Bewegungsstiftung

Reiche Erbin hilft Kita-Initiative

Hamburger Abendblatt vom 23.03.2004

Wenn die Initiative »Eltern für eine familiengerechte Betreuung« in Hamburg für ein gerechtes Kita-Card-System streitet, dann bekommt sie seit einiger Zeit finanzielle Hilfe. Hilfe von Menschen, die genügend Geld hätten, um auch das teuerste Kindermädchen der Welt zu bezahlen. Die Kita-Initiative steht auf der Förderliste einer ungewöhnlichen Stiftung, der »Bewegungsstiftung – Anstöße für soziale Bewegungen«.

Die Stiftung wurde im März 2002 von elf reichen Erben in Berlin gegründet, darunter Susann Haltermann (52) aus Hamburg. Die Stifter haben ein Ziel: Sie wollen den sozialen Wandel in der Gesellschaft fördern, geben dafür einen Teil ihres Vermögens her. Das Stiftungskapital beträgt inzwischen mehr als eine Million Euro, im ersten Jahr wurden Projekte mit insgesamt 70.000 Euro gefördert.

Mitgründerin Susann Haltermann ist ehemalige Lehrerin und studierte Kulturmanagerin. Einige Jahre betrieb sie mit einer Partnerin eine eigene Event-Agentur. Doch immer hatte sie das Gefühl, noch etwas anderes tun zu müssen. Sie spendete »nach dem Gießkannen-Prinzip«, wie sie es heute sieht. Um das Gewissen zu beruhigen. Bis sie auf die Bewegungs-Stifter stieß. Gleichgesinnte.

»Wandel statt Wohlfahrt. Nicht Symptome lindern, sondern die Ursachen verändern.« Das hat sie überzeugt. Als Beispiel für bereits erfolgten sozialen Wandel nennt sie etwas, das heute selbstverständlich erscheint: »Auch die Gleichstellung der Frau ging von einer sozialen Bewegung aus.«

Mehr als 40 Projekte haben sich bereits bei der Stiftung beworben. Derzeit werden fünf gefördert, darunter die Hamburger Kita-Initiative und in Berlin die Initiative zum Erhalt der Wittstocker Heide. Dort soll auf dem ehemals sowjetischen »Bombodrom« wieder der Bombenkrieg zur weltweiten Intervention geübt werden. Von zusammen 1700 Einsätzen, verteilt auf 200 Tage im Jahr, ist die Rede. Der Widerstand aus der Bevölkerung dauert bereits elf Jahre, Brandenburgs SPD und inzwischen auch die CDU sind ebenfalls gegen die Pläne der Bundeswehr.

In Hamburg bleibt abzuwarten, wie die neue Regierung mit dem Thema Kita und Krippenplätze umgeht. Für Susann Haltermann ist klar: »Es geht auch um den Erhalt von sozialen Errungenschaften. Krippen und Kita sind keine Aufbewahrungsorte, sondern dort werden Grundlagen gelegt – diese Chance muss für alle Eltern gelten.«

Mitglied der Bewegungsstiftung kann jeder werden. Das Besondere: Alle Mitglieder haben Mitbestimmungsrecht darüber, wer gefördert werden soll. Informationen gibt es unter www.bewegungsstiftung.de

 

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