Bewegungsstiftung

Förderprojekte im Jahr 2016

Kleiner Fünf

21 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern, 24 Prozent in Sachsen-Anhalt – nach den letzten Wahlerfolgen der AfD scheint der Einzug der Rechtspopulisten in den nächsten Bundestag so gut wie sicher. Die Kampagne „Kleiner Fünf“ stemmt sich dagegen. Sie will verhindern, dass eine rechtspopulistische Partei bei der Bundestagswahl 2017 fünf Prozent der Stimmen oder mehr erhält. Dazu wollen die Aktiven Menschen ansprechen, die mit den Positionen rechtspopulistischer Parteien nicht einverstanden sind, denen aber bisher Zeit, Informationen oder Netzwerke fehlten, sich gegen deren Wahlerfolg zu engagieren. Die Kampagne will Aktionsformate über Website, Verteiler, Smartphone-App und soziale Medien wie Facebook, Twitter und Youtube verbreiten und so Menschen zum Mitmachen bewegen. Kampagnenstart ist der Tag, an dem das genaue Datum der kommenden Bundestagswahl bekannt gegeben wird, also im Januar 2017.
Förderung: 15.000 Euro
Foto: Hewad Laraway

www.kleinerfuenf.de

Stoppt den Megastall!

An vielen Orten in Brandenburg versuchen engagierte Bürgerinitiativen den Bau von Megaställen zu verhindern. Dazu legen sie meist Widerspruch im Genehmigungsverfahren ein und gehen zusammen mit Umweltverbänden vor Gericht. Doch Klageverfahren gegen Massentierhaltungsanlagen sind teuer und aufwändig. Mit der Kampagne „Stoppt den Megastall“ will das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg nach dem erfolgreichen Volksbegehren gegen Massentierhaltung nun geplante Megaställe mit einer gemeinsamen Kampagne verhindern. Dazu will das Bündnis Einzelfälle landesweit bekannt machen, die Vernetzung und den Wissenstransfer zwischen den Initiativen fördern und sie beim Spendensammeln unterstützen.
Förderung: 15.000 Euro

www.stoppt-den-megastall.de

Putzfrauen-Power

Die Arbeitsbedingungen bei Sub-Unternehmern deutscher Hotels sind oft mies. Viele Reinigungskräfte bekommen regelmäßig anfallende Überstunden nicht bezahlt. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Urlaubsgeld gibt es für die wenigsten. Gleichzeitig wird das Arbeitspensum ständig erhöht. Opfer von Lohnraub, Schikanen und Ausbeutung im Reinigungsgewerbe sind oft Migrant*innen, in der deutlichen Mehrzahl Frauen. Mit seiner Kampagne „Putzfrauen-Power“ will der Verein aktion./.arbeitsunrecht die Betroffenen darin bestärken, gültige Arbeitsrechte selbstbewusst einzufordern. Durch Aufklärungs- und Protestaktionen sollen sie in Auseinandersetzungen mit Unternehmen unterstützt werden. Gleichzeitig will der Verein die wichtigsten Akteure der Reinigungs-Branche recherchieren, ihre Netzwerke erforschen und Aktionsmöglichkeiten aufzeigen.
Die Kampagne fordert: Hotels sollen die unternehmerische Verantwortung nicht länger auf Sub-Unternehmer abwälzen und Service-Personal stattdessen in Eigenregie versicherungspflichtig beschäftigen. Außerdem sollen sie grundlegende Mitbestimmungsrechte anerkennen.
Förderung: 15.000 Euro

https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/putzen

Leipzig kohlefrei

Die Kampagne „Leipzig kohlefrei“ will den Kohleausstieg von unten vorwärts bringen und erreichen, dass die kommunalen Stadtwerke Leipzig bis Ende 2016 einen Fahrplan vorlegen, wie sie Kohlestrom aus ihrem Strommix verbannen wollen. Die Stadtwerke sollen spätestens bis 2021 den bisher zugekauften Strom unbekannter Herkunft durch Zukauf-Verträge mit 100 Prozent erneuerbarem Strom oder durch eigene Erzeugung von Erneuerbaren Energien ersetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen die Aktiven Druck machen auf Stadtwerke und Lokalpolitik und mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen eine Debatte über die Energieversorgung in Leipzig anstoßen.
Förderung: 4.000 Euro

www.bund-leipzig.de

Pinkstinks

Pinkstinks kämpft gegen sexistische Werbung und Produkte und Medieninhalte, die Kindern eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen. Die Organisation macht deutlich, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen unrealistischen Schönheitsidealen und der steigenden Anzahl von Mädchen, die sich unwohl in ihrem Körper fühlen. Aus Protest gegen diese starren Geschlechterrollen organisiert Pinkstinks Online- und Offline-Proteste und macht Lobbyarbeit für ein Gesetz gegen Sexismus in der Werbung. Die Bewegungsstiftung unterstützt Pinkstinks mit einer Basisförderung von 20.000 Euro, um die Finanzierung der in den letzten Jahren gewachsenen Organisation für 2017 sicherzustellen. Wir haben Pinkstinks bereits 2012 mit 7.000 Euro Kampagnenförderung und 2013 mit einer Basisförderung in Höhe von 70.000 Euro gefördert.

https://pinkstinks.de/

Afrique-Europe-Interact

Afrique-Europe-Interact (AEI) ist ein transnationales und ausschließlich ehrenamtlich arbeitendes Netzwerk, das Geflüchtete und Migrant_innen bei ihrem Kampf für Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte unterstützt. Außerdem setzt es sich für eine gerechte und selbstbestimmte Entwicklung in den jeweiligen Herkunftsländern ein, zum Beispiel, indem es Bäuerinnen und Bauern in Mali bei ihrem Kampf gegen Landraub unterstützt. Um den bereits erreichten Organisierungsgrad zwischen afrikanischen und europäischen Aktivist_innen halten und ausbauen zu können, will das Netzwerk sein Spendenaufkommen erhöhen. Dazu will AEI seine Fundraising-Strategien verbessern und professionalisieren. Die Bewegungsstiftung unterstützt die entsprechenden Aktivitäten in und zu Mali mit
einer Basisförderung in Höhe von 60.000 Euro verteilt auf drei Jahre. Wir haben AEI bereits 2015 mit einer Kampagnenförderung in Höhe von 8.000 Euro gefördert.

http://afrique-europe-interact.net

Kotti & Co

Die Berliner Mietergemeinschaft Kotti & Co kämpft gegen die Verdrängung der Armen aus der Stadt durch steigende Mieten. Insbesondere seit der Privatisierung großer Bestände von Sozialwohnungen nimmt die Verdrängung zu. Kotti & Co fordert daher eine Rekommunalisierung der Sozialwohnungen. In den vergangenen Jahren hat Kotti & Co es geschafft, die soziale Wohnungsfrage auf die politische Agenda zu setzen. Jetzt geht es darum, Veränderungen in der Wohnungspolitik durchzusetzen und dafür Mehrheiten zu schaffen.
Förderung 2014: 14.000 Euro.
Von 2016 bis 2018 erhält das Projekt eine Basisförderung in Höhe von 50.000 Euro. Ziel ist der Aufbau eines Netzwerkes, das wirkungsvoll in die aktuelle Entwicklung der Wohnungspolitik- und ökonomie intervenieren und langfristige Perspektiven erarbeiten kann.

http://kottiundco.net

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