Bewegungsstiftung

100.000 Euro für schnelleren Atomausstieg (25.02.2013)

Die Bewegungsstiftung vergibt Förderung an Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt / Kampagnenziel: Die noch laufenden AKW sollen schneller abgeschaltet werden

Die Bewegungsstiftung fördert die Kampagne "Schneller Abschalten" der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt mit 100.000 Euro. Ziel der Kampagne ist es, breiten Protest zu mobilisieren, damit die noch laufenden neun Atomkraftwerke in Deutschland schneller abgeschaltet werden. Außerdem soll - zwei Jahre nach dem Super-Gau in Fukushima - das Bewusstsein für die Gefahren von Atomkraft wach gehalten werden. Die 100.000 Euro sind die größte Einzelfördersumme, die von der Bewegungsstiftung, die Protestbewegungen für Ökologie, Frieden und Menschenrechte fördert, bisher vergeben wurde.

"Wir unterstützen .ausgestrahlt, weil auch nach dem halben Atomausstieg von 2011 die Gefahren noch längst nicht gebannt sind", erklärt Matthias Fiedler, Geschäftsführer der Bewegungsstiftung. "Sechs von neun Meilern sollen laut Atomgesetz noch bis 2022 laufen und Atommüll produzieren, für den es keine sichere Lagerung gibt." Gleichzeitig gelte es, die Energiewende zu verteidigen, weil die Atomlobby auf deren Scheitern und eine erneute Verlängerung von AKW-Laufzeiten setze."Für einen schnelleren und endgültigen Atomausstieg braucht es deshalb eine starke Anti-Atom-Bewegung. Hier leistet .ausgestrahlt wichtige Arbeit", so Fiedler.

Jochen Stay von .ausgestrahlt sagt: "Die Förderung der Bewegungsstiftung gibt uns kräftigen Rückenwind für unseren Einsatz gegen den Weiterbetrieb der gefährlichen und unnötigen Atomkraftwerke. Nur wenn die Menschen jetzt weiter Druck machen, können wir schneller sein als das nächste Unglück." .ausgestrahlt unterstützt AtomkraftgegnerInnen seit 2008 dabei, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Gemeinsam mit anderen Organisationen hat .ausgestrahlt die großen bundesweiten Anti-Atom-Demonstrationen der letzten Jahre initiiert. Zum 9. März organisiert .ausgestrahlt im Bündnis mit anderen Initiativen Protestaktionen an den Atomstandorten Grohnde, Gundremmingen und Gronau. Für den 11. März sind Mahnwachen in zahlreichen Städten geplant.

Die Bewegungsstiftung mit Sitz in Verden bei Bremen hat bereits mehrfach Anti-Atom-Kampagnen unterstützt. Seit ihrer Gründung 2002 hat sie über 80 Kampagnen aus der Friedens-, Umwelt- und Demokratiebewegung mit mehr als zwei Millionen Euro gefördert. Die Bewegungsstiftung ist eine Gemeinschaftsstiftung, die von 137 StifterInnen getragen wird.

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