Bewegungsstiftung

Christopher Laumanns

Christopher Laumanns denkt soziale und ökologische Fragen zusammen.

Nur allzu oft werden ökologische und soziale Fragen gegeneinander ausgespielt. So zum Beispiel jüngst beim Kohleausstieg: Um keine Arbeitsplätze zu gefährden und um eine angeblich drohende Stromlücke zu vermeiden, sollen ineffiziente, gesundheits- und umweltschädliche Braunkohlemeiler als Reservekraftwerke dienen, obwohl sie nicht flexibel in Betrieb zu nehmen sind, sondern mehrere Stunden brauchen, um hoch- und wieder runtergefahren zu werden. Das kostet die Steuerzahler*innen und Stromkund*innen Milliarden Euro gegenüber der zunächst diskutierten Lösung, diese Kraftwerke einfach stillzulegen – und damit aber auch viele gut bezahlten Industriejobs zu gefährden.

Christopher Laumanns (Jahrgang 1983) geht es darum, die Profitinteressen hinter diesen Entscheidungen aufzuzeigen und Lösungen zu entwickeln, die die vermeintliche Alternativlosigkeit aushebeln. Mit (ungehorsamen) Aktionen, Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Vorträgen und Workshops streitet er für eine Wirtschaft, die ein gutes Leben für alle ermöglicht.

Christopher bei einer Demo in Granada.

Begonnen hat er sein politisches Engagement 2004 an der Universität in Heidelberg. Bei den ersten Protesten gegen Studiengebühren fand er Freund*innen, mit denen er auch heute noch eng zusammenarbeitet. Der Freundeskreis befasste sich schon bald mit Globalisierungs- und Kapitalismuskritik, nahm an verschiedenen Castor-Blockaden teil und trug zu den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 im Rahmen des „blockaid“-Bündnisses bei.

2007 ging Christopher nach Granada in Spanien, ursprünglich im Rahmen seines Studiums. Schon bald beteiligte er sich dort an Hausbesetzungen und der Gründung des Autonomen Zentrums „Fábrica de Sueños“. Auch der in dieser Zeit entstandene Freundeskreis ist für Christopher immer noch ein wichtiger Bezugsrahmen und eine politische Inspiration.

Christopher auf der Degrowth-Konferenz in Leipzig

Zurück in Deutschland gründete er mit Freund*innen 2011 das Konzeptwerk Neue Ökonomie, ein Verein mit Sitz in Leipzig, der sich für eine soziale, ökologische und demokratische Wirtschaft einsetzt. Die Aktiven des Konzeptwerks versuchen, die eigenen Ansprüche in der alltäglichen Arbeit umzusetzen: so werden zum Beispiel alle Entscheidungen im Konsens getroffen und Gehälter nach Bedürfnissen ausgezahlt. Deshalb ist eine Förderung als Bewegungsarbeiter für Christopher auch eine Unterstützung für den bewegungsorientierten, basisdemokratischen Kontext, in dem er arbeitet. Christopher betont hierzu: „Ich engagiere mich immer in Gruppen, in denen wir im Konsens entscheiden. Das war zu Beginn gar keine bewusste Entscheidung, sondern einfach die Kultur, die sich selbstverständlich entwickelte. Jetzt macht es mir große Freude, Leuten diese Art sich zu organisieren näher zu bringen. Zugleich ermöglicht mir eine Förderung durch Pat*innen aber auch eine sehr freie Entwicklung meines Aktivismus, was ich sehr schätze.“

2014: Die erste Baggerblockade im Rheinland, welche "Ende Gelände" inspirierte und an der Christopher teilnahm. Foto: ausgeCOhlt

Das Konzeptwerk war sehr stark an der Organisation der Degrowth-Konferenz 2014 in Leipzig beteiligt, die für eine Woche lang 3.000 Menschen aus Aktivismus, Wissenschaft und alternativer Wirtschaftspraxis zusammenbrachte. Auf dem Abschlusspodium der Konferenz machte sich Christopher, einer der Pressesprecher*innen der Konferenz, für eine Verbindung von Degrowth- und Klimagerechtigkeitsbewegung stark.

Als sich nach der sehr erfolgreichen Degrowth-Konferenz der Organisationskreis der Konferenz auflöste, trieb Christopher mit zwei Freunden das entsprechende Folgeprojekt der Konferenz voran: Die Degrowth-Sommerschule zu Klimagerechtigkeit im August 2015. Sie beriefen Telefonkonferenzen und Plena ein, schrieben Konzepte und führten Finanzierungsgespräche mit Stiftungen, moderierten Treffen und vernetzten sich mit anderen Aktivist*innen. Seitdem arbeitet Christopher genau an diesem Zusammenbringen von Degrowth- und Klimagerechtigkeitsbewegung: einerseits indem er im Organisationskreis der Sommerschule mitarbeitet, andererseits durch sein Engagement bei der Massenaktion Zivilen Ungehorsams „Ende Gelände“.


Über uns

Die Bewegungsstiftung fördert soziale Bewegungen mit Zuschüssen und Beratung.

Fordern Sie Ihr kostenloses Info-Paket an! Oder erfahren Sie mehr in unserem Film.

Newsletter


Wir informieren Sie regelmäßig über die Arbeit der Stiftung.

Facebook Icon (by Dan Leech) Besuchen Sie uns
bei Facebook

(Wir empfehlen, aus Datenschutzgründen Facebook stets in einem gesonderten Browser zu nutzen.)

Twitter Icon (by Dan Leech) Folgen Sie uns
bei Twitter

Jetzt StifterIn werden! Protestbewegungen stärken 
und Teil des Netzwerks
werden!

Protest direkt unterstützen!
Mit einer Spende
in den Fördertopf 

Engagement möglich machen! Werden Sie PatIn einer BewegungsarbeiterIn.
Ab 10 Euro im Monat

Sie wollen die Welt verändern?
Wir unterstützen Sie mit Geld
und Beratung! Alle Infos finden Sie hier

Bewegungsstiftung
Artilleriestraße 6, 27283 Verden
info@bewegungsstiftung.de
PGP-Schlüssel
Telefon: 04231 - 957 540
Fax: 04231 - 957 541
Twitter: @bstiftung

Konto
Nr.: 46 314 400 | BLZ: 430 609 67 
GLS Gemeinschaftsbank
BIC: GENODEM1GLS 
IBAN:
DE56 4306 0967 0046 3144 00