Bewegungsstiftung

Finanzierung für Ilisu-Staudamm ist geplatzt

Protestbewegungen machen Druck auf europäische Geldgeber

TeilnehmerInnen eines Solidaritätszuges kämpfen gegen den Bau des Ilisu-Staudamms und für die Rettung der Stadt Hasankeyf. FOTO: Doga Dernegi

Es ist eines der zerstörerischsten Großprojekte, die zurzeit in Europa geplant werden – der Ilisu-Staudamm im Südosten der Türkei. Er soll den Tigris aufstauen, um Strom zu erzeugen. Massenumsiedlungen, Armut, Umwelt- und Kulturgutzerstörung wären die Folge. Doch nun gibt es Grund zur Hoffnung. Deutschland, Österreich und die Schweiz haben ihre Kreditbürgschaften für Ilisu gestoppt. Damit ist die Finanzierung des Staudamms geplatzt – ein großer Erfolg für unser Förderprojekt »Gegenströmung«.

Denn »Gegenströmung« hatte zusammen mit anderen Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen im Rahmen der Stop-Ilisu-Kampagne immer wieder auf die fatalen Folgen des geplanten Staudamms hingewiesen. Über 55.000 Menschen würden ihre Heimat verlieren, der 10.000 Jahre alten Stadt Hasankeyf droht die Vernichtung und ein einzigartiges Ökosystem würde zerstört. Die staatlichen Exportkreditagenturen in Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten daraufhin ihre Bürgschaften an Auflagen im Bereich der Umwelt, Kulturgüter und Umsiedlung geknüpft. Weil die Türkei diese nicht erfüllte, widerriefen die Kreditversicherer Anfang Juli die Bürgschaften, mit denen das Risiko beteiligter Unternehmen wie der Stuttgarter Baufirma Züblin abgedeckt werden sollte.

Damit ist der Staudamm aber noch nicht endgültig gestoppt. Die türkische Regierung hat angekündigt, ihn trotz der ungeklärten Finanzierung realisieren zu wollen. Deshalb wollen die Staudammgegner nun für einen Meinungsumschwung in der Türkei sorgen. Viele türkische Prominente haben sich bereits der Kampagne angeschlossen und eine Unesco-Petition zum Schutz von Hasankeyf als Weltkulturerbe haben bisher fast 50.000 Menschen unterschrieben.

»Gegenströmung« wird derweil weiter Druck auf Züblin machen.  Außerdem kämpft das Bündnis für weitere Reformen bei der Vergabe von Hermes-Bürgschaften – damit Projekte wie der Ilisu-Staudamm in Zukunft gleich zurückgewiesen werden.



Mehr Infos unter:
www.gegenstroemung.org/drupal/de

www.m-h-s.org




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