Bewegungsstiftung

Erfolgsgeschichte BigBrotherAwards

Digitalcourage macht mit Negativ-Preis auf Datensünder aufmerksam

Oscar für Datenkraken - über diesen Negativpreis durften sich in den letzten Jahren schon Ursula von der Leyen, Facebook, Google und die Telekom ärgern. FOTO: Matthias Hornung

Wolfgang Schäuble hat ihn und die Deutsche Telekom, Ursula von der Leyen hat ihn und die Metro AG - ihnen allen und vielen anderen hat der Datenschutzverein digitalcourage (vormals FoeBuD) schon den BigBrotherAward verliehen. Mit diesem Negativ-Preis zeichnet der Verein jedes Jahr Firmen, Politiker und Institutionen aus, die für Datenschutzvergehen, für Überwachungsgesetze und uferlose Datensammlungen verantwortlich sind.

Hunderte Besucher kommen jedes Jahr zur festlichen Gala nach Bielefeld, wo der Verein digitalcourage seinen Sitz hat. Viele verfolgen die Preisverleihung auch im Live-Stream via Internet. Der ehemalige Innenminister Gerhart Baum schickte bereits ein Grußwort. TV, Radio und Medien von der Bildzeitung bis zu Spiegel Online berichten regelmäßig.

Diese Resonanz zeigt, welche Aufmerksamkeit dem Thema Datenschutz und Bürgerrechte mittlerweile entgegengebracht wird. Das ist auch ein Verdienst des Vereins digitalcourage, der im April 2008 mit der Theodor-Heuss-Medaille für sein außerordentliches Engagement für Bürgerrechte ausgezeichnet wurde. Denn mit dem BigBrotherAward macht digitalcourage öffentlich, wer für Datenklau und Überwachung verantwortlich ist. Die BigBrotherAwards machten Rabattkarten, Scoring, Mautkameras, Farbkopierer und Handyüberwachung als Gefahr für Bürgerrechte und Privatsphäre bekannt. Sie warnten schon früh vor der Gesundheitskarte und der Vorratsdatenspeicherung und kritisierten Ausländerzentralregister, Lauschangriff und Anti-Terrror-Gesetze.

Und manchmal wurden durch den BigBrotherAward sogar handfeste Skandale aufgedeckt. 2003 erhielt die Metro AG den Preis für einen Freilandversuch mit RFID-Funkchips auf den Waren in einem ihrer Supermärkte. Diese winzigen Chips mit Antenne enthalten Informationen über das Produkt und eine eindeutige Seriennummer und können per Funk ausgelesen werden, ohne dass die Kunden etwas davon merken. Wenig später deckte digitalcourage auf, dass der Konzern die Schnüffelchips auch in seinen Payback Karten versteckt hatte - ohne Wissen der Kunden. Der Fall ging durch die Presse und Metro musste die verwanzte Karte zurückziehen.

Neben dieser Aufklärungsarbeit macht digitalcourage auch Druck auf die Politik. Zusammen mit anderen Organisationen hat der Verein seit Jahren unter dem Motto »Freiheit statt Angst« Großdemos gegen Überwachung in Berlin auf die Beine gestellt. Er hat sich mit einem Forderungskatalog für Bürgerrechte in die Koalitionsgespräche eingemischt. Und er treibt den Kampf gegen die Vorratsdatenspeicherung weiter mit voran.

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