Bewegungsstiftung

»Anstoß zum Schneeballeffekt« - Interview mit Gisela Keck

Sie sind seit knapp einem Jahr Stifterin der Bewegungsstiftung. Wie sind Sie zur Stiftung gekommen?

»Das erste Mal habe ich von der Bewegungsstiftung aus der taz erfahren. Meine Berliner Schwester hat mir den Artikel geschickt. Wenig später habe ich mich dann mit Jörg Rohwedder, dem Geschäftsführer der Stiftung, getroffen. Für mich ist es wichtig, welche Menschen hinter einem Projekt stehen, ob ich ihnen vertrauen kann und einen Draht zu ihnen entwickle. Das Gespräch mit Jörg Rohwedder war sehr aufschlussreich und hat mich überzeugt, dass die Bewegungsstiftung das Richtige für mich ist. Besonders beeindruckt hat mich, wie der Foebud e.V. als Förderprojekt die Einführung der Schnüffelchips in den Produkten des Metrokonzerns zunächst verhindert hat. Das hat mir gezeigt, dass die Förderarbeit der Stiftung einen wichtigen Unterschied machen kann.«

Was hat Sie motiviert, Stifterin zu werden?

»Die Schieflage in unserer Gesellschaft wird immer größer. Der Staat zieht sich aus vielen Bereichen zurück und vergrößert die sozialen Probleme. Beispiel Schulen: Da wird immer mehr gespart und gleichzeitig beklagt man sich, dass immer mehr junge Leute den Anschluss verlieren und aus ihren prekären Milieus nicht herausfinden. An anderen Stellen wird für Prestigeprojekte das Geld verschleudert. Wenn soziale Bewegungen hier Veränderungen einfordern, dann löst das die Probleme von den Wurzeln her. Die Bewegungsstiftung fördert Basisgruppen, die etwas ändern wollen, und dafür gebe ich gerne etwas.«

Waren Sie selbst in sozialen Bewegungen aktiv oder sind Sie es noch?

»Seit vielen Jahren unterstütze ich Connection e.V. in Offenbach. Sie helfen Menschen überall dort, wo Krieg ist, "Nein" dazu zu sagen und zu desertieren - sei es in der Türkei, in Eritrea, auf dem Balkan oder im Irak. Die Menschen, die das organisieren, will ich nicht im Regen stehen lassen und unterstütze sie finanziell, soweit ich kann. Selbst aktiv war ich aber in einer sozialen Bewegung nie.«

Die Bewegungsstiftung will Anstöße für soziale Bewegungen geben. Konnte die Stiftung auch Ihnen persönlich Anstöße geben?

»Sie hat mir den Anstoß gegeben, weitere StifterInnen zu gewinnen. Meine Berliner Schwester ist inzwischen auch Stifterin geworden. Und zur Tagung der Stiftung Anfang Dezember in Bad Boll werde ich meine beiden Schwestern und meine Tochter mitbringen. Solche Schneeballeffekte wird die Bewegungsstiftung sicherlich immer wieder nach sich ziehen. Das dauert manchmal länger, als man sich das vielleicht wünscht. Bisher ist aber auch schon vieles erreicht worden. Anstrengend finde ich, wenn wiederholt die Konzeption der Stiftung bis ins Detail dargestellt wird. Doch das ist sicher wichtig, damit Neue gut informiert werden.«

Relativ vermögend zu sein, empfinden einige Stifter/innen auch als Belastung. Für andere stehen vor allem die Chancen, die sich daraus ergeben, im Mittelpunkt. Wie ist das bei Ihnen?

»Relativ vermögend zu sein, sehe ich zuallererst als eine Chance und Verpflichtung an, dort zu helfen, wo es nötig ist - mal bei der Bewegungsstiftung und mal woanders. Wenn Menschen zudem bei der Stiftung darüber ins Gespräch kommen, wie sie mit ihrem Vermögen umgehen, dann finde ich das sehr gut. Denn im Freundeskreis kann das oft kein Thema sein.«


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