Bewegungsstiftung

Wann wir schreiten Seit' an Seit'

tageszeitung, 21.10.2019

Mieterbündnis, Extinction Rebellion, Seebrücke: Bewegungen berieten über gemeinsames Vorgehen

Von Katharina Schipkowski

Was kann das Mieter*innen-Bündnis „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ von der Organisation geflüchteter Frauen „Women in Exile“ lernen? Und wie können sie ihre unterschiedlichen Interessenfelder künftig verbinden? Zu diesen Fragen hatte die Bewegungsstiftung am Wochenende 20 NGOs und Initiativen zur Tagung „Zusammen wirken“ nach Berlin geladen.Ziel war es, gemeinsame Strategien gegen die Klimakatastrophe, den Rechtsruck und die Abschottung Europas zu entwickeln. Es war die erste so breit und offen angelegte Konferenz sozialer Bewegungen in Deutschland. Unter den Teilnehmer*innen waren Aktivist*innen der Seebrücke, Afrique-Europe-Interact, Fridays for Future, Zwangsräumungen verhindern, Frauenstreik und Extinction Rebellion.„Bei vielen politischen Themen steuern die Diskussionen gerade auf den entscheidenden Punkt zu“, sagte Wiebke Johanning, Sprecherin der Bewegungsstiftung. Daher sei es wichtig, Kräfte zu bündeln. Der Erfolg des „unteilbar“-Bündnisses etwa habe gezeigt, dass Themen wie Migration und Klimaschutz nicht unverbunden nebeneinanderstünden, sondern zusammengedacht werden müssten.Neben der Förderung von zivilgesellschaftlichem Engagement sieht sich die Bewegungsstiftung auch als Plattform für Vernetzung. Für die meisten teilnehmenden Gruppen stand dieser Aspekt im Vordergrund. Für selbst organisierte Refugee-Gruppen etwa ist es oft nicht einfach, mit anderen Bewegungen in Austausch zu kommen, weil ihnen die Ressourcen fehlen und die konkrete Verbesserung ihrer prekären Lebensumstände ihren Kampf bestimmt.So erklärte Elisabeth Ngari von Women in Exile Schüler*innen von FFF, warum die Klima­krise für viele Menschen eine Fluchtursache sei. Woraufhin die Schüler gesagt hätten: „Wir können euch helfen, wir können mit unserem Lehrer reden.“ Genau darum gehe es nicht, sagte Ngari – ums Helfen. Stattdessen müssten Aktivist*innen lernen, auf Augenhöhe zu kommunizieren und gemeinsam Lösungen zu finden.Bewegungen wie Fridays for Future oder unteilbar räumten ein, dass sie zu homogen sind – weiße, gut gebildete, junge Menschen stellen den Hauptteil ihrer Mitglieder. „Wir müssen auch die rassistische, sexistische und kolonialistische Dimension der Klimakrise begreifen“, sagte Maximilian Reimers von Fridays for Future. Um gemeinsam für globale Gerechtigkeit zu streiten, müsse man zuallererst weg von der akademischen Sprache.Diskutiert wurden auch Fragen wie „Wie kann man radikale Forderungen artikulieren, ohne die Öffentlichkeit zu verprellen?“ oder „Wie kann Strategieentwicklung attraktiver werden im Vergleich zu direkten Aktionen?“. Am Sonntag gab es Ergebnisse: Eine Gruppe plant, eine Broschüre in Bildsprache zu erstellen, die Flüchtenden durch die Sahara helfen soll. Eine andere will eine Soli-Kampagne für linke Projekte im rechten Umfeld organisieren. Die Vernetzung soll auf einem Kongress für Utopien im kommenden Jahr in Leipzig weitergehen.

www.taz.de

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