Bewegungsstiftung

Anleitung zur Energiewende

Frankfurter Rundschau, 11.10.2018

Für Klimaschutz streiten kann man nicht nur auf Demos, sondern auch, indem man Kohleriesen wie RWE den Geldhahn zudreht.

Von Wiebke Johanning

Was für ein Anblick! 50 000 Menschen demonstrieren am Hambacher Forst für den Kohleausstieg und feiern den vorläufigen Rodungsstopp, den das Oberverwaltungsgericht Münster verhängt hat. Keine Frage: Die Klimaschutzbewegung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Menschen wollen keine weitere Landschaftszerstörung und kein weiteres Verfeuern von klimaschädlicher Braunkohle, deren Ende ohnehin unausweichlich ist, wenn wir die Pariser Klimaschutzziele einhalten wollen.

Doch für Klimaschutz streiten kann man nicht nur auf Demos, sondern auch, indem man Kohleriesen wie RWE den Geldhahn zudreht. Hier ein paar Vorschläge:

Stromanbieter wechseln: Wer seinen Strom noch von der RWE-Tochterfirma Innogy oder regionalen Versorgern wie Envia-M, Süwag und Westnetz, an denen RWE beteiligt ist, bezieht, kann kündigen, zu unabhängigen Ökostrom-Anbietern wechseln und im Freundeskreis für den Wechsel werben. Das tun derzeit viele: Die Ökostrom-Versorger verzeichneten im September doppelt so viele Neukunden wie sonst.

Eigenes Geld abziehen: Viele Großbanken und Investmentfonds sind in die Kohle-Branche investiert. Wer diese Geschäfte nicht mit seinem Geld unterstützen will, sollte zu Öko-Banken wechseln, seine Fondsanteile kritisch prüfen oder Druck auf Fonds machen, damit diese aus dem Kohlegeschäft aussteigen. Dass dies wirkt, zeigt eine Kampagne der NGO Urgewald zur Deka-Investment-Fondsgesellschaft der Sparkassen. Die ist auch bei RWE investiert und hat sich nach öffentlichem Druck nun für einen beschleunigten Braunkohleausstieg ausgesprochen.

Großanleger zum Kohleausstieg auffordern: Viele Kommunen, Universitäten und Bundesländer sind an RWE beteiligt. Die Fossil-Free-Bewegung macht das öffentlich und ruft zum Divestment auf.

Die Energiewende selbst anschieben: In vielen Städten streiten Bürger für eine Energiewende von unten. Sie machen Druck auf Kommunen, gründen Energiegenossenschaften und fordern den Rückkauf der Stromnetze von den Stromriesen. Je mehr Menschen sich an solchen Kampagnen beteiligen, desto eher gelingt die Energiewende. Also: Bringen wir das Geld in Bewegung!

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