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BewegungsstiftungFörderungBewegungsarbeiter : Jutta Sundermann

Jutta Sundermann

Jutta Sundermann bei der Übergabe von Unterschriften bei der »Lidl-Kampagne«

Jutta Sundermann ist 36 Jahre alt, alleinerziehende Mutter zweier Kinder (12 und 15 Jahre) und mit Leidenschaft fulltime in der Bewegung aktiv.

Neben eigener Kampagnenarbeit berät sie andere Projekte.

Seit 2005 ist sie Büro, Pressesprecherin und Texterin für die freiwilligen FeldbefreierInnen der Initiative »Gendreck weg«, die in den letzten Jahren für ein weltweites Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft kämpft. »Gendreck weg« arbeitet mit zivilem Ungehorsam und kann in jedem Jahr Hunderte von Absichtserklärungen von Menschen sammeln, die angesichts der dramatischen Auswirkungen der Agrogentechnik nach öffentlicher Ankündigung Genmaisfelder betreten und die Pflanzen unschädlich machen. Über diese gewaltfreien und farbenfrohen Aktionen gab es eine breite Presse-Berichterstattung und in jedem Jahr mehr Zuspruch von Aktiven, aus der Landwirtschaft und von kritischen KonsumentInnen.

Im Jahr 2000 gründete Jutta Attac in Deutschland mit und ist heute Mitglied des Koordinierungskreises. Sie engagiert sich vor allem in Kampagnen der GlobalisierungskritikerInnen wie 2004 bis 2006 in der »Lidl-Kampagne« gegen Preis-, Umwelt- und Sozialdumping des Hartdiscounters. Seit 2007 arbeitet sie in der Kampagne »Power to the people« mit, die das Ziel hat, den Stromkonzernen den Stecker zu ziehen. Die Kampagne unterstützt Proteste gegen klimafeindliche Kohlekraftwerke und fordert, die Stromkonzerne, mit denen niemals eine soziale, ökologische und demokratisch gestaltete Stromversorgung möglich sein wird, zu enteignen und zu zerlegen.

Vor der Feldbefreiung die Kundgebung im Regen: Jutta mit Aktiven aus Frankreich und der Schweiz im Lautsprecherwagen

2002 startete sie zusammen mit Menschen aus der BUKO, der Bundeskoordination Internationalismus, die BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie. Im April 2008 erscheint der zehnte »Kaperbrief« der Gruppe als bundesweite taz-Beilage. 2004 wurde die Einzel-Kampagne »Naschen gegen Biopiraterie« Förderprojekt der Bewegungsstiftung und konnte nach zwei Jahren breiter Öffentlichkeitsarbeit und dem Verkauf von Hunderten von leckeren Pralinen mit Hintergrundgeschichte die Patentierung und den Markenschutz, die die Tropenfrucht Cupuaçu bedrohten, verhindern bzw. beenden.

2001 bis 2005 war sie für die kritische Frankfurter Hilfsorganisation medico international ehrenamtlich aktiv. Sie gestaltete Jugendmitmachaktionen für die Kampagne »fatal transactions«, die die Zusammenhänge von Rohstoffexporten und Bürgerkriegen in Afrika verdeutlichte und aufzeigte, wo europäische Unternehmen skrupellos daran verdienen.

Von 1997-98 und 1999 bis 2003 arbeitete sie in Verden/Aller in der Verdener Umweltwerkstatt mit und beim Aufbau des Ökozentrums, in dem heute die Bewegungsstiftung zu Hause ist.

Zuvor lebte Jutta Sundermann in Hessen, wo sie nach einer Zeit als Landesjugendsprecherin der Naturschutzjugend sich dem Aufbau von freien Projektwerkstätten widmete und in Reiskirchen-Saasen sowie im alten Bahnhof Trais Horloff selbst auch handwerklich Raum für politische Projektarbeit schaffte. Nach dem Abitur und einem Praktikum bei der Hörfunk-Redaktion des Hessischen Rundfunks arbeitete sie einige Jahre gleichzeitig als freie Radio-Journalistin und für die Einführung eines Bürgerradios in Gießen. Auf ein Studium verzichtete sie angesichts eines immer vollen Terminkalenders – und bereut es bis heute nicht, da sie jeden Tag jenseits der Hörsäle und Studiengebühren vieles lernen darf.

www.gendreck-weg.de

www.biopiraterie.de

www.attac.de/stromkonzerne

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