Bewegungsstiftung

taz Panter Preis für Digitalcourage und Women in Exile (13.09.2014)

Quelle: Women in Exile

Verden, 14. September 2014 – Herzlichen Glückwunsch! Digitalcourage und Women in Exile haben gewonnen! Eine prominente Jury und LeserInnen der taz haben gleich zwei Projekte der Bewegungsstiftung und ihrer Treuhandstiftung bridge mit dem taz Panter Preis geehrt. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde den PreisträgerInnen am Samstag auf einer großen Benefiz-Veranstaltung im Deutschen Theater Berlin überreicht. Der Preis würdigt zum 10. Mal Menschen, die sich mit großem persönlichen Einsatz für andere stark machen sowie Kollektive, die sich mutig und kreativ für den gesellschaftlichen Wandel einsetzen.

„Die AktivistInnen von Digitalcourage arbeiten seit vielen Jahren unermüdlich für Bürgerrechte in der digitalen Gesellschaft – und das schon, als noch niemand über NSA und Edward Snowden sprach. Dass sie für diesen langen Atem nun auch öffentlich ausgezeichnet worden sind, freut mich besonders“, sagt Matthias Fiedler, Geschäftsführer der Bewegungsstiftung. "Einen solch langen Atem werden auch die Frauen von Women in Exile brauchen. Ich bin mir sicher, dass die breite Wertschätzung durch den Publikumspreis nach einer langen Floßtour durch Deutschland das richtige Zeichen zur richtigen Zeit für die Gruppe ist", so Fiedler weiter. Mit einer Floßtour quer durch Deutschland unterstrichen die Frauen in diesem Sommer ihre Forderung nach einer Unterbringung von Flüchtlingsfrauen und deren Kindern in Wohnungen.
 
"Wir freuen uns sehr über diesen Preis und sehen ihn als Ausdruck einer wachsenden Solidarität mit den Kämpfen von Flüchtlingsfrauen“, sagt Elisabeth Ngari, Preisträgerin und Mitbegründerin von Women in Exile. „Diese Solidarität brauchen wir auch sehr, denn zur Zeit plant die Bundesregierung mehrere Schritte zu unserer weiteren Entrechtung. Schon nächste Woche soll mit dem Gesetz zur Definition neuer sogenannter 'sicherer Herkunftstaaten' noch mehr Asyl suchenden Frauen als bisher ihr Recht auf Schutz genommen werden.“

Für eine Kampagne des Vereins Digitalcourage zur Verhinderung der Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland hat die Stiftung bridge 11.000 Euro zur Verfügung gestellt. Auch nachdem im April 2014 der Europäische Gerichtshof die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung gekippt hat, fordern Hardliner in der Regierung die Rückkehr zur flächendeckenden Überwachung von Kommunikationsdaten. Der Bürgerrechtsverein Digitalcourage will mit seiner Kampagne das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung jetzt und auf Dauer in Deutschland sowie europaweit ähnliche Gesetze verhindern. Zur von Digitalcourage mitorganisierten Großdemo "Freiheit statt Angst" gegen Überwachung am 30. August in Berlin gingen rund 6500 Menschen auf die Straße.

Der taz Panter Preis hat sich seit der ersten Verleihung im Jahr 2005 zu einem wichtigen Wegbereiter für soziale Bewegungen und Aktive entwickelt, die sich für den gesellschaftlichen Wandel einsetzen. Zu den PreisträgerInnen der vergangenen Jahre gehören Benny Adrion vom FC St. Pauli, der das Wasserhilfsprojekt Viva con Agua ins Leben gerufen hat, das mittlerweile zu einer bekannten Mineralwasser-Marke geworden ist. Im vergangenen Jahr erhielt den Preis die Jobcenter-Rebellin Inge Hannemann. „Die Verleihung des taz Panter Preises an Digitalcourage und Women in Exile unterstreicht nicht nur die Wichtigkeit des Engagements beider Projekte, sondern zeigt auch, dass die Bewegungsstiftung mit ihrer langjährigen Expertise schon früh gesellschaftlich brisante Themen erkennt und an der richtigen Stelle mit ihrer Förderung ansetzt“, so Fiedler.

Die Bewegungsstiftung mit Sitz in Verden bei Bremen hat seit ihrer Gründung 2002 soziale Bewegungen mit mehr als zwei Millionen Euro gefördert. Sie ist eine Gemeinschaftsstiftung, die von über 140 Stifterinnen und Stiftern getragen wird. Zweimal im Jahr vergibt sie Förderungen an soziale Bewegungen. Die Stiftung bridge ist eine Treuhandstiftung unter dem Dach der Bewegungsstiftung, die sich für Bürgerrechte in der digitalen Gesellschaft einsetzt.

Mehr über Digitalcourage unter: http://www.stiftung-bridge.de/foerderung2014.html
Mehr über Women in Exile unter: http://bit.ly/foerderung2013
Allgemeine Informationen: http://www.bewegungsstiftung.de und http://www.stiftung-bridge.de
Pressekontakt: Johanna Treblin, Bewegungsstiftung
04231/957 539, treblin at bewegungsstiftung.de

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