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Keine Angst vor Inflation

Frankfurter Rundschau, 17. Januar 2017

Ein Patentrezept gegen das Inflationsrisiko gibt es nicht, ebenso wie es kein Recht auf Rendite gibt. Wer etwas Sinnvolles mit seinem Geld anfangen will, findet Alternativen.

Von Kirsten Paul

Ein Gespenst geht um in Deutschland. Das Gespenst der Inflation. Anfang Januar gab das Statistische Bundesamt die Inflationsrate im Dezember 2016 bekannt: Sie lag bei 1,7 Prozent. Im November hatte sie noch 0,8 Prozent betragen. Nun ist das Angstthema der Deutschen in aller Munde. Von der Enteignung der Sparer ist die Rede, die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank sei Schuld an der Misere. Experten empfehlen, das Tagesgeldkonto aufzulösen und in Immobilien, Gold, Aktien oder Investmentfonds zu investieren.

Doch statt in Hektik zu verfallen, sollten Sparer Ruhe bewahren und nachdenken. Was ist das kleinere Übel? Angenommen, die Inflationsrate läge auch im Jahresdurchschnitt bei 1,7 Prozent, dann hätten 10 000 Euro Kapital nach einem Jahr nur noch eine Kaufkraft von 9 830 Euro, nach zehn Jahren von rund 8 400 Euro.

Das klingt nach viel, doch auch bei „normalen“ Inflationsraten von bis zu 2,5 oder drei Prozent jährlich erscheinen viele Sachwertanlagen nur wenig sinnvoll, da sie laufende Kosten für Steuern, Instandhaltung und Verwaltung in oft gleicher Höhe verursachen.

Von daher ist ein Sparer auf eine gute Wertentwicklung seiner Anlage zwingend angewiesen, um gegenüber dem Tagesgeldkonto ein besseres Ergebnis zu erzielen. Hinzu kommen die Risiken der Sachwerte: Der Immobilienmarkt ist in vielen Städten überhitzt. Bei Edelmetallen, Aktien und Investmentfonds können die Kurse einbrechen.

Ein Patentrezept gegen das Inflationsrisiko gibt es nicht, ebenso wie es kein Recht auf Rendite gibt. Wer sein Geld auf dem Tagesgeldkonto belässt, der hat neben der Inflationsrate zumindest keine weiteren Verluste zu fürchten. Wer etwas Sinnvolles damit bewirken möchte, der könnte auch einen Teil davon in landwirtschaftliche Initiativen wie die Kulturland eG, die Bio Bodengenossenschaft oder eine Regionalwert-AG investieren.

Als Genosse oder Aktionär wird man hier Miteigentümer an ökologisch bewirtschafteten Ländereien, die an Landwirte zu günstigen Konditionen weiter verpachtet werden. Auch hier gibt es Verlustrisiken. Anstelle der üblichen Zinsen wird aber zumindest eine ethisch-ökologische Rendite erzielt, die allen zu Gute kommt.

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