Bewegungsstiftung

Paula Tilly

Paula Tilly bei einem Seminar

Kapitalismus, Klimawandel und Nationalismus – das sind die Themen, zu denen sich Paula Tilly (Jahrgang 1992) als Vollzeit-Aktivistin engagiert. Dabei sieht sie sich weniger als Protest-Organisatorin, sondern als jemand, der aus der zweiten Reihe agiert. „Ich will Strukturen schaffen, damit Menschen in sozialen Bewegungen erfolgreicher arbeiten können“, sagt Paula. Sie will Aktivist*innen durch Netzwerk-Arbeit, partizipative Bildung und die Vermittlung von digitalen Möglichkeiten unterstützen. „Ich denke, dass linke Graswurzel-Proteste manchmal noch stärker im gesellschaftlichen Mainstream ankommen könnten, wenn sie moderne und effektive Tools und Techniken bewusst einsetzen würden“, sagt Paula. Das will sie mit dem von ihr mitgegründeten Bildungsnetzwerk „Skills for Utopia“ ändern. „In diesem Projekt vernetzen wir Professionelle, zum Beispiel Hacker*innen und Social-Media-Journalist*innen mit Aktivist*innen“, erklärt Paula. Die Workshops sind so strukturiert, dass sie praktische Fähigkeiten an Menschen und Organisationen vermitteln - zum Beispiel zu Fundraising, digitaler Selbstverteidigung und Pressestrategie. Finanziert werden die Referent*innen über Fördergelder von Stiftungen. Für die Teilnehmenden sind sie kostenlos. Zukünftig wollen Paula und ihre Mitstreiter*innen auch E-Learning-Formate entwickeln, damit Wissen online weitergegeben werden kann

Eine Soli-Demo für den Erhalt des Hambacher Waldes, die Paula 2018 mit organisiert hat.


Bei dieser Arbeit helfen Paula ihre Erfahrungen im Bereich Projektmanagement und Organisationsstrategie. Nach einem Studium der Politikwissenschaften in den Niederlanden hatte sie mehrere Jahre als Mitarbeiterin in Entwicklungshilfeorganisationen gearbeitet. Im Sommer 2018 kündigte sie dann ihren Job als Betriebskoordinatorin einer internationalen NGO, weil sie erkannt hatte, dass die Arbeit nicht ihren politischen Idealen entsprach. „Je länger ich bei diesen Organisationen arbeitete, desto mehr verstand ich, dass die geleistete Hilfe oft einen teuren Preis hatte. Durch die Gelder der Regierungen, die diese in Entwicklungsprojekte steckten, sicherten diese sich Einfluss und Macht in der jeweiligen Region. Ich erkannte, dass es deshalb nahezu unmöglich ist, in so einem Rahmen politisch unabhängig zu arbeiten.“


Bei dieser Arbeit helfen Paula ihre Erfahrungen im Bereich Projektmanagement und Organisationsstrategie. Nach einem Studium der Politikwissenschaften in den Niederlanden hatte sie mehrere Jahre als Mitarbeiterin in Entwicklungshilfeorganisationen gearbeitet. Im Sommer 2018 kündigte sie dann ihren Job als Betriebskoordinatorin einer internationalen NGO, weil sie erkannt hatte, dass die Arbeit nicht ihren politischen Idealen entsprach. „Je länger ich bei diesen Organisationen arbeitete, desto mehr verstand ich, dass die geleistete Hilfe oft einen teuren Preis hatte. Durch die Gelder der Regierungen, die diese in Entwicklungsprojekte steckten, sicherten diese sich Einfluss und Macht in der jeweiligen Region. Ich erkannte, dass es deshalb nahezu unmöglich ist, in so einem Rahmen politisch unabhängig zu arbeiten.“

Das aber wollte Paula. Sie kündigte ihre Wohnung und zog im August 2018 zur Rückbesinnung zu den Baumbesetzer*innen in den Hambacher Wald, just zu einer Zeit als sich dort die Proteste gegen die bevorstehende Rodung zuspitzten. Paula beteiligte sich an der Besetzung, erlebte die Räumung und organisierte begleitende Proteste in Berlin. „Für mich war das eine total prägende Zeit“, sagt Paula. „Im Hambi wurden die Werte gelebt, die mir wichtig sind: Solidarität, Freiheit und Fürsorglichkeit.“ Und trotz des massiven Polizeiaufgebots und der Repressionserfahrungen sei die Zeit eine sehr bestärkende Erfahrung gewesen. „Wir haben ultra-viele Menschen politisiert und erreicht, dass im Eilverfahren ein Rodungsstopp veranlasst wurde.“

Christopher at the Degrowth Conference in Leipzig

Back in Germany, in 2011, he founded with his Heidelberg friends and other activists the Leipzig-baseed Konzeptwerk Neue Ökonomie, a Leipzig-based Think Tank devoted to the development and dissemination of concepts for a social, ecological and democratic economy. The activists of Konzeptwerk try to put their ideals into practice in their daily work. For example, all decisions are made by consensus and salaries are paid out according to invidual needs. Therefore, being funded as a movement worker is for Christopher also a support for the grassroots context in which he works. Christopher emphasizes: „I always commit for groups in which we decide by consensus. In the beginning that was not a conscious decision but a culture that developed naturally. Now I enjoy passing on this way of organizing on to other people. - At the same time, being funded by sponsors enables me a very free development of my activism, which I appreciate a lot.“

The Konzeptwerk was from right from the beginning very much involved in the organization of Degrowth Conference 2014 in Leipzig that http://www.degrowth.de/de/leipzig-2014/brought together 3000 people from activism, scholarship and the practice of alternative economics. On the final panel of the conference, Christopher, one of the press spokespeople of the conference, stressed the importance of a joined degrowth and climate justice movement.

After the very successful Degrowth Conference, Christopher and two friends worked towards the follow-up project of the conference: the Degrowth Sommerschool about Climate Justice in August 2015. They invited for conference calls and plenaries, wrote concepts, and had talks about fincancing with foundations, they facilitated meetings and built networks with other activists. Since then, that's what's Christopher works for: bringing together degrowth and climate justice movement. He does this, on the one hand, as a part of his work for Konzeptwerk by coordinating the organization of the Summer School „Degrowth in action: climate justice“; on the other hand by co-organizing an action of civil disobedience against lignite mining in the summer of 2015.


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