Bewegungsstiftung

Die Bewegungsstiftung vergibt Förderung an drei Protestkampagnen

Foto: Nick Jaussi/Paul Wagner

+++Pressemitteilung der Bewegungsstiftung vom 26. Oktober 2015+++

Die Bewegungsstiftung vergibt Förderung an drei Protestkampagnen

Unterstützt werden Kampagnen gegen Arbeitsunrecht, Proteste gegen Werbeauftritte der Bundeswehr an Schulen und ein Aussteigerprogramm für Geheimdienstmitarbeiter

Verden, 26. Oktober 2015.
Die Bewegungsstiftung, die soziale Bewegungen für Ökologie, Frieden und Menschenrechte fördert, vergibt rund 40.000 Euro Förderung an drei Protestkampagnen. Diese engagieren sich für eine Schule ohne Werbeauftritte der Bundeswehr, machen Druck auf Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden schikanieren und starten eine Debatte über das ethische Versagen der Geheimdienste.

Den größten Zuschuss mit 15.000 Euro erhält der Verein aktion./.arbeitsunrecht. Mit seiner Kampagne „Jetzt schlägt's 13“ und bundesweiten Aktionstagen macht er Druck auf Unternehmen, die auf skrupellose Weise und mit Hilfe beratender Anwaltskanzleien ihre Angestellten schikanieren und gewerkschaftliche Organisation verhindern wollen. Per Online-Abstimmung können Interessierte entscheiden, welches Unternehmen in den Blick genommen wird.

11.600 Euro gehen an die Kampagne „Schulfrei für die Bundeswehr“ mit der FriedensaktivistInnen die Werbeauftritte von Karriereberatern der Bundeswehr und Jugendoffizieren an Schulen in Baden-Württemberg stoppen wollen.

13.100 Euro erhält das Peng!-Kollektiv, das mit der Kampagne Intelexit GeheimdienstmitarbeiterInnen, die nach diversen Enthüllungen und  Überwachungsskandalen das Gewissen plagt, zum Ausstieg bewegen will. Dazu haben die Aktiven eine Webseite mit Videobotschaften von Whistleblowern aufgelegt, eine Pressekonferenz mit Opfern von Geheimdienstarbeit veranstaltet und per Drohne Flugblätter über der europäischen NSA-Zentrale in Darmstadt abgeworfen. Auf diese Weise hat es Intelexit geschafft, die öffentliche Debatte über das ethische Versagen und die Grundrechtsverstöße von Geheimdiensten wieder aufleben zu lassen.

„Die Auswahl unserer Förderprojekte zeigt, wie wirkungsvoll kreativer Protest sein kann“, sagt Matthias Fiedler, Geschäftsführer der Bewegungsstiftung. „Mit professioneller Medienarbeit, Mobilisierung per Internet und spektakulären Aktionen weisen soziale Bewegungen auf Missstände hin und machen Druck auf die Verantwortlichen. Wir unterstützen sie bei dieser wichtigen Arbeit.“

Die Bewegungsstiftung mit Sitz in Verden bei Bremen hat seit ihrer Gründung 2002 soziale Bewegungen mit mehr als drei Millionen Euro gefördert. Sie ist eine Gemeinschaftsstiftung, die von mehr als 150 Stifterinnen und Stiftern getragen wird. Zweimal im Jahr vergibt die Stiftung Förderungen an soziale Bewegungen in Höhe von 3.000 bis 15.000 Euro.

Pressekontakt: Wiebke Johanning, 04231/957 540, johanning@bewegungsstiftung.de

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