Aktuelle Förderprojekte

Stand 6/2017

Gesellschaft für Freiheitsrechte

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) setzt sich mit dem Werkzeug der strategischen Prozessführung für Grund- und Menschenrechte ein. Denn Gerichte können gesellschaftliche Blockaden oft einfacher und schneller auflösen als politische Prozesse, wie das Beispiel der Vorratsdatenspeicherung zeigt. Seit 2016 hat der Verein vier Verfassungsbeschwerden auf den Weg gebracht, unter anderem gegen das neue BND-Gesetz und das Anti-Whistleblower-Strafgesetz. Weitere Verfassungsbeschwerden sind in Vorbereitung. Ein solcher juristischer Aktivismus setzt allerdings einen sehr langen Atem voraus, denn die Verfahren ziehen sich häufig über mehrere Jahre hin und werden auf einem hohen juristischen Niveau geführt. Deshalb will sich die GFF professionalisieren und ihre Organisation ausbauen. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Entwicklungsschritt bis 2019 mit einer Basisförderung von 50.000 Euro. Bereits 2016 hat unsere Treuhandstiftung bridge die GFF-Kampagne zu Transparenzklagen mit 14.000 Euro gefördert.

freiheitsrechte.org


Konzernmacht Grenzen setzen

Wer bestimmt in Zukunft, was auf unseren Tellern liegt und was auf den Äckern wächst? Die Macht weniger großer Konzerne im Bereich Landwirtschaft und Ernährung ist besorgniserregend. Die Fusions-Welle bei den großen Agrarchemie- und Saatgutkonzernen Bayer und Monsanto, Dow und Dupont sowie Chemchina und Syngenta sorgt dafür, dass diese mehr als 60 Prozent des Saatgutmarktes weltweit unter sich aufteilen und über 70 Prozent bei den Pestiziden. Die Folgen dieser Marktmacht sind fatal: Die Saatgut-Vielfalt verringert sich, Monokulturen nehmen zu, der Lobby-Einfluss auf Politik wächst. Politisch wird die Konzernmacht kaum begrenzt. Das Wettbewerbsrecht ist in den letzten Jahren drastisch abgeschwächt worden. Höchste Zeit, dass sich die Zivilgesellschaft einmischt. Die Kampagne, die vom Forum Umwelt und Entwicklung, Inkota und Aktion Agrar getragen wird, will mit Aktionsgruppen Druck auf das Wirtschaftsministerium machen und eine breit getragene zivilgesellschaftliche Initiative gegen Konzernmacht aufbauen.
Förderung: 8.000 Euro

www.aktion-agrar.de/kampf-den-giganten


Rettet unser Wasser

Die Spree versorgt Hunderttausende Menschen mit Trinkwasser. Doch dieses Trinkwasser ist durch Versalzung bedroht und das Ökosystem rund um den Spreewald leidet unter der Verockerung durch die Braunkohletagebaue in Brandenburg. Das Problem wird sich in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen. Trotzdem verweigert die Landespolitik die nötige Vorsorge und versäumt, Sicherheitsleistungen für die Folgekosten vom Tagebau-Betreiber, dem Vattenfall-Nachfolger LEAG, einzufordern. Der BUND Brandenburg und der Verein BürgerBegehren Klimaschutz wollen deshalb mit der Kampagne „Rettet unser Wasser“ den Druck auf die Regierenden in Berlin und Brandenburg erhöhen. Mit einer Trinkwasser-Petition und vielen Protestaktionen wollen sie erreichen, dass zukünftige Tagebaue ausgeschlossen werden und dass die Politik sich endlich mit den Folgekosten der Braunkohlenutzung auseinandersetzt.
Förderung: 15.000 Euro

www.kohleausstieg-berlin.de/petition


Recht auf Familie - für eine humane Asylpolitik

Mit strategischer Prozessführung will sich der Verein JUMEN für Familienzusammenführungen von Geflüchteten einsetzen und ein menschenrechtswidriges Gesetz kippen. Im März 2016 wurde der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten für zwei Jahre per Gesetz ausgesetzt. Subsidiär Schutzberechtigte sind Geflüchtete, die aus einer lebensbedrohlichen Situation (z.B. Bürgerkrieg) geflohen sind, bei denen aber nicht anerkannt wird, dass ihnen im Heimatland individuelle Verfolgung droht. Seitdem steigt die Zahl derer, die anstatt der Flüchtlingsanerkennung den subsidiären Schutz erhalten. Das betrifft auch Kinder, die in vielen Fällen bereits seit fast zwei Jahren von ihren Familien getrennt leben müssen. Diese neue Regelung im Aufenthaltsgesetz ist grund- und menschenrechtswidrig. Die Kampagne möchte mit der Methode der strategischen Prozessführung gegen diese Rechtsverletzungen vorgehen. Im Laufe des Jahres 2017 wollen die Aktiven mit Klagen aus ganz Deutschland vor Gericht gehen und diese mit Öffentlichkeitsarbeit begleiten, um zusammen mit den Protestaktionen ihrer Bündnispartner den Druck auf politische Entscheidungsträger*innen zu erhöhen.
Förderung: 13.000 Euro

jumen.org


BRK-Enquete

Die Kampagne fordert die Einrichtung einer Enquete-Kommission durch den Deutschen Bundestag, die partizipativ mit Menschen mit Behinderung besetzt werden soll. Die Kommission soll dafür sorgen, dass die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) nach mehr politischer Partizipation und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen endlich umgesetzt werden. Enquete-Kommissionen sind überfraktionelle Arbeitsgruppen, die langfristige Fragestellungen lösen und eine Position erarbeiten sollen, die von der Bevölkerungsmehrheit mitgetragen werden kann. Die Kampagne „BRK-Enquete“ des Vereins Kellerkinder wird ausschließlich von selbstbetroffenen Aktivist*innen organisiert. Der Verein versteht sich in erster Linie als politische Interessenvertretung für Menschen mit seelischen Hindernissen und arbeitet behinderungsübergreifend.
Förderung: 15.000 Euro

www.maria-der-bär.de


Kleiner Fünf

21 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern, 24 Prozent in Sachsen-Anhalt – nach den letzten Wahlerfolgen der AfD scheint der Einzug der Rechtspopulisten in den nächsten Bundestag so gut wie sicher. Die Kampagne „Kleiner Fünf“ stemmt sich dagegen. Sie will verhindern, dass eine rechtspopulistische Partei bei der Bundestagswahl 2017 fünf Prozent der Stimmen oder mehr erhält. Dazu wollen die Aktiven Menschen ansprechen, die mit den Positionen rechtspopulistischer Parteien nicht einverstanden sind, denen aber bisher Zeit, Informationen oder Netzwerke fehlten, sich gegen deren Wahlerfolg zu engagieren. Die Kampagne will Aktionsformate über Website, Verteiler, Smartphone-App und soziale Medien wie Facebook, Twitter und Youtube verbreiten und so Menschen zum Mitmachen bewegen. Kampagnenstart ist der Tag, an dem das genaue Datum der kommenden Bundestagswahl bekannt gegeben wird, also im Januar 2017.
Förderung: 15.000 Euro
Foto: Hewad Laraway

www.kleinerfuenf.de


Stoppt den Megastall!

An vielen Orten in Brandenburg versuchen engagierte Bürgerinitiativen den Bau von Megaställen zu verhindern. Dazu legen sie meist Widerspruch im Genehmigungsverfahren ein und gehen zusammen mit Umweltverbänden vor Gericht. Doch Klageverfahren gegen Massentierhaltungsanlagen sind teuer und aufwändig. Mit der Kampagne „Stoppt den Megastall“ will das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg nach dem erfolgreichen Volksbegehren gegen Massentierhaltung nun geplante Megaställe mit einer gemeinsamen Kampagne verhindern. Dazu will das Bündnis Einzelfälle landesweit bekannt machen, die Vernetzung und den Wissenstransfer zwischen den Initiativen fördern und sie beim Spendensammeln unterstützen.
Förderung: 15.000 Euro

www.stoppt-den-megastall.de


Putzfrauen-Power

Die Arbeitsbedingungen bei Sub-Unternehmern deutscher Hotels sind oft mies. Viele Reinigungskräfte bekommen regelmäßig anfallende Überstunden nicht bezahlt. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Urlaubsgeld gibt es für die wenigsten. Gleichzeitig wird das Arbeitspensum ständig erhöht. Opfer von Lohnraub, Schikanen und Ausbeutung im Reinigungsgewerbe sind oft Migrant*innen, in der deutlichen Mehrzahl Frauen. Mit seiner Kampagne „Putzfrauen-Power“ will der Verein aktion./.arbeitsunrecht die Betroffenen darin bestärken, gültige Arbeitsrechte selbstbewusst einzufordern. Durch Aufklärungs- und Protestaktionen sollen sie in Auseinandersetzungen mit Unternehmen unterstützt werden. Gleichzeitig will der Verein die wichtigsten Akteure der Reinigungs-Branche recherchieren, ihre Netzwerke erforschen und Aktionsmöglichkeiten aufzeigen.
Die Kampagne fordert: Hotels sollen die unternehmerische Verantwortung nicht länger auf Sub-Unternehmer abwälzen und Service-Personal stattdessen in Eigenregie versicherungspflichtig beschäftigen. Außerdem sollen sie grundlegende Mitbestimmungsrechte anerkennen.
Förderung: 15.000 Euro

https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/putzen


Aktion Agrar

Aktion Agrar streitet für eine Agrarwende – hin zu einer ökologisch nachhaltigen, sozial verträglichen und bäuerlichen Landwirtschaft. Die Organisation mischt sich mit ihren Kampagnen zu Milchkrise, Lebensmittelverschwendung und Saatgutindustrie in die deutsche und europäische Agrarpolitik ein und enttarnt die Agrarindustrie mit Recherche- und Öffentlichkeitsarbeit. Aktion Agrar will diese Arbeitsmethode und das Fundraising ausbauen. Die Bewegungsstiftung fördert diesen Entwicklungsschritt mit 55.000 Euro verteilt über drei Jahre. Wir haben Aktion Agrar bereits 2014 mit einer Kampagnenförderung in Höhe von 13.800 Euro unterstützt.

www.aktion-agrar.de/


Adopt a Revolution

Das Projekt Adopt a Revolution ist vor fünf Jahren gestartet, um die zivile Protestbewegung gegen das Assad-Regime in Syrien zu unterstützen. Mittlerweile ist die Lage militärisch eskaliert. Schätzungen sprechen von fast 500.000 Toten, über die Hälfte der Bevölkerung ist auf der Flucht. Inmitten dieser katastrophalen Situation behauptet sich weiterhin die syrische Zivilgesell­schaft und versucht einen dritten Weg des unbewaffneten, friedlichen Widerstands und der lokalen Basisarbeit. Adopt a Revolution unterstützt diese zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich gegen die Unterdrückung seitens des Assad-Regimes und dschihadistischer Gruppen engagieren, mit Spenden und Öffentlichkeitsarbeit. Doch angesichts der Eskalation des Konflikts und einer rasch gewachsenen Organisation steht auch Adopt a Revolution vor Herausforderungen. Mit welcher Strategie lässt sich politisch am meisten erreichen? Wie kann sich das Team von Adopt a Revolution am besten aufstellen? Diesen Fragen wollen die Aktiven mit Hilfe einer Organisationsentwicklung nachgehen, die von der Bewegungsstiftung mit 19.800 Euro unterstützt wird. Wir haben Adopt a Revolution bereits 2011 und 2012 mit Kampagnenförderungen in Höhe von 6.000 und 15.000 Euro gefördert.

https://www.adoptrevolution.org/


Afrique-Europe-Interact

Afrique-Europe-Interact (AEI) ist ein transnationales und ausschließlich ehrenamtlich arbeitendes Netzwerk, das Geflüchtete und Migrant_innen bei ihrem Kampf für Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte unterstützt. Außerdem setzt es sich für eine gerechte und selbstbestimmte Entwicklung in den jeweiligen Herkunftsländern ein, zum Beispiel, indem es Bäuerinnen und Bauern in Mali bei ihrem Kampf gegen Landraub unterstützt. Um den bereits erreichten Organisierungsgrad zwischen afrikanischen und europäischen Aktivist_innen halten und ausbauen zu können, will das Netzwerk sein Spendenaufkommen erhöhen. Dazu will AEI seine Fundraising-Strategien verbessern und professionalisieren. Die Bewegungsstiftung unterstützt die entsprechenden Aktivitäten in und zu Mali mit
einer Basisförderung in Höhe von 60.000 Euro verteilt auf drei Jahre. Wir haben AEI bereits 2015 mit einer Kampagnenförderung in Höhe von 8.000 Euro gefördert.

http://afrique-europe-interact.net


Pinkstinks

Pinkstinks kämpft gegen sexistische Werbung und Produkte und Medieninhalte, die Kindern eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen. Die Organisation macht deutlich, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen unrealistischen Schönheitsidealen und der steigenden Anzahl von Mädchen, die sich unwohl in ihrem Körper fühlen. Aus Protest gegen diese starren Geschlechterrollen organisiert Pinkstinks Online- und Offline-Proteste und macht Lobbyarbeit für ein Gesetz gegen Sexismus in der Werbung. Die Bewegungsstiftung unterstützt Pinkstinks mit einer Basisförderung von 20.000 Euro, um die Finanzierung der in den letzten Jahren gewachsenen Organisation für 2017 sicherzustellen. Wir haben Pinkstinks bereits 2012 mit 7.000 Euro Kampagnenförderung und 2013 mit einer Basisförderung in Höhe von 70.000 Euro gefördert.

https://pinkstinks.de/


Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung

Marsch für das Leben – unter diesem Motto kommen jedes Jahr in Berlin christlich-fundamentalistische sowie rechtsnationale AbtreibungsgegnerInnen zusammen und fordern dort das totale Verbot und die Bestrafung von Schwangerschafts-abbrüchen in Deutschland und Europa. Mit der Kampagne "Mein Körper, meine Verantwortung, meine Entscheidung" will das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung diesem reaktionären Aufmarsch und dem wachsenden Einfluss christlicher FundamentalistInnen und Parteien wie der AfD entgegentreten. Mit einer Konferenz, Podiumsdiskussionen und Aktionen will das Bündnis für starken Gegenprotest sorgen und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung für alle Menschen verteidigen.
Förderung: 13.200 Euro

www.sexuelle-selbstbestimmung.de


Leipzig kohlefrei

Die Kampagne „Leipzig kohlefrei“ will den Kohleausstieg von unten vorwärts bringen und erreichen, dass die kommunalen Stadtwerke Leipzig bis Ende 2016 einen Fahrplan vorlegen, wie sie Kohlestrom aus ihrem Strommix verbannen wollen. Die Stadtwerke sollen spätestens bis 2021 den bisher zugekauften Strom unbekannter Herkunft durch Zukauf-Verträge mit 100 Prozent erneuerbarem Strom oder durch eigene Erzeugung von Erneuerbaren Energien ersetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen die Aktiven Druck machen auf Stadtwerke und Lokalpolitik und mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen eine Debatte über die Energieversorgung in Leipzig anstoßen.
Förderung: 4.000 Euro

http://www.bund-leipzig.de/themen_und_projekte/klima_energie/leipzig_kohlefrei/


Kotti & Co

Die Berliner Mietergemeinschaft Kotti & Co kämpft gegen die Verdrängung der Armen aus der Stadt durch steigende Mieten. Insbesondere seit der Privatisierung großer Bestände von Sozialwohnungen nimmt die Verdrängung zu. Kotti & Co fordert daher eine Rekommunalisierung der Sozialwohnungen. In den vergangenen Jahren hat Kotti & Co es geschafft, die soziale Wohnungsfrage auf die politische Agenda zu setzen. Jetzt geht es darum, Veränderungen in der Wohnungspolitik durchzusetzen und dafür Mehrheiten zu schaffen.
Förderung 2014: 14.000 Euro.
Von 2016 bis 2018 erhält das Projekt eine Basisförderung in Höhe von 50.000 Euro. Ziel ist der Aufbau eines Netzwerkes, das wirkungsvoll in die aktuelle Entwicklung der Wohnungspolitik- und ökonomie intervenieren und langfristige Perspektiven erarbeiten kann. 

http://kottiundco.net


Jetzt schlägt's 13!

Die Kampagne des Vereins aktion./.arbeitsunrecht macht auf Unternehmen aufmerksam, die auf skrupellose Weise ihre Angestellten schikanieren und gewerkschaftliche Organisation verhindern wollen. Bei diesem Treiben werden sie häufig von beratenden Anwaltskanzleien unterstützt. Um diese Methoden anzuprangern, veranstaltet der Verein jedes Mal, wenn ein Freitag auf den 13. eines Monats fällt, bundesweite Aktionstage, an denen sich Gruppen und Einzelpersonen beteiligen können. Mit Onlinepetitionen, Pressearbeit, Flugblättern und Telefonaktionen soll Druck auf die Unternehmen aufgebaut werden, die besonders aggressiv gegen ihre Beschäftigten vorgehen.
Förderung: 15.000 Euro

http://arbeitsunrecht.de/freitag13


Schulfrei für die Bundeswehr - Lernen für den Frieden

Die Kampagne, die von FriedensaktivistInnen aus Baden-Württemberg getragen wird, will die Werbemaßnahmen der Bundeswehr an Schulen stoppen. Dazu sollen Auftritte von Karriereberatern der Bundeswehr und Jugendoffizieren in Schulen verhindert und der Besuch von Schulklassen in Kasernen skandalisiert werden. Mit den Aktionen und dazugehöriger Pressearbeit soll die Öffentlichkeit insbesondere vor der Landtagswahl 2016 für das Thema sensibilisiert werden. Ziel ist es, dass das Kultusministerium seine Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr kündigt. Die Bewegungsstiftung hat die Kampagne bereits 2011 mit 7.000 Euro gefördert.
Aktuelle Förderung: 11.600 Euro

www.schulfrei-für-die-bundeswehr.de


Gemeingut in BürgerInnenhand

Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) tritt seit 2010 für die Bewahrung und umfassende Demokratisierung der Daseinsvorsorge ein. Der Verein wendet sich gegen die Privatisierung von Wasser, Bildung, der Gesundheitsversorgung und vielem mehr. GiB ist die einzige Organisation in Deutschland, die zu Öffentliche-privaten Partnerschaften (ÖPPs) aufklärt und dazu Kampagnen konzipiert und durchführt. In der Bevölkerung werden neue Privatisierungen schon seit Jahren von einer großen und stabilen Mehrheit abgelehnt. Um dieser Mehrheitshaltung zu konkreten politischen Ergebnissen zu verhelfen, will GiB aufzeigen, dass öffentliche Investitionen in die Daseinsvorsorge besser und viel günstiger ohne Privatisierungen getätigt werden können. Langfristig will GiB erreichen, dass die Daseinsvorsorge aus Steuergeldern erhalten und betrieben wird, dass Investitionen am Bedarf ausgerichtet und aus dem Haushalt oder über Staatsanleihen finanziert werden. Dazu gehört, dass die Infrastrukturen der Daseinsvorsorge nicht für gemeinwohlschädliche Finanzkonstrukte zum Beispiel in privaten Infrastrukturfonds missbraucht werden. GiB erhielt bereits von 2011 bis 2013 eine Basisförderung der Bewegungsstiftung. Die neue Basisförderung beträgt 65.000 Euro.

https://www.gemeingut.org/


Anti-Kohle-Kampagne

Wer es mit dem Klimaschutz und einer Energieversorgung durch 100 Prozent Erneuerbare ernst meint, der muss schnellstmöglichst und geordnet aus der Kohleverstromung aussteigen – meint das Bündnis „Kohleausstieg Berlin“, das mit seiner Anti-Kohle-Kampagne ein Abschalten aller Kohlekraftwerke in Berlin und Brandenburg erwirken und die Erschließung neuer Tagebaue in der Region verhindern will. Alte wie auch aktive Tagebaue in der Lausitz belasten die Spree mit Eisenocker (Braune Spree) und Sulfaten. Letztere stellen bereits jetzt für eine Reihe von Wasserbetrieben entlang der Spree ein Problem dar. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das Thema auf die Agenda zu setzen: Zum einen mobilisieren Klimaaktivisten zu den im Winter anstehenden Klimaverhandlungen in Paris. Zum anderen erhält das Thema Divestment, folglich der Ausstieg aus Investitionen in klimaschädliche Kohlekraft, immer stärkeren Aufwind. Das Bündnis „Kohleausstieg Berlin“ will dieses kohlekritische Klima nutzen, um das Thema zu einer entscheidenden Rolle bei der Abgeordnetenhauswahl im September 2016 und in den folgenden Koalitionsverhandlungen zu machen. Die Bewegungsstiftung fördert die Kampagne mit 10.000 Euro.

http://www.kohleausstieg-berlin.de/


Frauenhäuser–16-Tage–16-Bundesländer-Tour 2016

Die Idee der „16-Tage-Tour“ ist es, die Themen „Überfüllung von Frauenhäusern“ und „Zugangsbeschränkungen durch Tagessatzfinanzierung“ verstärkt in alle Bundesländer zu tragen und gemeinsam mit Frauen vor Ort an 16 Tagen in 16 Bundesländern öffentlichkeitswirksame Aktionen durchzuführen. Die Tour vom 19.02. - 07.03.2016 soll filmisch dokumentiert werden. Die „Frauenhäuser-16Tage-16Bundesländer-Tour“ im Rahmen der Frauenhaus-Kampagne „Schwere Wege leicht machen“ wird von Mitarbeiterinnen und Bewohnerinnen sowie BündnispartnerInnen autonomer Frauenhäuser durchgeführt. Mit der Tour wollen sie zwei Hauptforderungen in die Öffentlichkeit tragen: dass alle von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder unbürokratisch und kostenlos Schutz und qualifizierte Unterstützung in einem Frauenhaus erhalten können – unabhängig von ihrem Einkommen, ihrem Wohnort, ihrem Aufenthaltsstatus oder einer möglichen Behinderung/Beeinträchtigung –, und dass alle Frauenhäuser in Deutschland einzelfallunabhängig, bedarfsgerecht und verlässlich, d.h. auf gesetzlicher Grundlage, finanziert werden. Die Kampagne wird von der Bewegungsstiftung mit 15.000 Euro gefördert.

http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/


Bürgerbegehren Klimaschutz

Der gemeinnützige Verein BürgerBegehren Klimaschutz (BBK) möchte mit seiner Stadtwerke-Kampagne lokale Initiativen dazu bewegen, mit direktdemokratischen Mitteln die Kohle aus dem Strom-Mix ihrer kommunalen Stadtwerke zu verbannen. Dadurch soll auch die lokale politische Diskussion zum Thema Kohleausstieg angestoßen werden. Als Vorbild für die Kampagne dient die von der Klima-Allianz koordinierte Stadtwerke-Kampagne von 2010, die eine ähnliche Stoßrichtung hatte. BBK war in diese Kampagne involviert und hat z.B. in Aachen und Dachau Bürgerbegehren angestoßen und unterstützt, die zu einem Ausstieg der jeweiligen Stadtwerke führten. Die Bewegungsstiftung fördert die Kampagne mit 4.500 Euro. Der Verein BürgerBegehren Klimaschutz wurde bereits im vergangenen Jahr als Trägerverein des Berliner Energietisches unterstützt. Seit 2011 setzt sich dieses Bündnis für die Rekommunalisierung des Berliner Stromnetzes und die Gründung eines Berliner Stadtwerkes ein.

http://www.buerger-begehren-klimaschutz.de


Women in Exile

Die feministische Organisation Women in Exile versteht sich als eine der wenigen Schnittstellen zwischen Frauen- und Flüchtlingsbewegung. Ihr Ziel ist eine gerechte Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Diskriminierung, mit gleichen Rechten für alle Menschen, egal, woher sie kommen und wohin sie gehen. Ihr Fokus liegt auf der Abschaffung aller diskriminierenden Gesetze gegen Asylsuchende und MigrantInnen und der Verschränkung von Rassismus und Sexismus. Seit 2011 gibt es die Gruppe Women in Exile & Friends in der Frauen mit und ohne Fluchthintergrund gemeinsam die Gesellschaft mit den Problemen und Forderungen von Flüchtlingsfrauen konfrontieren und diese an politische EntscheidungsträgerInnen herantragen. Die Bewegungsstiftung hat bereits die Kampagne „Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“ unterstützt. Nun hat die Stiftung eine Basisförderung über 45.000 Euro gewährt, um Fundraising und Projektentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit vorantreiben zu können.

http://women-in-exile.net/


urgewald

urgewald ist eine Umwelt- und Menschenrechtsorganisation, die Banken und Konzernen auf die Finger schaut, wenn deren Aktivitäten Mensch und Umwelt schaden. Der Verein deckt auf, welche Banken die Atomindustrie finanzieren, welche mit ihrer Kreditvergabe den Klimawandel anheizen oder wer mit dem Geld seiner Kunden die Waffenindustrie finanziert. Die Recherchen sind Grundlage für Protestkampagnen und für die Information von Medien und Öffentlichkeit. Damit urgewald eine noch bessere Presse- und Öffentlichkeitsarbeit leisten kann, finanziert die Bewegungsstiftung den Ausbau dieses Bereichs mit einer Basisförderung in Höhe von 70.000 Euro über drei Jahre. Die Bewegungsstiftung hat urgewald bereits von 2008 bis 2010 mit einer Basisförderung in Höhe von 45.000 Euro beim Aufbau eines Aktiven-Netzwerks unterstützt.

www.urgewald.org


Strukturwandel jetzt – Kein Nochten II

Das regionale Bündnis will den geplanten Braunkohletagebau Nochten II in der Lausitz verhindern. Für das Projekt müssten vier Dörfer und Teile von zwei weiteren weichen und 1.700 Menschen umgesiedelt werden. Die Lebensgrundlagen einer ganzen Region würden zerstört. Das Bündnis will die Menschen in der strukturschwachen Region dazu ermutigen, sich der Abbaggerung zu widersetzen, ihre bürgerlichen Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen und der übermächtigen Kohlelobby etwas entgegenzusetzen. Dazu organisiert das Bündnis Veranstaltungsreihen, Demonstrationen und Mahnwachen und informiert die Menschen mit Plakaten und einer Zeitschrift. Förderung: rund 13.700 Euro

www.strukturwandel-jetzt.de


Frühere Förderungen

Hier finden Sie einen Überblick über die Förderprojekte, die wir in den Vorjahren gefördert haben.
Frühere Förderung ►

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