Bewegungsstiftung

Armes Deutschland, reiches Deutschland (I) - Spurensuche in einem auseinanderdriftenden Land

Süddeutsche Zeitung vom 09.12.2006

Die Gesellschaft besteht aus Teilen. Der eine ist zufällig Millionär, der andere zufällig Hartz-IV-Empfänger - beide haben etwas zu geben, was sich zu einem Ganzen zusammenfügen könnte.

von Evelyn Roll

Er war 17 Jahre alt, als sein Vater an einem Gehirnschlag starb. Zur Testamentseröffnung kamen acht Geschwister und Halbgeschwister mit ihren Müttern, den drei Ehefrauen, die der Vater in seinem Leben hatte. Da wurden eine Menge Sätze, Firmennamen und Zahlen vorgelesen, die der Junge nicht verstand, die ihn auch noch nicht wirklich interessierten. Aber eines verstand er sofort: Ich bin reich, sehr reich. Ich werde nie in meinem Leben arbeiten müssen. Jedenfalls nicht, um Geld zu verdienen.

Heute ist er 35 Jahre alt und Multimillionär. Beruf: Privatier. »Ja, kommen Sie nach Schwäbisch-Hall. Wir können reden«, sagt er am Telefon. »Aber nur, wenn Sie meinen Namen anonymisieren.« Klaus Maier wollen wir ihn nennen. So hat er es selbst vorgeschlagen.

Er wollte da raus

Als Ralf Engelke 17 Jahre alt war, hatte er endgültig verstanden, dass sein Hauptschulabschluss überhaupt nichts wert war. Neun Kinder von drei Vätern waren sie zu Hause. Die Wohnung war viel zu klein. Immer gab es Streit. Nicht immer gab es was zu essen. Rumtreiben, auf Trebe gehen, was organisieren, das war seine Kindheit. Er wollte da raus.

Optiker wäre er gerne geworden, noch lieber Fotograf. Aber die wenigen freien Lehrstellen gingen an Abiturienten. Also lernte er Fotolaborant. Es gab dann aber in Berlin keinen Job für einen Fotolaboranten. Er machte eine zusätzliche Computer-Ausbildung. Er zog um nach Kassel. Aber er fand trotzdem keine Arbeit.

Arbeiten verboten

Dann arbeitete er ehrenamtlich für Greenpeace und gab sein letztes Geld aus für eine Fortbildung in Baubiologie. Und so bekam er seine erste und bisher einzige Stelle. Bei Greenpeace. Als Koordinator für die Kontaktgruppen. Als die Spenden an Greenpeace zurückgingen und 200 Leute entlassen werden mussten, war es vorbei.

Heute ist Ralf Engelke 42 Jahre alt und bezieht Arbeitslosengeld II, »ALG II nach Hartz IV«, wie er sagt. Wie oft er sich vergeblich beworben hat? Und für was alles? Er weiß es nicht mehr. »Sie werden lachen«, sagt er, »ein paar Mal bin ich nur knapp an der Frauenquote gescheitert.« Kann sein, dass er nie mehr in seinem Leben arbeiten darf, jedenfalls nicht für Geld.

Nein, dieses wird nicht einfach noch eine Geschichte vom sehr reichen und sehr armen Mann und von der Schere zwischen Arm und Reich, die in Deutschland immer weiter auseinandergeht.

Weil die Lebensgeschichte des ALG-II-Empfängers im Berliner Wedding und die Lebensgeschichte des Multimillionärs in Schwäbisch-Hall sich an einer ungewöhnlichen Stelle berühren, die konkrete Hinweise birgt für einen denkbaren Ausweg aus der Krise und aus dem Arm-Reich-Dilemma.

Ein Ausweg, den der Finanzwissenschaftler Giacomo Corneo als »New Deal für Deutschland« vorgeschlagen hat, in Anlehnung an die Wirtschafts- und Sozialreformen in den USA der dreißiger Jahre. Und deswegen muss noch schnell von einem Spiel erzählt werden, bevor wir uns in den Zug nach Schwäbisch-Hall setzen, um den Multimillionär zu besuchen, den wir Klaus Maier nennen sollen.

Was macht ein Diktator mit 100 Euro?

Es ist ein wissenschaftliches Experiment aus dem Labor der Spieltheoretiker. Es verblüfft Ökonomen immer wieder. Es heißt das Diktator-Spiel. Es ist so langweilig, dass Kinder nie auf die Idee kämen, es zu spielen. Es ist in Laborsituationen Tausende Male wiederholt worden und geht so: Von zwei Spielern bleibt der eine vollkommen passiv. Der andere ist der Diktator.

Der Diktator bekommt 100 Euro und entscheidet, wie viel von dieser Summe er für sich behält und wie viel er an den anderen abgibt. Nach dieser Entscheidung wird das Geld aufgeteilt und bleibt bei den Spielern. Die Spieler kennen sich nicht, können sich gegenseitig auch nicht in die Augen schauen und werden sich nie wiedersehen.

Die Diktatoren geben im Durchschnitt 20 Euro ab. Das ist eine rein ökonomisch gesehen vollkommen unrationale und überflüssige Handlung, mit der die Spieler sich offenbar ein gutes Gefühl und ein Stück Fairness kaufen. Fairness scheint also ein gattungsspezifisches Bedürfnis des Menschen zu sein.

Wenn man aus dem Diktator-Spiel das Ultimatum-Spiel macht, wird es noch interessanter: Jetzt schlägt der erste Spieler die Aufteilung des Geldes nur vor. Der zweite Spieler kann den Vorschlag entweder annehmen, dann wird die Summe entsprechend aufgeteilt, oder ablehnen, dann bleiben die 100 Euro ganz im Labor, und keiner der beiden bekommt etwas.

Gerechtigkeit ist ein Bedürfnis

Der durchschnittliche Betrag, den der erste dem zweiten Spieler jetzt anbietet, liegt zwischen 30 und 40 Euro. Und das scheint auch klug zu sein. Bei einer geringeren Summe verzichten die meisten zweiten Spieler in allen Tests lieber ganz, als ein Ergebnis hinzunehmen, das sie als ungerecht empfinden. Gerechtigkeit scheint also ein noch stärkeres gattungsspezifisches Bedürfnis des Menschen zu sein. Man kann das im Büro oder mit Freunden ausprobieren.

Am Bahnsteig in Schwäbisch-Hall steht ein junger, unauffälliger Mann in einem braunen Wollmantel. Kurze Haare, Brille, ein kleiner Ring im linken Ohr. Seine Frau sei leider mit dem großen Auto unterwegs, sagt er und öffnet auf dem Bahnhofsparkplatz den Deckel vom kleinen Auto.

»Achtung, Leichtbauweise. Sie dürfen nicht auf den Boden treten. Am besten machen Sie mir alles nach. Ihren linken Fuß hier auf diese Stange, ja, dann dort festhalten, gut, jetzt reingleiten lassen und den anderen Fuß auf das Pedal setzen.«

Das Twike ist ein Elektrohybrid. Man fährt, wenn man erst einmal drin liegt, ganz normal mit automatischem Getriebe, Bremse, Hupe und 80 Stundenkilometer Spitze, aber man kann auch in die Fahrradpedale mit Gangschaltung treten, dann hält die Batterie länger und die Reichweite erhöht sich. Die Dinger werden in der Schweiz gebaut. Dieses ist nur der Prototyp zum Üben. Nächste Woche kommt das bestellte Serienmodell. In Ferrari-Rot.

»Bonzensohn« und »Brillenschlange«

Wir müssen noch am Öko-Markt vorbeifahren, Milch einkaufen und Schweine bewundern. Eine Rasse, die schon fast ausgestorben war und hier jetzt superöko ernährt wird. Dann stehen wir in Schwäbisch-Hall vor einem der alten, neben den anderen eher unscheinbaren Stadthäuser, das im Inneren raffiniert saniert und ausgebaut ist.

»Bonzensohn« haben sie ihn genannt in der Grundschule des kleinen Dorfes, in dem er aufgewachsen ist. Und »Brillenschlange«, das war noch schlimmer. Die Klassenkameraden waren die Kinder von Angestellten des Vaters. Am Gymnasium in Schwäbisch-Hall wurde es dann besser. Der Vater war ein strenger Patriarch. Die Grünen, für die sein Sohn sich interessierte, waren für ihn nichts als gewendete und vom Osten bezahlte Rote.

Nach dem Abitur hat Klaus Maier ein Physikstudium angefangen, eine Töpferlehre gemacht und beim freien Radio Stöhrfunk gearbeitet. Er kaufte ein Haus, in dem er mit seinen Freunden eine Wohngemeinschaft versuchte. Dann kaufte er eine Kneipe.

Eingepflanzte GPS-Chips

Er unterstützte Umweltorganisationen und Menschen, die originelle Geschäftsideen hatten, aber keinen Kredit bei der Bank. Er kaufte und sanierte ein Mietshaus in Berlin-Mitte mit einer Kneipe im Erdgeschoss: »Das mit dem Häuslebauen haben wir Schwaben nun einmal so im Blut.«

Und als eine Zeitung über den jungen Multimillionär berichtete, der in Berlin-Mitte auf der Dachterrasse seines Hauses im Strandkorb sitzt und seine ethisch korrekt angelegten Geldströme lenkt, war der Teufel los.

Es kamen Irre und Arme, Menschen mit schlechten Geschäftsideen, Menschen mit guten Geschäftsideen. Und vor allem schrieben Sicherheitsfirmen und Detektive, die anboten, ihn vor Entführung und sein Vermögen vor Dieben und Betrügern zu beschützen.

Man muss ja nur die Festungsvillen gesehen haben, in denen sich die Reichen von Starnberg, Kitzbühel oder den Hamburger Alstervororten inzwischen verstecken. Es soll sogar Menschen in diesem Land geben, die sich und ihren Kindern GPS-Chips unter die Haut haben pflanzen lassen, aus Angst vor Entführung.

»Das kann es doch nicht sein«

Auch deswegen gab es nach dem Zeitungsartikel Krach mit den Geschwistern. Und seither ist vereinbart, dass wenigstens der Name geschützt werden muss, wenn er wieder einmal meint, unbedingt mit Journalisten sprechen zu müssen.

Klaus Maier hat in dieser Zeit immer gedacht: Das kann es doch nicht sein. Da muss es doch noch etwas anderes geben. Er wollte mit seinem Geld etwas Vernünftiges bewirken. Es sollte möglichst viel gesellschaftlichen Nutzen bringen und möglichst wenig Schaden anrichten. Es muss, dachte er, doch auch noch mehr Menschen geben, denen es geht wie mir. Und dann fand er die »Bewegungsstiftung«.

Etwa 50 Milliarden Euro werden zur Zeit Jahr für Jahr in Deutschland vererbt oder verschenkt. Und nicht alle Erben sind damit zufrieden, sich eine Hochseeyacht zu kaufen und zuzuschauen, wie das Geld sich vermehrt. Junge, reiche Erben, die gedanklich eher den sozialen Bewegungen aus dem Attac-Umfeld als der FDP nahestehen, haben sich deswegen in der »Bewegungsstiftung« zusammengetan.

5000 Euro zur Probe

Sie wollen keine Wohltäter sein. Sie wollen »stiften gehen«, damit sich etwas ändert in der Sozialpolitik und in der Umweltpolitik. Lieber den »Change« fördern, statt die »Charity«. Fünf Millionen Euro werden bis zum Jahresende in der Stiftung stecken. Von den Zinsen werden Kampagnen und Aktionen der sozialen Bewegung bezahlt.

»Genau so etwas hatte ich gesucht«, sagt Klaus Maier. Erst stiftete er 5000 Euro zur Probe. Und weil die Stiftung nach einem Genossenschaftsmodell funktioniert, hatte er damit schon ein Stimmrecht und konnte die anderen kennenlernen. Er war begeistert.

Bald hat er mehr gestiftet, 350.000 Euro insgesamt sind es bisher. Und er hat unter dem Dach der Bewegungsstiftung seine eigene Stiftung gegründet für Bürgerrechte in der digitalen Gesellschaft.

Das klingt toll. Bestimmt wäre sein strenger Vater sehr stolz auf ihn, wenn er das noch erlebt hätte, oder? Die Antwort kommt ein wenig traurig und sehr schnell: »Nein! Bestimmt nicht!«

Der Berührungspunkt

Inzwischen bearbeitet Klaus Maier in der erweiterten Geschäftsführung der Bewegungsstiftung die Förderanträge. Sie geben Geld an die »Bürgerbewegung gegen das Bombodrom in der Wittstocker Heide«, gegen eine Öl-Pipeline durch Ecuador, für die Sozialinitiative »Vorsicht! Arbeitslosengeld II« und auch für das »Notruftelefon gegen Zwangsumzüge«.

Und damit sind wir an dem angekündigten Berührungspunkt. Wenn man die – dank des Zuschusses der Bewegungsstiftung kostenlose – Telefonnummer 0800-272778 anruft, meldet sich Ralf Engelke. Er sitzt dann in seiner ungeheizten Wohnküche im Berliner Wedding am anderen Ende der Gesellschaft gewissermaßen und will dasselbe wie Klaus Maier: »den Change«.

Ralf Engelke sieht aus, als wäre er ein Bruder von Klaus Maier. Er zieht sich auch ganz ähnlich an. Kann sein, dass sogar die Brillen zufällig die gleichen Modelle sind. »Wir Bezieher von ALG II werden ja nicht nur damit beschäftigt, immer wieder nachzuweisen, dass wir Arbeit suchen, die es, wie alle wissen, gar nicht gibt, sondern auch damit, in kostengünstige Wohnungen umzuziehen, die es auch nicht gibt«, sagt er.

Winter ohne Heizung

Wenn es aber an die Wohnung geht, dann geht es wirklich an die Substanz. Die »angemessene« Brutto-Warmmiete für einen Ein-Personen-Haushalt in Berlin ist 360 Euro, 440 Euro für zwei Personen. Die meisten Bezieher von Arbeitslosengeld II, die hier anrufen, liegen ein paar Euro drüber und haben von ihrem Job-Center einen Bescheid bekommen, dass sie ihre Wohnkosten entweder senken oder umziehen müssen. Und dann sind sie in heller Panik.

Das Schlimmste an Hartz IV ist für Ralf Engelke die Willkür der Job-Center. Er kennt das jetzt lange genug. Er ist intelligent. Er kann sich wehren. Wenn sie ihn zum zehnten Mal zu einer Fortbildung schicken, bei der er lernen soll, wie man sich richtig bewirbt, dann steckt er den USB-Stick in die Hosentasche, auf dem seine Bewerbungsunterlagen vom letzten Mal gespeichert sind. Den Stick schiebt er dann beim Lehrgangsleiter in den Computer und sagt: Also, was wollen wir dieses Mal noch verbessern oder ändern?

Er will auch anderen helfen, sich zu wehren. Es gibt Menschen, die sind schon umgezogen, weil die Leute im Job-Center sie nicht auf die gesetzlichen Ausnahmen und Härtefallregelungen hingewiesen haben. Andere leben den ganzen Winter ohne Heizung aus Angst vor einem Zwangsumzug. Niemand in diesem Land ist über den warmen Winteranfang glücklicher als die von Hartz IV Betroffenen.

Sätze wie Befreiungsschläge

Ralf Engelke weiß, dass der Satz: »Wo steht das?« oder »Ja, gerne, aber nach welcher Verordnung ist das so?« in den Job-Centern des Landes oft wie ein Befreiungsschlag wirkt. Was ist das für ein Staat, der den Starken gegenüber so schwach ist und den Schwachen so viel Druck macht? Warum werden Vermögen nicht höher besteuert und Erbschaften? Warum traut sich keiner mehr, sich in einen Menschen mit unsicherem Arbeitsplatz zu verlieben, aus Angst vor den finanziellen Zwängen einer Bedarfsgemeinschaft?

Es sind die Fragen und Antwortansätze, die wir in Schwäbisch-Hall auch gehört haben, die sich viele in diesem Land stellen, vor allem seit den jüngsten zu Recht als Demokratiekatastrophe empfundenen Wahlergebnissen. Die Programmdebatten in beiden großen Parteien drehen sich um nichts anderes.

Macht es Sinn zu versuchen, das Bedürfnis nach Fairness und Gerechtigkeit der Bevölkerungsmehrheit einem als richtig empfundenen Reformmodell anzupassen? Oder muss man umgekehrt das Modell den Wünschen der Bevölkerungsmehrheit anpassen, um die Mehrheit nicht zu verlieren?

Offenbar wollen ja sogar viele Reiche und sehr Reiche nach fast 60 Jahren sozialer Marktwirtschaft nicht einfach umschwenken auf das amerikanische Modell. Was ist es denn wert, die reichste Volkswirtschaft der Welt zu sein, wenn zugleich 20 Prozent der Amerikaner gar nicht krankenversichert sind?

Der ALG-II-Bezieher Ralf Engelke und der Multimillionär Klaus Maier kennen sich nicht. Aber sie haben die gleichen Fragen, die gleichen Antworten, sogar die gleiche Sprache. Sie würden sich ganz sicher gut verstehen. Sie würden sich mit sehr vielen in diesem Land gut verstehen, die sich Sicherheit, Planbarkeit, Abwesenheit von Armut, sozialen Frieden, gesunde Nahrung und eine saubere Umwelt wünschen. Und die dafür, wie die Probanden im Diktator-Spiel, durchaus auch Geld abgeben wollen, wenn sie selbst Geld genug haben.

Leidenschaft zu Steuertabellen

Und weil das so ist, haben wir auch noch Professor Dr. Dr. Giacomo Corneo an der FU Berlin besucht. Er lehrt dort Volkswirtschaft und Finanzwissenschaft. Er studierte in Mailand, Paris und Bonn. Er forschte in Berkeley und Philadelphia und war Berater beim französischen Finanzminister. Er ist mit einer Pianistin verheiratet und hantiert leidenschaftlich mit Steuertabellen und der Verteilung von Bruttoeinkommen.

Giacomo Corneo war einer der Ersten, der vorrechnete, dass und wie die rot-grüne Steuer- und Arbeitsmarktreform das deutsche Wirtschaftssystem ein Stück näher an das der Vereinigten Staaten heranrücken würde. Dass und warum es die Reichen reicher, die Armen aber immer ärmer machen würde. Damals wollte das zwar noch niemand hören, außer einem Zeitungsredakteur, der ein Interview mit Corneo machte, und einer Literaturagentin, die das Interview las und Corneo drängte, seinen »New Deal für Deutschland« aufzuschreiben.

Von Sozialromantikern und Sozialdarwinisten

Corneo ist ein magerer Mensch mit einem feinen, hintersinnigen Deutsch. Er findet, dass die Anliegen sowohl der »Sozialromantiker und irregeleiteten Keynes-Jünger wie auch die der neoliberalen Sozialdarwinisten« legitim sein mögen. »Aber ihre Standpunkte und Dogmen über die ökonomischen Zusammenhänge sind wissenschaftlich nicht haltbar. Und jeder Finanzwissenschaftler weiß das auch.«

Corneo setzt an zu einem furiosen Ritt durch die Geschichte des Landes auf seinem traurigen Weg in den Lohnsteuerstaat. Er ist überzeugt, dass man »ohne Autodafé sozialer Gesetzgebung und ohne Kreuzzug gegen die Gewerkschaften« die Krise lösen könnte.

Ideen fürs Nachtkästchen

Durch Umverteilung wie im Ultimatum-Spiel: Durch eine auf nationaler Ebene mit den Gewerkschaften koordinierte Lohnpolitik zur Senkung der Arbeitskosten, durch eine verschärfte Steuerprogression von bis zu 50 Prozent, durch höhere Erbschaftssteuer und mit einer 180-Grad-Wende zu deutlichen Mehrausgaben bei öffentlichen Investitionen.

Er wird jetzt immer häufiger zu Vorträgen eingeladen. Ein Studienfreund aus Bonner Zeiten ist von Corneos »New Deal« sogar so begeistert, dass er das Buch auf dem Nachtschrank neben seinem Bett liegen hat. Und das ist ja auch ein guter Platz für ein gutes Buch. Vor allem, weil der Studienfreund Jens Weidmann heißt und wirtschaftspolitischer Berater der Bundeskanzlerin ist. Der New Deal auf seinem Nachtschrank könnte also bald auch auf dem Schreibtisch von Angela Merkel landen.

 

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