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Stärkt die Rente!

Frankfurter Rundschau, 18. November 2016

Gesetzliche Altersvorsorge ist besser als private

Von Kirsten Paul

Sie ist das vermeintliche Sorgenkind der Politik: Die gesetzliche Rente. Schuld an der Misere sei der demografische Wandel mit künftig zu wenigen Beitragszahlern und zu vielen Rentenbeziehern. Es drohten sinkende Renten und steigende Beitragssätze.

Die Lösung für das angebliche Problem wird den verunsicherten Arbeitnehmern mantra-artig über alle Kanäle eingetrichtert: Zusätzliche betriebliche und private Altersvorsorge seien alternativlos. Gestatten Sie mir ein offenes Wort: Ich empfinde die Klüngelei von Politik und Versicherungswirtschaft als unerträglich!

Wer nachrechnet, stellt fest, dass er mit Riester- und Rürup-Verträgen oder betrieblicher Altersvorsorge keine finanziellen Vorteile hat. Vielmehr handelt es sich bei diesen „Eigenvorsorge-Verträgen“ um eine Subvention der Versicherungswirtschaft. Denn Abschlussprovisionen und laufende Vertragskosten fressen die erhaltenen Zuschüsse mehr als auf. Wer am Ende das eingezahlte Geld wiedersieht, kann froh sein. Denn woher sollen beim derzeitigen Niedrigst-Zinsniveau die Erträge kommen? Kapitalgedeckte Altersvorsorgeverträge werden so zum Bumerang für die Versicherten.

Was ist die Alternative? Die schlechtgeredete gesetzliche Rente! Deren Umlageverfahren hat den Vorteil: Die eingezahlten Beiträge werden direkt an die heutige Rentnergeneration ausgezahlt. Ein Anlage- oder Inflationsrisiko gibt es damit praktisch nicht.

Die Politik muss die gesetzliche Rentenversicherung für alle bezahlbar machen und für ausreichend hohe Renten sorgen. Unmöglich? Keineswegs. Alle Arbeitenden, also auch Selbstständige, Beamte, Freiberufler sollten in die gesetzliche Rente einzahlen. Eine deutliche Erhöhung oder sogar Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze darf kein Tabu mehr sein. Die Maximalrente für Hochverdiener sollte nach oben gedeckelt, die Rente für Geringverdiener dagegen durch Umverteilung erhöht werden.
Selbst eine Anhebung des Beitragssatzes wäre für Arbeitnehmer kein Thema, wenn die bisher privat erbrachten Vorsorgebeiträge künftig der gesetzlichen Rentenversicherung zu Gute kämen. Hier muss die Politik Beitragsparität und -solidarität von den Arbeitgebern einfordern.

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