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Förderprojekte

Bündnis für bezahlbaren Wohnraum

Das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum ist ein Zusammenschluss verschiedener Initativen und Einzelpersonen, die gemeinsam mit widerständigen Mieter*innen für einen konsequenten Mieterschutz kämpfen. In der Vergangenheit hat das Bündnis mit einzelnen betroffenen Gruppen gearbeitet, nun will es die Energie in der größeren Kampagne “Mieter*innen schützen jetzt” bündeln, um zu verhindern, dass Menschen von Investoren aus ihren Wohnungen gedrängt werden.

Foto: Mieter*innen protestierten vor dem Düsseldorfer Rathaus in Bademänteln und mit Koffern, weil sie aus ihren Wohnungen vertrieben wurden und werden

Kampagnenförderung: 14.527,08 Euro.

 

BI_PoC Climate Justice Network

Das BI_PoC Climate Justice Network besteht aus Aktivist*innen und Organisator*innen für Klima- und soziale Gerechtigkeit, die sich alle als BI_PoC identifizieren (Black Indigenous People of Color). Im Sommer 2024 organisieren sie im Berliner Umland einen Klimagerechtigkeitsgipfel für BI_PoC aus Europa. Rassismus, Eurozentrismus und Kolonialismus in den Klimabewegungen führen dazu, dass BI_PoC einen Raum brauchen, in dem sie Ideen, Gefühle und Träume ohne den weißen Blick teilen können. Ein Raum, in dem z.B. abolitionistische Themen genauso wichtig wie die Energiewende sind und Perspektiven aus dem Globalen Süden den Vordergrund haben.

Kampagnenförderung: 15.000 Euro

Buntes Waltershausen

Die Initiative Buntes Waltershausen engagiert sich in der Kleinstadt Waltershausen im ländlichen Raum in Thüringen. Sie setzt sich für einen vielfältigen, weltoffenen und solidarischen Ort und letztlich eine ebensolche Gesellschaft ein. Das Familienfest auf dem Marktplatz, Haustürgespräche, Kneipenabende, bei denen sich Leute aus dem Ort gegenseitig kennen lernen können, oder Müllsammelaktionen sind Teil eines Mosaiks. Hier lernen Menschen sich zu organisieren, ihre Umgebung aktiv zu gestalten und über gemeinsame Erfahrungen auch Gesellschaft insgesamt als etwas Veränderbares wahrzunehmen.

Kampagnenförderung: 15.000 Euro

 

Initiative Ahmed Ahmad

Die Initiative Amed Ahmad besteht seit 2018 und setzt sich in enger vertraulicher Zusammenarbeit mit den Angehörigen für strukturelle Veränderungen im Kontext von rassistischer, tödlicher Polizeigewalt ein. Amed Ahmad starb 2018 mit 26 Jahren in Gewahrsam in der JVA Kleve durch einen bislang ungeklärten Brand. Die Initiative Amed Ahmad fordert Aufklärung, Gerechtigkeit und Verantwortungsübernahme durch den Staat. Das Ziel ist, nicht nur Gerechtigkeit für Amed Ahmad und seine Familie zu erreichen, sondern auch langfristig dazu beizutragen, dass sich ähnliche Morde nie wieder wiederholen.

Für diese Kampagne erhält der Verein für die solidarische Gesellschaft der Vielen eine Förderung von 15.000 €

 

WEG MIT § 218

Mit der Kampagne „LEGAL, EINFACH, FAIR - für eine Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs in Deutschland – JETZT!“ will das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung den gesellschaftlichen und medialen Druck auf die Regierenden erhöhen, so dass der selbstbestimmte Schwangerschaftsabbruch in Deutschland (aktuell § 218 StGB) noch bis zum Ende der Wahlperiode endlich außerhalb des Strafgesetzbuches geregelt und als medizinische Grundversorgung anerkannt wird. Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung existiert seit 2012 und ist heute ein deutschlandweiter Zusammenschluss aus mehr als 60 feministischen und allgemeinpolitischen Gruppen und Verbänden sowie vielen Einzelaktivist*innen.

Kampagnenförderung: 15.000 Euro

 

Fiscal Future

FiscalFuture ist eine Organisation junger Menschen, die sich für eine zukunftsfähige Finanzpolitik einsetzt. Generationengerechtigkeit wird oft als vorgeschobenes Argument genutzt, um Sparpolitik im Sinne junger Menschen zu rechtfertigen. Mit der Kampagne "Generationengerechtigkeit neu denken – in die Zukunft investieren!" zum Bundeshaushalt 2025 nutzt Fiscal Future die neu entfachte Debatte rund um die Schuldenbremse, um die aktuelle Finanzpolitik kritisch einzuordnen und Ideen für eine wahrhaftig generationengerechte Finanzpolitik stark zu machen.

Im März 24 erhielt Fical Future eine Eilförderung über 12.329 € für die Kampagne "Generationengerechtigkeit neu denken – in die Zukunft investieren!“.

Let's socialize - Vergesellschaftung als Strategie für die Klimagerechtigkeitsbewegung

Technische Lösungen für die Klimakrise werden viel diskutiert. Eine Diskussion über die grundlegenden politisch-ökonomischen Strukturen einer klimagerechten Wirtschaft findet in der Öffentlichkeit relativ wenig statt. Initiativen für Vergesellschaftung und gemeinsames Eigentum haben jedoch das Potenzial, viele Menschen zu inspirieren. Darum organisierte das Konzeptwerk Neue Ökonomie mit anderen Gruppen zusammen vom 15.-17. März 2024 die Konferenz Let’s Socialize! Vergesellschaftung als Strategie für Klimagerechtigkeit. Am Ende der stark praxisorientierten Konferenz standen konkrete Vereinbarungen hin zu einem Vergesellschaftungsprojekt in der Klimagerechtigkeitsbewegung.

Das Projekt erhielt eine Eilförderung von 15.000 €.

 


Neue Förderprojekte seit Herbst 2023

AfA - Anmeldung für alle!

Die Anmeldung des eigenen Wohnsitzes ist eines der ersten und größten Hindernisse für Menschen, die neu nach Berlin ziehen. Ohne Anmeldung bleibt man in Deutschland von grundlegenden Rechten und Dienstleistungen ausgeschlossen und kann nicht legal arbeiten, was wiederum das finden einer Wohnung quasi verunmöglicht. Die Kampagne AfA - Anmeldung für Alle! setzt sich dafür ein, diesen Teufelskreis der Anmeldung zu durchbrechen.

Für diese Kampagne erhält Bloque Latinoamericano Berlin eine Förderung von 10.000 €. 

Ayande

Ayande ist der erste bundesweit organisierte postmigrantische Verband junger Menschen mit Iran-Bezug in Deutschland und Europa. Als Interessenvertretung der postmigrantischen Jugend streben sie an, dass (post)migrantische Perspektiven in die aktive politische Mitgestaltung in Deutschland und Europa einbezogen werden und Chancengleichheit hergestellt wird. Dazu führen sie u.a. Gespräche mit politischen Entscheidungsträger:innen. Durch Bildungsworkshops und ihren Aydentity-Podcast leistet Ayande rassismuskritische Aufklärung und sensibilisiert Menschen für migrationsspezifischen Angelegenheiten – innerhalb und außerhalb migrantisierter Communities. Als iranischstämmige Diaspora macht Ayande zudem auf die politische Situation im Iran aufmerksam, um die deutsche Politik zum Ergreifen ernsthafter Maßnahmen zu bewegen.

Starthilfe-Förderung: 10.000 €

Daseinsvorsorge? Vermögenssteuer!

Die Kampagne Daseinsvorsorge? Vermögenssteuer! hat das Ziel, den Verfall der Gemeingüter in Deutschland aufzuhalten und die extreme soziale Ungleichheit zu bekämpfen. Mit der Forderung nach Vermögenssteuer soll das Thema Daseinsvorsorge vor dem Bundestagswahlkampf 2025 im Diskurs stark gemacht werden.

Dafür erhält die Organisation Gemeingut in BürgerInnen-Hand eine Kampagnenförderung von 15.000 €

GEAS STOPPEN! - Für ein Europa der Menschlichkeit

Zusammen mit anderen Akteur*innen will die Seebrücke mit der Kampagne GEAS STOPPEN! - Für ein Europa der Menschlichkeit die drohende Verschärfung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) verhindern. Das Bündnis plant, gezielt Druck auf politische Entscheidungsträger*innen aufzubauen, um sich öffentlich gegen die geplanten GEAS-Verschärfungen zu positionieren.

Kampagnenförderung: 10.000 €

Isolation stoppen - Raus aus den Lagern

Isolation stoppen - Raus aus den Lagern fordert der Verein NINA - women* in Action, und setzt sich für eine schnelle Bleibesperspektive für Geflüchtete in der BRD ein. Als konkreten Zwischenschritt will die Kampagne erreichen, dass sich die Bedingungen in den Folge- und Erstaufnahmeunterkünften verbessern und mehr Geflüchtete Zugang zu Wohnraum haben. Außerdem schafft der Verein Begegnungsräume für geflüchtete Frauen* und ihre Kinder.

Kampagnenförderung: 15.000 €

 

IZDA Chemnitz - Internationales Zentrum für Demokratie und Aktion e.V.

Das IZDA ist eine Initiative von Geflüchteten, Migrant:innen und Verbündeten in Chemnitz. Sie wird im Winter 2023/24 ein soziopolitisches Zentrum eröffnen, das vor allem von und für Migrant:innen selbstorganisiert wird. Das Zentrum soll einen nachhaltigen Schutzraum für Menschen und Organisationen schaffen, die von Rassismus betroffen sind und seit langem nach Orten suchen, um sich zu organisieren. Die Initiative will in dem Zentrum kulturelle und politische Bildungsveranstaltungen ermöglichen, alltägliche Hilfs- und Unterstützungsangebote realisieren und Stadtteilarbeit fördern – für neue Handlungsräume in Chemnitz!

Starthilfe-Förderung: 10.000 €

 

Mietergemeinschaft Schönefelder Höfe

Die Mietergemeinschaft Schönefelder Höfe ist eine Initiative aus Leipzig, in der sich Organizer*innen und Vonovia-Mieter*innen gemeinsam gegen Europas größten Wohnungskonzern und für bezahlbaren Wohnungsraum stellen. Mit überhöhten Betriebskosten, Modernisierungsumlagen und Mieterhöhungen macht der Konzern Profite auf unsere Kosten. In der Mietergemeinschaft setzen sich Menschen gemeinsam zur Wehr, durch gegenseitige Beratung, das Sammeln und Veröffentlichen von Vonovias Geschäftspraktiken, sowie das gemeinsame Organisieren von Aktionen in der Nachbarschaft. Seit 2019 verfolgen die Mieter:innen das Ziel, eine von unten getragene mietenpolitische Bewegung zu werden. Anstelle eines profitorientierten Wohnungsmarktes, vom dem nicht die Mieter:innen, sondern Unternehmen wie Vonovia & Co. profitieren, fordern sie die Vergesellschaftung von Wohnraum, damit das Grundrecht auf sicheres und bezahlbares Wohnen sichergestellt werden kann – in der Nachbarschaft, in Leipzig, in Sachsen und darüber hinaus!

Die Initiative wird in den nächsten drei Jahren mit einer Basisförderung von 47.732,85 € gefördert.

Netzwerk gegen Feminizide

Drei Organisationen wollen gemeinsam ein Netzwerk gegen Feminizide aufbauen: Dest Dan ist eine von Migrantinnen und Geflüchteten als Frauenverein begründete Selbstorganisierung. Neben der lebenspraktischen, sozialen Unterstützung ist für Dest Dan die Ermöglichung eines politischen Austauschs sowie der öffentliche Ausdruck des politischen Willens wichtig. Dabei wirkt DestDan vor allem in der kurdischen community in Berlin, aber auch darüber hinaus. Das Kurdische Frauenbüro Cenî wurde im Mai 1999 von in Europa lebenden kurdischen und türkischen Frauen mit dem Ziel gegründet, die internationale Solidarität von Frauen für Friedensprozesse in der Türkei und Kurdistan, im Mittleren Osten und weltweit zu stärken. Friedensengagement bedeutet für sie: Einsatz für eine freie und ökologische Gesellschaft, die auf sozialer Gerechtigkeit beruht und eine Alternative zum patriarchalen Herrschaftssystem darstellt. Unsere Vernetzung gegen eure Morde ist eine überregionale Vernetzung gegen Feminizide im deutschsprachigen Raum.

Zusammen erhalten die Organisationen eine Basisförderung in der Höhe von 65.700 €

 

Obdachlosigkeit bekämpfen

Das Bündnis gegen Obdachlosigkeit & Zwangsräumungen sind ein wachsender Zusammenschluss aus Selbstvertretungen, Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen, die seit 2019 bei regelmäßigen Mahnwachen meist im Winter z.B. vor dem Roten Rathaus für das Recht auf eine Wohnung, auf ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes Zuhause und das Recht auf einen unabhängigen, freien Zugang zu einer umfassenden Gesundheitsversorgung kämpfen. Denn diese und weitere Rechte sind Menschenrechte – die unabhängig vom Aufenthaltsstatus allen Menschen garantiert werden müssen.

Für Mahnwachen, Mobilisierung und Netzwerktreffen wird die Kampagne mit 6.920,00 € gefördert.

Sprechgruppe Sandow

Cottbus Sandow: einer der ärmsten Stadtteile Brandenburgs. Hier bietet die Sprechgruppe Sandow Menschen mit geringen Deutschkenntnissen einen sicheren Raum, um ihre Veränderungswünsche für ihren Stadtteil zu artikulieren und in die größere lokalpolitisch aktive Anwohner:inneninitiative „Sandow Comunity Power“ einzubringen. Diese setzen Vereinzelung, Perspektivlosigkeit und Konflikten in ihrem Stadtteil Solidarität und den Impulse zur positiven Veränderung entgegen und engagieren sich für ein soziales Zentrum für alle in Sandow. Die Sprechgruppe Sandow wird durch Moderation, Visualisierung und Übersetzungen durch Organizer:innen dabei unterstützt, ihrer Perspektive auf den Sandow Gehör zu verschaffen und als fester Bestandteil der Community den Stadtteil mitzugestalten.

Für diese Initiative fördert die Bewegungsstiftung den Verein Jugend und Kultur in Cottbus mit einer Starthilfeförderung von 10.000 €.

STAY GROUNDED

STAY GROUNDED ist ein internationales Netzwerk, das sich für eine Begrenzung von Flugverkehr und ein zukunftsfähiges und gerechtes Transportwesen einsetzt. Denn Fliegen ist die klimaschädlichste Art der Fortbewegung und extrem ungerecht verteilt. Trotzdem nimmt der Flugverkehr immer weiter zu. Das Netzwerk vernetzt bestehende Organisationen, hilft Gruppen in Gründung und ermöglicht Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer. Zudem baut es politischen Druck für Veränderung auf. In den letzten Jahren ist das Netzwerk stark gewachsen und das Thema Flugverkehr medial präsent geworden, aber auch der Gegenwind von der Industrie nimmt zu. Um langfristig gute basisdemokratische Prozesse im Netzwerk und Campaigner*innen Team zu sichern und auszubauen, braucht es nun neben der Kampagnen und Netzwerkarbeit Kapazitäten für Strategie- und Organisationsentwicklung.

Die Bewegungsstiftung hat das Netzwerk bereits 2018 und 2020 unterstützt; nun erhält STAY GROUNDED zum zweiten Mal eine Basisförderung in Höhe von 51.000 €.

 

Wasserkämpfe in Bewegung bringen

Die Initiative Wasserkämpfe in Bewegung bringen will eine Wassergerechtigkeitsbewegung in Deutschland aufbauen und strategisch voranbringen. Durch tiefgehende Recherchen und dessen Aufbereitung in Form von Publikationen, Online-Karten und inspirierenden Infotouren will die Initiative Bildungs- und Organisierungsprozesse anstoßen. Ziel ist es, die vielen verteilten Konflikte an möglichen Kristallisationspunkten zusammenbringen und zu stärken, um so überregionale Aufmerksamkeit zu bekommen, damit sich langsam so etwas wie eine Bewegung herausbilden kann. Hierfür sind Vernetzungstreffen geplant, wo gemeinsame Kampagnen entstehen können. Mehr dazu findet ihr in dieser Broschüre.

Für dieses Projekt wird das Klima*Kollektiv e.V. mit 10.000 € Starthilfe gefördert.

Queeraspora e.V.

Queeraspora e.V. ist ein Zusammenschluss von queeren BIPoC (Black Indigenous and People of Color), Geflüchteten und Migrant*innen mit Sitz in Bremen. Die ehrenamtlich tätige Gruppe organisiert eine Vielfalt von Workshops zu den Themenkomplexen Antirassismus, Antidiskriminierung und Intersektionalität, aber auch Kulturfeste bis hin zu Beratungsangeboten und Empowerment von Betroffenen. Queeraspora e.V. ist ein seit 2022 ein eingetragener gemeinnütziger Verein, der nun dank der Starthilfeförderung eine erste langfristig finanzierte Personalstelle umsetzen kann, um die wichtige Arbeit nachhaltig zu gewähren.

Starthilfe-Förderung: 10.000 €

Eilförderung im März 2023

Woman* Life Freedom Kollektiv

Die Gruppe unterstützt von Deutschland aus die demokratische Protestbewegung im Iran, die durch den gewaltsamen Tod von Masha Amini ausgelöst wurde. Das Ziel ist, mediale Aufmerksamkeit für die feministische Revolte im Iran zu erzeugen. Dazu informiert das Kollektiv mit Medienarbeit über Menschenrechtsverletzungen des iranischen Regimes. Es vernetzt die politisch aktive Diaspora in Deutschland, schmiedet Bündnisse und organisiert Proteste, wie zum Beispiel Ende Oktober 2022 eine Demo in Berlin, an der 80.000 Menschen teilnahmen. Außerdem fordert das Woman* Life Freedom Kollektiv deutsche Politiker*innen auf, sich persönlich für den Schutz der Protestierenden im Iran einzusetzen. So vermittelt das Kollektiv politische Patenschaften deutscher Abgeordneter an zu Unrecht inhaftierte und zum Tode verurteilte Protestierende, um diese vor der Hinrichtung zu schützen.

Eilförderung: 15.000 Euro

https://linktr.ee/wlfkollektiv


Förderprojekte seit 2021

#PayYourWorkers

Die Initiative der Kampagne für Saubere Kleidung streitet dafür, dass Arbeiter*innen der Bekleidungsindustrie bei Entlassung ausstehende Löhne und Abfindungen erhalten. Denn in der Corona-Krise haben viele deutsche Modefirmen ihre Produktionsaufträge storniert und den Textilarbeiter*innen die Abfindungen vorenthalten. Mit Eilaktionen, Öffentlichkeitsarbeit und Protesten will die Initiative Druck auf die Unternehmen machen, damit diese die volle Verantwortung für ihre Lieferkette übernehmen. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung von Sozialschutzsystemen in den Produktionsländern.
Kampagnenförderung: 15.000 Euro
https://saubere-kleidung.de/payyourworkers/


„Bleiberecht für alle statt Chancenfalle!“

Die Bundesregierung will bis Ende 2023 mit vier Gesetzespaketen die migrations- und flüchtlingspolitischen Versprechungen ihres Koalitions­vertrags umsetzen. Das erste dieser Gesetzespakete enthält das "Chancen-Aufenthaltsrecht", das den Zugang zum Bleiberecht für lange in Deutschland lebende geduldete Geflüchtete erleichtern soll. Doch sollte der Gesetzentwurf wie geplant verabschiedet werden, werden viele wie bisher keine Chance auf ein Aufenthaltsrecht haben. Das Netzwerk „BLEIBERECHT FÜR ALLE statt Chancenfalle!“ fordert stattdessen  ein bedingungsloses stichtagsunabhängiges Aufenthaltsrecht für alle, die bereits in Deutschland leben, das nicht vom Pass oder anderen Dokumenten abhängt oder an diskriminierenden Ausschlussgründen scheitert. Mit Medien-Arbeit und Protestaktionen will das Bündnis die Öffentlichkeit informieren und auf das Gesetzgebungsverfahren Einfluss nehmen.
Kampagnenförderung: 15.000 Euro
https://bleiberecht-statt-chancenfalle.net


Für ein grünes Hamburg

Der Verein „Für ein grünes Hamburg“ will Grün- und Landwirtschaftsflächen in Hamburg, die über ein Hektar groß sind, vor der Bebauung schützen. Ziel ist es, die weitere Erwärmung der Stadt, den Verlust von Naherholungsflächen und den Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen. Die vom Verein unterstützte Volksinitiative „Rettet Hamburgs Grün - Klimaschutz jetzt!“ war bereits erfolgreich und wird aktuell vom Hamburgischen Verfassungsgericht geprüft. Um den politischen Druck bis zum Start des Volksbegehrens (zweite Stufe der Volksgesetzgebung) hoch zu halten, setzt die Kampagne auf Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen. Wir unterstützen diese Phase mit 15.000 Euro Kampagnenförderung.

rettet-hamburgs-gruen.de


„Beihilfe zur Bewegungsfreiheit - Entkriminalisierung von Fluchthilfe, jetzt!”

Seit Jahren kriminalisiert die EU unerwünschte Migration rechtlich wie diskursiv. Die Beihilfe zur Ein- und Durchreise wird dabei primär als Geschäft krimineller Schmugglernetzwerke dargestellt, um so repressive Politik zu legitimieren und gleichzeitig einen Sündenbock für das Leiden und Sterben an Europas Grenzen vorzuweisen. Die Kampagne „Beihilfe zur Bewegungsfreiheit - Entkriminalisierung von Fluchthilfe, jetzt!” interveniert in den dominierenden Diskurs von den "bösen Schmugglern". Durch ein Kampagnenvideo, eine Social-Media-Kampagne, eine Plakataktion und die öffentliche Begehung des #TagdesSchmuggels wollen die Aktiven irritieren und eine Vision von einem politischen Wandel hin zu Bewegungsfreiheit und Bleiberecht für alle entwickeln.

Kampagnenförderung: 15.000 Euro

https://www.borderline-europe.de/


OHa! Ein offenes Haus für Frankfurt

Die Initiative streitet für den Erhalt und die Weiterentwicklung des derzeitigen Studierendenhauses der Uni Frankfurt am Main zum soziokulturellen Zentrum in Selbstverwaltung. Mit einer Plakat- und Social-Media-Kampagne, Crowdfunding und öffentlichen Aktionen wollen die Aktiven Druck auf Stadt Frankfurt und ihre Wohnungsbaugesellschaft aufbauen und selbst Spenden einwerben, um die Anschubfinanzierung für das künftige soziokulturelle Zentrum zu sichern.
Kampagnenförderung: 15.000 Euro
www.ohdk.de


Bloque Latinoamericano Berlin

Der Bloque Latinoamericano Berlin ist eine politische Basisorganisation, die die sozialen Kämpfe in Lateinamerika unterstützt und Migrant*innen in Berlin bei der Selbstorganisation hilft. Nun will das Kollektiv weiter wachsen und seine Arbeit verstetigen. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Schritt mit 10.000 Euro Starthilfe-Förderung

bloquelatinoamericanoberlin.org


Language Justice Network

Das Language Justice Network ist ein unbezahltes aktivistisches Netzwerk, das Dolmetschlösungen für soziale Bewegungen anbietet und so Mehrsprachigkeit bei Camps, Konferenzen und Aktionen ermöglicht. Um den großen Bedarf abdecken zu können, will das Netzwerk neue technische Lösungen entwickeln, Vernetzung und Austausch verstärken und die eigene Arbeit sichtbarer machen.
Starthilfe-Förderung: 10.000 Euro
https://interprise.nirgendwo.info/
https://bla.potager.org/de/


Poliklinik Syndikat

Das Poliklinik Syndikat förderte bundesweit den Aufbau von solidarischen Gesundheitszentren, die sich für eine bessere Gesundheitsversorgung in unterversorgten Gebieten einsetzen und die Menschen vor Ort beim Streiten für ihre sozialen Rechte unterstützen. Nun will das Syndikat weiter wachsen und die transformative Gemeinwesenarbeit vorwärts treiben.
Starthilfe-Förderung: 9.740 Euro
www.poliklinik-syndikat.org


Recherche Zentrum Polizei

Der Mord an Oury Jalloh und viele weitere Fälle von Polizeigewalt haben gezeigt: Verbrechen, die von Polizeibeamt*innen aus menschenverachtenden Motiven begangen werden, werden juristisch kaum verfolgt. Das „Recherche Zentrum Polizei“ will dieses System der Straflosigkeit aufbrechen. Mit investigativer Faktenrecherche und in Zusammenarbeit mit den Angehörigen der Opfer und deren Anwält*innen will die Gruppe zur Aufklärung von Taten beitragen.

Starthilfeförderung: 10.000 Euro


Zivilgesellschaft ohne Grenzen

Die Gruppe setzt sich für den Schutz von Aktivist*innen ein, die in ihren Herkunftsländern politisch verfolgt werden. Sie will Unterstützung leisten, um ihnen vor Ort die Weiterarbeit zu ermöglichen und im Notfall die Ausreise in ein sicheres Land zu organisieren. Dazu sollen stabile Strukturen aufgebaut und das Thema in die Öffentlichkeit getragen werden.

Starthilfeförderung: 10.000 Euro

https://zivilgesellschaft-ohne-grenzen.de/
 


Schule muss anders

Die Kampagne der Berliner Initiative „Schule in Not“ will ein gerechtes, gut ausgestattetes und inklusives Schulsystem für alle Kinder und Jugendlichen erkämpfen. In einer ersten Phase hat „Schule muss anders“ schon einige Ziele durchsetzen können. Mit Demos, Aktionen und guter Öffentlichkeitsarbeit haben die Aktiven 17 Millionen Euro zusätzlich für die Ausbildung von Lehrkräften und 3 Millionen Euro für multiprofessionelle Teams an Berliner Schulen erstritten.

Nun geht es darum, den Druck auf die Politik hochzuhalten und mehr Menschen für die Bildungsbewegung zu mobilisieren. Dafür will „Schule muss anders“ Stellen für die Begleitung und den Aufbau ehrenamtlicher Strukturen und die Koordination schaffen. Die Bewegungsstiftung fördert den Organisationsaufbau bis 2025 mit einer Basisförderung von insgesamt 70.000 Euro. 2021 hatten wir bereits 15.000 Euro Kampagnenförderung vergeben.

https://www.schule-muss-anders.de/

Chatkontrolle stoppen!

Die Organisation „Digitale Gesellschaft“ will mit der Kampagne die von der EU und einzelnen Staaten geplante Chatkontrolle stoppen. Der Begriff beschreibt die Überwachung und Kontrolle sämtlicher, insbesondere Ende-zu-Ende-verschlüsselter, Kommunikation aller Nutzer*innen. Die geplante Chatkontrolle schafft nicht nur neue Sicherheitslücken, sondern unterwandert die Sicherheit der Geräte selbst und führt zu einer fehler- und missbrauchsanfälligen Überwachungsinfrastruktur. Die Kampagne will die umfassende Kontrolle unserer Kommunikation und die geplante Aushebelung von Verschlüsselung durch Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Netzwerken, Straßenaktionen und Demos verhindern.

Förderung: 15.000 Euro

https://digitalegesellschaft.de/mitmachen/chatkontrolle-stoppen/


Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung

Drei Viertel der deutschen Bevölkerung haben Vorurteile gegenüber Menschen mit hohem Körpergewicht oder widersprechen diesen zumindest nicht. Diese Ablehnung beeinflusst die Chancen hochgewichtiger Menschen in allen Lebensbereichen, doch noch immer fehlt ein rechtlicher Schutz für die Betroffenen. Der Verband „Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung“ will dieses Problem mit Veranstaltungen und Aktionskunst öffentlich machen. Der Verband will erreichen, dass Gewicht als Diskriminierungskategorie in das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und in Landes-Anti-Diskriminierungsgesetze der Länder Berlin, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aufgenommen wird.

Förderung: 15.000 Euro

https://gewichtsdiskriminierung.de/


Hamburg enteignet

Die Initiative „Hamburg Enteignet“ will mit einem Volksentscheid erreichen, dass große Wohnungskonzerne in Hamburg enteignet und vergesellschaftet werden, um die steigenden Mieten in der Hansestadt zu stoppen. Die Hamburger Initiative folgt damit dem Beispiel der Kampagne „Deutsche Wohnen & Co enteignen“, die 2021 in Berlin einen entsprechenden Volksentscheid gewonnen hat. Um den Volksentscheid in Hamburg durchzusetzen, wollen die Aktiven Unterschriften sammeln, Menschen vernetzen und mit Aktionen und Veranstaltungen für Öffentlichkeit sorgen.

Förderung: 15.000 Euro

http://hamburg-enteignet.de

Tschüss Erdgas

Das Bündnis „Tschüss Erdgas“ will in Potsdam ein Bürgerbegehren starten, damit die Stadt bis spätestens 2030 aus der Erdgasverbrennung aussteigt und die Strom- und Wärmeleistung durch regenerative Energieträger ersetzt. Falls nötig soll auf das Bürgerbegehren noch ein Bürgerentscheid folgen. Neben Unterschriftensammlung und Plakatwerbung setzt das Bündnis dazu auf öffentlichkeitswirksame Aktionen, Veranstaltungen und Vernetzungsarbeit. Förderung: 3.000 Euro

https://www.klimawende.org/Tschuess-Erdgas


Bekämpft die Grenzen - bekämpft den Rassismus!

Die Gruppe Bezgranica (polnisch für grenzenlos) will mit der Kampagne auf die rassistischen und unmenschlichen Praktiken an der polnischen Grenze aufmerksam machen. Während Geflüchtete aus der Ukraine problemlos in Polen Asyl erhalten, werden Geflüchtete aus anderen Ländern, die nicht als weiß, europäisch, christlich wahrgenommen werden, häufig gewaltsam von den polnischen Grenzpolizei abgewiesen. Die Kampagne will diese illegalen Pushbacks dokumentieren und öffentlich machen, Protestaktionen gegen das EU-Grenzregime durchführen, aber auch die Geflüchteten an der Grenze praktisch unterstützen. Mittelfristiges Ziel ist es, die rassistischen Praktiken an den Grenzen zu bekämpfen und die Zwei-Klassen-Flüchtlingsbehandlung zu beenden.

Förderung: 15.000 Euro


Förderprojekte seit 2021

We will rise

Mit der Kampagne protestieren Geflüchtete aus Sierra Leone, die in Bayern leben, gegen intransparente Botschaftsanhörungen und drohende Abschiebungen in ihr Heimatland, wo sie Verfolgung und sexualisierter Gewalt ausgesetzt wären. Bayern droht Geflüchteten, die angeblich nicht an der Identitätsfeststellung mitwirken, mit Arbeitsverboten und Strafverfahren. Die Kampagne will diese harten Sanktionen stoppen und trägt das Thema mit einem Protestcamp in der Münchner Innenstadt, täglichen Demos, Workshops und Vernetzungsarbeit in die Öffentlichkeit.
Eilförderung: 7.500 Euro

https://www.fluechtlingsrat-bayern.de/projekte/we-will-rise/


Climate Clinic

Der Verein Climate Clinic ist eine studentische Rechtsberatung, die NGOs und Aktivist*innen beim Thema Klimapolitik juristisch unterstützt. Ziel der Initiative ist es, das Wissensgefälle zwischen jungen Menschen und Politiker*innen auszugleichen und das Recht nicht als Hemmnis, sondern als wirksames Instrument für mehr Klimaschutz zu begreifen. Mit Webinaren, Videos und Beiträgen in sozialen Medien will der Verein vielen Menschen juristisches Handwerkszeug und Argumentationsmuster zugänglich machen. Außerdem prüft Climate Clinic die Forderungen von Klima-Aktivist*innen auf rechtliche Machbarkeit, erstellt Hintergrundrecherchen für NGOs und mischt sich in Fachdiskussionen ein.
Starthilfe-Förderung: 5.346 Euro
www.climateclinic.de


Unsere Vernetzung gegen eure Morde

Jeden dritten Tag starb 2019 in Deutschland eine Frau durch die Hände ihres (Ex-)Partners. Weltweit werden Frauen in ihren Familien, in der Partnerschaft, in Kriegen und Genoziden auf Grund ihres Geschlechts getötet. Betroffen sind Frauen, bei denen zugewiesenes Körpergeschlecht und Geschlechtsidentität zusammenfallen und Trans-Frauen. Die Begriffe Femizid und Feminizid geben dem strukturellen Morden einen Namen. Das Netzwerk gegen Feminizide in Berlin und die Frauenbegegnungsstätte Utamara wollen mit der Kampagne Gruppen im deutschsprachigen Raum vernetzen. Bei Treffen und Workshops sollen Kontakte geknüpft und Diskussionen weitergetragen werden. Außerdem soll ein gemeinsamer Leitfaden für Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit und den Umgang mit Angehörigen erarbeitet werden.
Starthilfe-Förderung: 10.000 Euro

netzwerkgegenfeminizide.tk
utamara.org


Rise up for Justice

Die Jugendinitiative aus Nordrhein-Westfalen setzt sich gegen Rassismus und Diskriminierung ein. Die Gruppe will Jugendliche aus prekären Stadtteilen mobilisieren und setzt dafür auf Musikveranstaltungen, Begegnungsfeste, kostenlose Rap-Workshops und Kundgebungen. „Rise up for Justice“ wird von jungen Menschen mit und ohne Rassismus-Erfahrung getragen und will anderen Jugendlichen ermöglichen, ihr Engagement zu entfalten. Langfristiges Ziel ist es, ein Begegnungszentrum für Menschen mit und ohne Rassismus-Erfahrung zu schaffen.
Starthilfe-Förderung: 8.050 Euro
Facebook-Seite von "Rise Up for Justice"


Fahrplan Verkehrswende

Der Verein „Einfach einsteigen“ will mit der Kampagne ein Verkehrswende-Gesetz in Bremen durchsetzen und damit ein Vorbild für ähnliche Gesetze in ganz Deutschland schaffen. Das Gesetz soll Rad- und Fußverkehr und öffentlichen Nahverkehr in Bremen stärken, den Autoverkehr einschränken und so eine klima- und lebensfreundliche Mobilität für alle ermöglichen. Mit Aktionen, Lobbyarbeit und einem Bürgerantrag will der Verein im Bündnis mit anderen Druck auf die Bremer Politik machen.
Kampagnenförderung: 15.000 Euro
https://einsteigen.jetzt/

Sichtbar und selbstbestimmt

Die Initiative ist eine Gruppe von Menschen aus Leipzig, die selbst sexualisierte Gewalt und Vergewaltigung erfahren mussten. Die Gruppe will Betroffene bei der Selbstorganisation unterstützen, Aktionen durchführen und so das Thema als gesellschaftliches Problem sichtbarer und besprechbarer machen. „Sichtbar und selbstbestimmt“ will die Betroffenen-Perspektiven in Debatten einbringen, auf die strukturellen Gründe für sexualisierte Gewalt hinweisen und verhindern, dass Vergewaltigungen weiterhin als tragische Einzelfälle diskutiert werden. Dazu will sich die Gruppe festigen, weitere Aktionsgruppen im Umland gründen und mit Podcast, Aktionen, Workshops und Vorträgen an die Öffentlichkeit gehen.
Starthilfe-Förderung. 7.200 Euro
https://www.sichtbarundselbstbestimmt.org/

 


Barnim für alle

Die Gruppe aus dem ostdeutschen Landkreis Barnim engagiert sich gegen Rassismus und für die Rechte von Geflüchteten. Die Initiative besteht aus geflüchteten BIPoc und wenigen weißen Menschen. Der Begriff BIPoc steht für Black, Indigenous und People of Colour, das heißt Schwarze Menschen, Indigene Menschen und Menschen mit Rassismuserfahrungen, die nicht als weiß, deutsch, westlich wahrgenommen werden. Die Initiative unterstützt Geflüchtete vor Ort bei der Selbstorganisation, trägt ihre Perspektive in die Öffentlichkeit, macht Druck bei Konflikten mit Ausländerbehörde und Sozialamt und versucht Abschiebungen aus dem Landkreis zu verhindern. Dazu organisiert „Barnim für alle“ Treffen und Workshops in den Übergangswohnheimen, bietet Beratung an und veranstaltet Demos. Die Gruppe will damit Leuchtturm-Projekt sein und überregional wirken, vor allem für den ostdeutschen ländlichen Raum. Die Bewegungsstiftung unterstützt diese Arbeit bis 2023 mit einer Basisförderung von insgesamt 65.000 Euro.

http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/

JUMEN

Die Organisation setzt sich für den Schutz der Grund- und Menschenrechte in Deutschland ein und unterstützt Betroffene von Menschenrechtsverletzungen dabei, ihr Recht durchzusetzen – auch vor Gericht. JUMEN arbeitet zu den Rechten von Geflüchteten, zum Thema Gewalt gegen Frauen und zum Recht auf Wohnen. Dabei geht es darum, mit dem Mittel der strategischen Prozessführung über den Einzelfall hinaus strukturelle Veränderungen zu erreichen. Wir haben den Aufbau der Organisation seit 2019 mit einer Basisförderung von 60.000 Euro unterstützt. Nun fördern wir mit einer weiteren Basisförderung von insgesamt 70.000 Euro den weiteren Ausbau des Fundraisings bis 2024.

https://jumen.org/

"Wir wählen"

Bei der Bundestagswahl im September werden die Stimmen von 8,5 Millionen volljährigen Bürger*innen fehlen, obwohl auch sie direkt von dem Ergebnis der Wahl betroffen sind. Sie haben keinen deutschen Pass. Ungleichheit in der Gesellschaft ist der Beginn von Ausgrenzung und Diskriminierung. Und die beginnt vor Ort, in der Kommune. EU-Staatsangehörige sind dort seit 25 Jahren wahlberechtigt, aber 5,3 Millionen sind weiter von der grundlegenden demokratischen Beteiligung – dem Wahlrecht – ausgeschlossen. Das Kampagnen-Netzwerk „Wir wählen“ will das kommunale Wahlrecht für alle Menschen erstreiten, die in Deutschland leben. In 14 von 27 EU-Staaten ist das schon unaufgeregte Praxis. Zur Bundestagswahl im September 2021 will das Bündnis mit symbolischen Wahlen, öffentlichen Aktionen und einer gemeinsamen bundesweiten Online-Wahl auf den derzeitigen Ausschluss einer großen Bevölkerungsgruppe hinweisen und Menschen für gesellschaftliche Partizipation aktivieren.
Förderung: 12.000 Euro
wir-wählen.org/



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