darauf gründete sich die Initiative „19. Februar Hanau“, die Betroffene und ihre Angehörigen unterstützt und für politische Konsequenzen streitet. Mit der Kampagne „19! - Gegen das Vergessen“ will die Initiative ein Jahr lang an jedem 19. eines Monats mit unterschiedlichen Gedenk- und Aktionsformen an die Opfer erinnern, auf lückenlose Aufklärung drängen und die gesellschaftlichen Hintergründe des Terroranschlags thematisieren. Die Kampagne versteht sich als Teil bundesweiter Bemühungen, neue Strukturen sowohl gegen rechtsextremen Terror als auch gegen den Alltagsrassismus aufzubauen.
Kampagnenförderung: 11.000 Euro
https://19feb-hanau.org

Beton kann man nicht essen

Die Kampagne will den Bau eines der größten Logistikgebiete Deutschlands auf fruchtbarem Ackerboden im nordhessischen Neu-Eichenberg verhindern. Dazu wollen die Aktiven eine tragfähige Alternative zu dem
Logistikgebiet erarbeiten und mit bunten Protestaktionen erreichen, dass die Gemeindevertretung die Pläne für das Logistikgebiet ganz aufgibt. Überregionales Ziel der Kampagne ist, die rasant fortschreitende
Flächenversiegelung in Hessen deutlich zu reduzieren. Getragen wird die Kampagne von der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg in Zusammenarbeit mit dem Verein Gemüsekollektiv Hebenshausen. Die Bewegungsstiftung hat die Kampagne bereits 2018 mit 11.100 Euro unterstützt. Mit ihrem lautstarken Protest haben die Aktiven erreicht, dass sich die Stimmung in der Gemeinde seitdem gedreht hat und die Planungen vorerst ausgesetzt wurden. Nun geht es darum, tragfähige Alternativen zu entwickeln, um das Logistikgebiet endgültig zu stoppen.
Förderung: 15.000 Euro
beton-kann-man-nicht-essen.de

Wir brauchen alle Krankenhäuser - Schließungen stoppen!

Der Verein „Gemeingut in BürgerInnenhand“ (GiB) will mit der Kampagne verhindern, dass bundesweit zahlreiche  Krankenhäuser geschlossen werden. Die Bertelsmann-Stiftung hatte 2019 in einer Studie empfohlen, die 1.400 Plan-Krankenhäuser auf 600 zentralisierte große Kliniken zu reduzieren, weil dies angeblich die Qualität erhöhen und die Kosten reduzieren würde. In Nordrhein-Westfalen wurde bereits ein entsprechendes Pilotprojekt gestartet, danach sollen weitere Länder folgen. Die Folge wäre eine Ausdünnung der Krankenversorgung und längere Anfahrtswege und ein höheres Sterberisiko für Akut-Patient*innen. Lediglich private Krankenhauskonzerne würden von der Zentralisierung profitieren. GiB will mit einer Aufklärungskampagne dagegen halten und mit Studien, Petitionen und Protestaktionen Druck machen, um weitere Krankenhausschließungen zu verhindern. Denn die aktuelle Corona-Pandemie macht deutlich, dass wir eine flächendeckende und gut ausfinanzierte Krankenhauslandschaft brauchen.

Kampagnenförderung: 14.610 Euro
www.gemeingut.org/krankenhausschliessungen

#EndJanjaweed

Die Aktivist*innen-Gruppe „SudanUprising Germany“ will mit der Kampagne erreichen, dass Deutschland und die EU ihre Unterstützung der Janjaweed-Miliz RSF im Sudan beenden. Die RSF-Truppen sind nach der friedlichen Revolution 2019 im Sudan Teil der Regierung geworden, obwohl sie für Völkermord und Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind. Diese politische Einigung kam auch durch Druck Deutschlands und der EU zustande. Die RSF ist im Sudan für die Grenzkontrolle zuständig, geht rücksichtslos gegen Migrant*innen vor und finanziert sich unter anderem aus Geldern, die die EU dem Sudan bezahlt, um Migrant*innen auf dem Weg nach Europa zu stoppen. Mit Aufklärung, Protest und Lobbyarbeit wollen die Aktiven erreichen, dass Deutschland und die EU ihre Unterstützung für die Migrationskontrolle im Sudan und am Horn von Afrika und damit auch ihre Komplizenschaft mit den Janjaweed-Milizen aufgeben.
Kampagnenförderung: 10.000 Euro
www.sudanuprising.com

Seebrücke

Die Seebrücke-Bewegung fordert eine Ende der Repression gegen die zivile Seenotrettung und sieht sich als Gegenpol zu dem massiven Rechtsruck der letzten Jahre. Statt Abschottung fordert sie ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen und mobilisiert viele Menschen zum Protest.  Die Seebrücke ist Teil einer größeren antirassistischen Bewegung und strebt einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Migrationspolitik an. Um dieses langfristige Ziel zu erreichen, wollen die Aktiven den Bewegungsaufbau vorwärts treiben und das Spenden-Fundraising und die Öffentlichkeitsarbeit weiter ausbauen. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Entwicklungsschritt mit einer Basisförderung in Höhe von 60.000 Euro verteilt über drei Jahre. 2018 hatte die Seebrücke-Bewegung bereits 15.000 Euro Eilförderung erhalten.
https://seebruecke.org/

STAY GROUNDED

STAY GROUNDED ist ein internationales Netzwerk, das sich für eine Begrenzung von Flugverkehr und ein zukunftsfähiges Transportwesen einsetzt. Denn Fliegen ist die klimaschädlichste Art der Fortbewegung. Trotzdem nimmt der Flugverkehr immer mehr zu. Statt Privilegien der Luftfahrt zu streichen, dominieren Illusionen über nachhaltiges Fliegen und Greenwashing die Debatte. Das Netzwerk will politischen Druck für Veränderung aufbauen und vernetzt bestehende Organisationen, hilft Gruppen in Gründung und ermöglicht Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer. Um das Netzwerk zu sichern und auszubauen, wollen die Aktiven die internen Strukturen, Spenden-Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit ausbauen. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Prozess mit einer Basisförderung in Höhe von 60.000 Euro verteilt über drei Jahre. 2018 hatten wir STAY GROUNDED bereits mit 15.000 Euro Kampagnenförderung unterstützt.
https://stay-grounded.org/

Afrique-Europe Interact

Afrique-Europe-Interact (AEI) ist ein transnationales Netzwerk, das Geflüchtete und Migrant*innen bei ihrem Kampf für Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte unterstützt. Außerdem setzt es sich für eine gerechte und selbstbestimmte Entwicklung in den jeweiligen Herkunftsländern ein, zum Beispiel, indem es kleinbäuerliche Kämpfe in Mali oder die Demokratiebewegung in Togo unterstützt.
Um den bereits erreichten Organisierungsgrad zwischen afrikanischen und europäischen Aktivist*innen halten und ausbauen zu können, will AEI seine Finanzbuchhaltung und das Fundraising ausbauen und die einzelnen AEI-Projekte mit mehr Geld ausstatten. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Prozess mit einer Basisförderung in Höhe von rund 60.000 Euro verteilt über drei Jahre. Wir haben AEI bereits 2015 mit einer Kampagnenförderung in Höhe von 8.000 Euro und von 2016 bis 2019 mit einer ersten Basisförderung von 60.000 Euro unterstützt.
https://afrique-europe-interact.net/

Frühere Förderungen

Hier finden Sie einen Überblick über die Förderprojekte, die wir in den Vorjahren gefördert haben.
Frühere Förderung ►

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