Bewegungsstiftung

Projects currently being funded

Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus

Das Bündnis streitet für würdige Bedingungen für alle Patient*innen und Beschäftigte in Hamburger Gesundheitseinrichtungen. Die Kampagne will erreichen, dass sich der Personalschlüssel zukünftig am Bedarf der Patient*innen orientieren muss. Außerdem will das Bündnis Regeln für gute Arbeitsbedingungen in den Hamburger Krankenhäusern durchsetzen. Dafür sollen Krankenhausbeschäftigte und Bevölkerung in Hamburg mobilisiert und mit Protestaktionen Druck auf die Regierungsparteien ausgeübt werden, damit diese verbindliche Vorgaben festlegt.
Kampagnenförderung: 15.000 Euro
www.pflegenotstand-hamburg.de

Kassel kohlefrei

Kassel kohlefrei ist ein Bündnis aus lokalen Gruppen und Privatpersonen, die sich für den Kohleausstieg in Kassel einsetzen und eine umfassende und zügige Wende in der Energieversorgung anstreben.
Mit einem Bürgerentscheid, öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Verhandlungen mit der Politik wollen die Aktiven erreichen, dass das Kasseler Fernwärmekraftwerk möglichst bald keine Kohle mehr als Energieträger nutzt als ersten Schritt zu einem klimaneutralen Kassel bis 2030.
Kampagnenförderung: 9.000 Euro
kassel-kohlefrei.de

#SyriaNotSafe

Die Kampagne der Initiative Adopt a Revolution klärt über Fluchtgründe aus Syrien und die dort andauernden massiven Menschenrechtsverletzungen auf. Die Aktiven wollen erreichen, dass der Abschiebestopp nach Syrien bestehen bleibt und das Land weiterhin als nicht sicher eingestuft wird. Zu den Innenministerkonferenzen im Winter 2019 und im Sommer 2020 werden die Aktiven zusammen mit syrischen Geflüchteten Online-Proteste und Aktionen vor Ort organisieren, um die Öffentlichkeit über die Menschenrechtslage in Syrien zu informieren und Druck auf die politisch Verantwortlichen zu machen.
Kampagnenförderung: 15.000 Euro
syria-not-safe.org

Mietergemeinschaft Schönefelder Höfe

Die Initiative aus dem Leipziger Ortsteil Schönefeld-Abtnaundorf will eine selbstorganisierte Mieter*innen-Bewegung aufbauen, um sich gegen die Geschäftspraktiken des Wohnungsunternehmens Vonovia zu wehren. Vonovia vermietet in dem Quartier 1.600 Wohnungen und setzt die Bewohner*innen mit systematischer Mieterhöhung durch Modernisierung und mit betrügerischen Betriebskostenabrechnungen unter Druck. Mit Mobilisierung und Protestaktionen will die Initiative Ohnmacht und Empörung in Mietermacht verwandeln und Vonovia vor Ort zu einer anderen Geschäftspolitik bewegen.
Starthilfe-Förderung: 9.860 Euro

Grüne Liga

Nicht nur der Abbau von Kohle, sondern auch der von Sand, Kies und Gestein im Tagebau zerstört Böden, Landschaften und Wasserhaushalt. Und die Nachfrage der Bauwirtschaft wächst und wächst. Die Grüne Liga vernetzt seit fast 30 Jahren viele von Kies-, oder Gesteinsabbau betroffene Initiativen und will nun seine Arbeit intensivieren, um in der Bundespolitik mehr Gehör zu finden. Grundlage dafür ist eine Bestandsaufnahme des bundesweiten Abbaus und eine bessere Vernetzung der Initiativen. Langfristiges Ziel ist die Novellierung des Bundesberggesetzes und die Einführung einer Primärbaustoffsteuer. Außerdem soll die Öffentlichkeit über die zerstörerischen Folge des ungebremsten Baubooms aufgeklärt werden.
Starthilfe-Förderung: 9.100 Euro
netzwerk-gesteinsabbau.de

BIPoC Environmental & Climate Justice Kollektiv Berlin

Die Gruppe beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die durch Klimawandel und Umweltzerstörung entstehen. Der Fokus liegt dabei auf der Sichtbarmachung kolonialer Kontinuitäten und der Frage wie Klimagerechtigkeit praktisch werden kann. Das Kollektiv veranstaltet Vorträge, Workshops und direkte gewaltfreie Aktionen wie Bäume pflanzen, BIPoC (Black/Indigenous/People of Colour) Safer Spaces in politischen Zusammenhängen und Klettertrainings.
Starthilfe-Förderung: 9.000 Euro

Foto: CC BY SA 2.0 Nora Börding

Seebrücke

Die Seebrücke-Bewegung fordert eine Ende der Repression gegen die zivile Seenotrettung und sieht sich als Gegenpol zu dem massiven Rechtsruck der letzten Jahre. Statt Abschottung fordert sie ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen und mobilisiert viele Menschen zum Protest.  Die Seebrücke ist Teil einer größeren antirassistischen Bewegung und strebt einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Migrationspolitik an. Um dieses langfristige Ziel zu erreichen, wollen die Aktiven den Bewegungsaufbau vorwärts treiben und das Spenden-Fundraising und die Öffentlichkeitsarbeit weiter ausbauen. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Entwicklungsschritt mit einer Basisförderung in Höhe von 60.000 Euro verteilt über drei Jahre. 2018 hatte die Seebrücke-Bewegung bereits 15.000 Euro Eilförderung erhalten.
https://seebruecke.org/

STAY GROUNDED

STAY GROUNDED ist ein internationales Netzwerk, das sich für eine Begrenzung von Flugverkehr und ein zukunftsfähiges Transportwesen einsetzt. Denn Fliegen ist die klimaschädlichste Art der Fortbewegung. Trotzdem nimmt der Flugverkehr immer mehr zu. Statt Privilegien der Luftfahrt zu streichen, dominieren Illusionen über nachhaltiges Fliegen und Greenwashing die Debatte. Das Netzwerk will politischen Druck für Veränderung aufbauen und vernetzt bestehende Organisationen, hilft Gruppen in Gründung und ermöglicht Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer. Um das Netzwerk zu sichern und auszubauen, wollen die Aktiven die internen Strukturen, Spenden-Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit ausbauen. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Prozess mit einer Basisförderung in Höhe von 60.000 Euro verteilt über drei Jahre. 2018 hatten wir STAY GROUNDED bereits mit 15.000 Euro Kampagnenförderung unterstützt.
https://stay-grounded.org/

Afrique-Europe Interact

Afrique-Europe-Interact (AEI) ist ein transnationales Netzwerk, das Geflüchtete und Migrant*innen bei ihrem Kampf für Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte unterstützt. Außerdem setzt es sich für eine gerechte und selbstbestimmte Entwicklung in den jeweiligen Herkunftsländern ein, zum Beispiel, indem es kleinbäuerlicher Kämpfe in Mali oder die Demokratiebewegung in Togo unterstützt.
Um den bereits erreichten Organisierungsgrad zwischen afrikanischen und europäischen Aktivist*innen halten und ausbauen zu können, will AEI seine Finanzbuchhaltung und das Fundraising ausbauen und die einzelnen AEI-Projekte mit mehr Geld ausstatten. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Prozess mit einer Basisförderung in Höhe von rund 60.000 Euro verteilt über drei Jahre. Wir haben AEI bereits 2015 mit einer Kampagnenförderung in Höhe von 8.000 Euro und von 2016 bis 2019 mit einer ersten Basisförderung von 60.000 Euro unterstützt.
https://afrique-europe-interact.net/

#WannWennNichtJetzt

In Ostdeutschland steht 2019 mit Europawahl, Kommunalwahlen und Landtagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen ein sogenanntes Superwahljahr an. Die Gefahr ist groß, dass rechte und völkische Kräfte gestärkt aus den Wahlen hervorgehen. Schon heute kämpfen Regionen im Osten mit einer rechten Hegemonie, die sich nach den Wahlen auch in Form der gewählten parlamentarischen Vertreter*innen weiter festigen könnte. Das will die Kampagne #WannWennNichtJetzt verhindern und den Rechten nicht das Feld überlassen. Mit Online-Aktionen, Marktplatz-Veranstaltungen, Workshops, Konzerten und Kulturprogramm will sich das Bündnis dem rechten Diskurs entgegenstellen, soziale Probleme mit den Menschen vor Ort diskutieren und progressive Antworten darauf finden. Ziel ist es linke, solidarische Strukturen sichtbarer zu machen und zu vernetzen.
Förderung: 15.000 Euro
wannwennnichtjetzt.org

Deutsche Wohnen & Co. enteignen!

Die Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ setzt sich dafür ein, dass Immobilienkonzerne mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin nach Artikel 15 Grundgesetz enteignet und ihre Bestände in Gemeineigentum überführt werden. Dadurch soll die profitorientierte Wohnraumbewirtschaftung und die Spekulation mit Wohnraum bekämpft werden. Denn sie sind eine treibende Kraft für die Preisspirale auf dem Berliner Wohnungsmarkt. Durch die Rekommunalisierung von Wohnraum und dessen demokratische Verwaltung unter Beteiligung von Stadtgesellschaft und Mieter*innen soll langfristig eine Versorgung mit günstigem Wohnraum sichergestellt werden.
Förderung: 15.000 Euro
dwenteignen.de

“Deka Investment: Raus aus Kohle und Rüstung!”

Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald will mit der Kampagne den deutschen Investor “Deka Investment“ dazu bewegen, aus Geschäften, die Kriege und Klimawandel anheizen, auszusteigen. Konkret geht es um Deka-Investitionen an Rüstungsfirmen, die an kriegführende Staaten liefern oder besonders kontroverse Waffensysteme herstellen und an Firmen, die einen signifikanten Kohleanteil haben oder sogar noch neue Kohlekraftwerke bauen wollen. Mit öffentlichen Aktionen und einer Mobilisierung zum Weltspartag will urgewald das Institut der Sparkassengruppe unter Druck setzen.
Förderung: 9.550 Euro
urgewald.org/deka-investment-raus-kohle-ruestung

unserVETO

UnserVETO ist ein Verband ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer*innen aus Bayern, der Einspruch erhebt gegen eine immer restriktivere Flüchtlingspolitik, die Grundgesetz und Menschenrechte missachtet. Die Initiative entstand, weil eine sinnvolle und effektive Flüchtlingsarbeit zunehmend behindert und diskriminiert wurde. Vor allem von der Politik wird die Arbeit der Ehrenamtlichen weitgehend ignoriert. Um mehr politischen Druck ausüben zu können, will unserVeto die Kräfte bündeln, gemeinsame Aktionen starten und die Bevölkerung informieren und mobilisieren.
Starthilfe: 10.000 Euro
unserveto-bayern.de

Changing Cities

Der Verein will ein Kampagnenbündnis mit Fahrradinitiativen aus ganz Deutschland aufbauen, um die Verkehrswende voranzubringen. Aus vielen lokalen Einzelbewegungen soll eine große bundesweite Bewegung entstehen, die sich erfolgreicher in die Verkehrspolitik des Bundes einmischt und für eine umweltfreundliche, bezahlbare, bequeme und sichere Mobilität für alle streitet.
Starthilfe: 10.000 Euro
changing-cities.org

PowerShift - Klimavernetzung Sachsen

Der Verein will Aktive, die sich in Sachsen für mehr Klimagerechtigkeit einsetzen, stärker vernetzen. Den ersten Anlass hierzu bilden die Landtagswahlen im September und die folgende Regierungsbildung. Hierbei sollen gemeinsam erste Forderungen an die Parteien und die zukünftige Landesregierung gestellt werde. Außerdem will Powershift Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit im Vorlauf der Landtagswahl zu wahlkampfrelevanten Themen machen.
Starthilfe: 10.000 Euro
power-shift.de

ReplacePlastic

Plastikmüll im Meer bedroht das gesamte Ökosystem. Trotzdem werden im Supermarkt weiterhin fast alle Produkte in Plastik verpackt. Der Verein „Küste gegen Plastik“ möchte mit seiner Kampagne „ReplacePlastic“ Kund*innen die Möglichkeit geben, den Anbietern direkt mitzuteilen, dass sie sich Verpackungen ohne Plastik wünschen. Dafür hat die Kampagne die Smartphone-App ReplacePlastic entwickelt. Mit dieser App wird der Strichcode eines Produktes von den Kund*innen gescannt. Damit erzeugen sie eine E-Mail, die automatisiert an den Anbieter gesendet wird, und ihn über den Wunsch nach einer Verpackung ohne Plastik informiert. Durch diese direkte Rückmelde-Möglichkeit steigt der Druck auf die Hersteller, nach besseren Lösungen zu suchen. 
Förderung: 15.000 Euro
replaceplastic.de

Logistikgebiet, bleib uns vom Acker!

Die Kampagne „Logistikgebiet, bleib uns vom Acker“ will den Bau von riesigen Logistikhallen auf bestem Ackerboden im nordhessischen Neu-Eichenberg und darüber hinaus verhindern und hinterfragt die gesellschaftliche Notwendigkeit von neu geplanten Logistikflächen im Allgemeinen. Getragen wird die Kampagne von der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg in Zusammenarbeit mit dem Verein Gemüsekollektiv Dorfgarten. Ziel ist es, den Bau eines rund 80 Hektar großen Sondergebiets Logistik zu verhindern, ohne, dass die betroffene Gemeinde in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Dieses Ziel wollen die Aktiven über kreative und bunte Protestaktionen erreichen, die sowohl den Investor als auch die Gemeindevertretung zum Rückzug bewegen sollen. Sollte es gelingen, hier eines der größten zusammenhängenden Logistikgebiete Deutschlands zu verhindern, würde das andere Initiativen stärken, die sich gegen die Versiegelung von Ackerflächen und für Klimaschutz engagieren.
Förderung: 11.100 Euro
https://neb-bleibt-ok.de/

Foto: Rainer Sturm/Pixelio

Einfach einsteigen

Öffentlicher Nahverkehr ist ein zentraler Baustein für eine Verkehrswende. Er soll Autos von der Straße holen, sozial inklusiv sein und attraktive Mobilität für alle bieten. Um diese Ziele zu erreichen, will die Kampagne in der Stadt Bremen über eine solidarische Umlagefinanzierung ticketlosen Nahverkehr durchsetzen. Die Kampagne soll dabei als Vorbild für andere Städte und Gemeinden dienen. Mit Pressearbeit, Hintergrundgesprächen und Veranstaltungen wollen die Aktiven Einfluss auf die politische Debatte nehmen und erreichen, dass nach der Landtagswahl im Mai 2019 ein entsprechender Grundsatzbeschluss gefasst wird und Maßnahmen zur Umsetzung bis 2023 eingeleitet werden.
Förderung:14.250 Euro

https://einsteigen.jetzt/

Unabhängige Internationale Kommission zur Aufklärung der Wahrheit über den Tod von Oury Jalloh

Die Initiative führt seit 2005 eine Kampagne zur aktiven und entschlossenen Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh, der am 7. Januar 2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt wurde. Hierzu hat die Initiative Anfang 2018 eine unabhängige internationale Kommission mit anerkannten Expert*innen in verschiedenen Fachbereichen aus mehreren Ländern ins Leben gerufen. Sie soll den Fall analysieren, einordnen sowie ihre Ergebnisse öffentlichkeitswirksam vorstellen. Ziel ist es, die Strukturen und Personen hinter drei unaufgeklärten Todesfällen im Dessauer Polizeirevier von 1997 bis 2005 aufzuklären und Druck auf die deutsche Justiz und die politisch Verantwortlichen aufzubauen, die in diesem Oury-Jalloh-Komplex de facto nichts unternehmen.
Förderung: 5.000 Euro
https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

Project.Shelter

Project.Shelter ist ein Zusammenschluss von Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte und setzt sich seit über drei Jahren politisch für die Belange von durch Obdachlosigkeit bedrohten oder betroffenen Migrant*innen ein. Die Organisation bringt Protest in unterschiedlichen Formen auf die Straße und streitet für ein selbstverwaltetes migrantisches Zentrum in Frankfurt als sicheren Ort und Ausgangspunkt politischer Arbeit. Nun will Project.Shelter seine solidarische Arbeit professionalisieren, ein nachhaltiges Fundraising aufbauen und seine konzeptionelle Arbeit weiterentwickeln. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Entwicklungsschritt bis 2021 mit einer Basisförderung von 60.000 Euro.
www.projectshelter.net

Foto: Nick Jaussi

Seebrücke - Schafft sichere Häfen!

Seit Jahren sterben tausende Menschen im Mittelmeer, weil keine sicheren Fluchtwege nach Europa existieren. Die Überlebenschancen für Menschen auf der Flucht sinken weiter, da die zivile Seenotrettung in den letzten Monaten stark eingeschränkt und kriminalisiert wurde. Die Bewegung „Seebrücke – Schafft sichere Häfen“ fordert eine Ende der Repression gegen die zivile Seenotrettung und sieht sich als Gegenpol zu dem massiven Rechtsruck der letzten Jahre. Statt Abschottung fordert sie ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen und mobilisiert viele Menschen zum Protest. Allein in den ersten zwei Monaten nach Start der Bewegung fanden über 160 Aktionen und Demonstrationen mit knapp 60.000 Teilnehmenden in ganz Deutschland statt. Damit daraus eine langfristige und starke zivilgesellschaftliche Bewegung entstehen kann, sollen nun Honorarkräfte eingestellt werden. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Entwicklungsschritt mit 15.000 Euro Eilförderung.

seebruecke.org

JUMEN

JUMEN setzt sich für den Schutz der Grund- und Menschenrechte in Deutschland ein und unterstützt Betroffene von Menschenrechtsverletzungen dabei, ihr Recht durchzusetzen – auch vor Gericht. JUMEN arbeitet zum einen zu Rechten von Geflüchteten, zum anderen zum Thema Gewalt gegen Frauen. Dabei geht es darum, mit dem Mittel der strategischen Prozessführung über den Einzelfall hinaus strukturelle Veränderungen zu erreichen. Nun will JUMEN den Organisationsaufbau, die Finanzierung und die Kommunikation des Vereins weiter voran bringen und wird dabei von der Bewegungsstiftung bis 2021 mit einer Basisförderung von 60.000 Euro unterstützt.
jumen.org

Energiaklub

Im Süden Ungarns um die Stadt Pécs droht ein Revival der Atomenergie. Neben dem Bau des Atomkraftwerks Paks II gibt es Pläne, den Uranabbau wieder aufzunehmen und ein Atomendlager zu bauen. Die ungarische NGO Energiaklub will der Pro-Atom-Propaganda etwas entgegensetzen und die Menschen darüber informieren, dass hier ihre Interessen unter die der Investoren gestellt werden. Damit soll das Thema ins Zentrum der Lokalwahlen 2019 gerückt werden. Mit Protestaktionen und Pressearbeit wollen die Aktiven Widerstand gegen die Pläne mobilisieren. Unterstützt wird die Kampagne von unserem langjährigen Förderprojekt urgewald.
Förderung: 14.550 Euro

www.energiaklub.hu

Stay Grounded

Fliegen ist die klimaschädlichste Art der Fortbewegung. Trotzdem nimmt der Flugverkehr immer mehr zu. Statt Privilegien der Luftfahrt zu streichen, dominieren Illusionen über nachhaltiges Fliegen und Greenwashing die Debatte. Das internationale Netzwerk "Stay Grounded" will politisch Druck machen, damit der Flugverkehr insgesamt begrenzt wird, etwa durch die Einführung von Kerosinsteuern. Dazu plant das Netzwerk medienwirksame Aktionen an Flughäfen weltweit und einen strategischen Bewegungsaufbau über Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzungstreffen.
Förderung: 15.000 Euro

www.stay-grounded.org

Killerroboter stoppen!

Der Einsatz autonomer Waffensysteme und das damit einhergehende Übertragen von Tötungsentscheidungen von Menschen an Algorithmen verstößt gegen Völkerrecht und ist ethisch nicht vertretbar. Die internationale Kampagne "Killer-Roboter stoppen!" will deshalb ein völkerrechtliches Verbot autonomer Waffensysteme  erreichen. Der Verein Facing Finance koordiniert die Aktivitäten in Deutschland und will mit medienwirksamen Aktionen vor dem Brandenburger Tor und Recherchen auf Waffenmessen den Druck auf die Bundesregierung verstärken, damit sich diese für ein völkerrechtlich verbindliches Verbot von Killer-Robotern einsetzt.
Förderung: 10.000 Euro

www.killer-roboter-stoppen.de/

Konstanzer Bündnis für gerechten Welthandel

Das Konstanzer Bündnis für gerechten Welthandel will die Ratifizierung des Handelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada im Bundesrat verhindern und setzt dabei auf Proteste in Baden-Württemberg. Denn aufgrund der aktuellen politischen Zusammensetzung in der Länderkammer haben es die baden-württembergischen Grünen in der Hand: Stimmen sie gegen das Abkommen, das soziale Rechte und Umwelt gefährdet und Investoren Sonderklagerechte einräumt, dann könnte CETA scheitern – und zwar grundsätzlich. Mit einer Infokampagne will das Bündnis Druck machen auf die eher wirtschaftsnahen Grünen in Baden-Württemberg, damit die Partei zu ihrem Wahlversprechen steht und Haltung zeigt.
Förderung: 6.800 Euro

www.konstanz-gegen-ttip.de

WEED - Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V.

Der Verein WEED streitet für eine sozial und ökologisch gerechtere Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu analysiert er die strukturellen Ursachen von globalen Armuts-, Entwicklungs- und Umweltproblemen, macht Missstände publik und mobilisiert Menschen. WEED will nun den Bereich Öffentlichkeitsarbeit intensivieren, um den politischen Druck zu erhöhen und das Fundraising ausbauen, um mehr Spielraum für unabhängige politische Arbeit zu haben. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Entwicklungsschritt bis 2020 mit einer Basisförderung in Höhe von 57.000 Euro.

http://www.weed-online.org/

Women in Exile & Friends

Women in Exile & Friends ist eine Initiative von Flüchtlingsfrauen, in der auch Aktivistinnen ohne Fluchthintergrund mitarbeiten. Der Verein fordert die Abschaffung aller diskriminierenden Gesetze gegen Asylsuchende und MigrantInnen und kämpft gegen die Verschränkung von Rassismus und Sexismus. Dafür vernetzt Women in Exile Flüchtlingsfrauen in ganz Deutschland, macht ihre Lebensbedingungen öffentlich, organisiert Workshops, Aktionen und Demonstrationen und verleiht Flüchtlingsfrauen so eine Stimme. Um das bisher Erreichte zu sichern und den Organisationsaufbau vorwärts zu treiben, unterstützt die Bewegungsstiftung Women in Exile bis 2019 mit einer Basisförderung von 40.000 Euro. 2013 hatte die Initiative bereits 12.000 Euro Kampagnenförderung und von 2014 bis 2016 45.000 Euro Basisförderung erhalten.

www.women-in-exile.net

Schule ohne Abschiebung

In Deutschland leben aufgrund von Kettenduldungen viele Personen auch nach
jahrelangem Aufenthalt in ständiger Bedrohung durch Abschiebung. Viele
von ihnen sind hier geboren und/oder aufgewachsen. Dies betrifft auch
viele Roma, insbesondere seit die Westbalkan-Staaten zu sicheren Herkunftsländern
erklärt wurden, obwohl Roma dort Diskriminierung und Gewalt drohen. Die
bundesweite Kampagne des Roma-Centers Göttingen will das Bleiberecht
für alle SchülerInnen bis zu ihrem Abschluss erreichen und Abschiebungen
an Schulen verhindern. Dazu will die Kampagne SchülerInnen, Eltern und
Schulen beraten, vernetzen und mit Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.
Förderung: 13.500 Euro

www.schule-ohne-abschiebung.org

Gesellschaft für Freiheitsrechte

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) setzt sich mit dem Werkzeug der strategischen Prozessführung für Grund- und Menschenrechte ein. Denn Gerichte können gesellschaftliche Blockaden oft einfacher und schneller auflösen als politische Prozesse, wie das Beispiel der Vorratsdatenspeicherung zeigt. Seit 2016 hat der Verein vier Verfassungsbeschwerden auf den Weg gebracht, unter anderem gegen das neue BND-Gesetz und das Anti-Whistleblower-Strafgesetz. Weitere Verfassungsbeschwerden sind in Vorbereitung. Ein solcher juristischer Aktivismus setzt allerdings einen sehr langen Atem voraus, denn die Verfahren ziehen sich häufig über mehrere Jahre hin und werden auf einem hohen juristischen Niveau geführt. Deshalb will sich die GFF professionalisieren und ihre Organisation ausbauen. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Entwicklungsschritt bis 2019 mit einer Basisförderung von 50.000 Euro. Bereits 2016 hat unsere Treuhandstiftung bridge die GFF-Kampagne zu Transparenzklagen mit 14.000 Euro gefördert.

freiheitsrechte.org

Rettet unser Wasser

Die Spree versorgt Hunderttausende Menschen mit Trinkwasser. Doch dieses Trinkwasser ist durch Versalzung bedroht und das Ökosystem rund um den Spreewald leidet unter der Verockerung durch die Braunkohletagebaue in Brandenburg. Das Problem wird sich in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen. Trotzdem verweigert die Landespolitik die nötige Vorsorge und versäumt, Sicherheitsleistungen für die Folgekosten vom Tagebau-Betreiber, dem Vattenfall-Nachfolger LEAG, einzufordern. Der BUND Brandenburg und der Verein BürgerBegehren Klimaschutz wollen deshalb mit der Kampagne „Rettet unser Wasser“ den Druck auf die Regierenden in Berlin und Brandenburg erhöhen. Mit einer Trinkwasser-Petition und vielen Protestaktionen wollen sie erreichen, dass zukünftige Tagebaue ausgeschlossen werden und dass die Politik sich endlich mit den Folgekosten der Braunkohlenutzung auseinandersetzt.
Förderung: 15.000 Euro

www.kohleausstieg-berlin.de/petition

BRK Enquete

Die Kampagne fordert die Einrichtung einer Enquete-Kommission durch den Deutschen Bundestag, die partizipativ mit Menschen mit Behinderung besetzt werden soll. Die Kommission soll dafür sorgen, dass die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) nach mehr politischer Partizipation und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen endlich umgesetzt werden. Enquete-Kommissionen sind überfraktionelle Arbeitsgruppen, die langfristige Fragestellungen lösen und eine Position erarbeiten sollen, die von der Bevölkerungsmehrheit mitgetragen werden kann. Die Kampagne „BRK-Enquete“ des Vereins Kellerkinder wird ausschließlich von selbstbetroffenen Aktivist*innen organisiert. Der Verein versteht sich in erster Linie als politische Interessenvertretung für Menschen mit seelischen Hindernissen und arbeitet behinderungsübergreifend.
Förderung: 15.000 Euro

www.maria-der-bär.de

Aktion Agrar

Aktion Agrar streitet für eine Agrarwende – hin zu einer ökologisch nachhaltigen, sozial verträglichen und bäuerlichen Landwirtschaft. Die Organisation mischt sich mit ihren Kampagnen zu Milchkrise, Lebensmittelverschwendung und Saatgutindustrie in die deutsche und europäische Agrarpolitik ein und enttarnt die Agrarindustrie mit Recherche- und Öffentlichkeitsarbeit. Aktion Agrar will diese Arbeitsmethode und das Fundraising ausbauen. Die Bewegungsstiftung fördert diesen Entwicklungsschritt mit 55.000 Euro verteilt über drei Jahre. Wir haben Aktion Agrar bereits 2014 mit einer Kampagnenförderung in Höhe von 13.800 Euro unterstützt.

www.aktion-agrar.de/

Adopt a Revolution

Das Projekt Adopt a Revolution ist vor fünf Jahren gestartet, um die zivile Protestbewegung gegen das Assad-Regime in Syrien zu unterstützen. Mittlerweile ist die Lage militärisch eskaliert. Schätzungen sprechen von fast 500.000 Toten, über die Hälfte der Bevölkerung ist auf der Flucht. Inmitten dieser katastrophalen Situation behauptet sich weiterhin die syrische Zivilgesell­schaft und versucht einen dritten Weg des unbewaffneten, friedlichen Widerstands und der lokalen Basisarbeit. Adopt a Revolution unterstützt diese zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich gegen die Unterdrückung seitens des Assad-Regimes und dschihadistischer Gruppen engagieren, mit Spenden und Öffentlichkeitsarbeit. Doch angesichts der Eskalation des Konflikts und einer rasch gewachsenen Organisation steht auch Adopt a Revolution vor Herausforderungen. Mit welcher Strategie lässt sich politisch am meisten erreichen? Wie kann sich das Team von Adopt a Revolution am besten aufstellen? Diesen Fragen wollen die Aktiven mit Hilfe einer Organisationsentwicklung nachgehen, die von der Bewegungsstiftung mit 19.800 Euro unterstützt wird. Wir haben Adopt a Revolution bereits 2011 und 2012 mit Kampagnenförderungen in Höhe von 6.000 und 15.000 Euro gefördert.

https://www.adoptrevolution.org/

Projects formerly being funded

An overview of the projects formerly being funded can be found only in German.

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