Interview mit Jutta Meinerts
»Mir gefällt der Vernetzungsgedanke der Bewegungsstiftung. Ich nehme wieder an politischen Diskursen teil, das ist mir unglaublich wichtig.« mehr >>
Die Bewegungsstiftung wurde von neun StifterInnen gegründet. Der Wunsch dieser GründungsstifterInnen, nicht unter sich zu bleiben, ist in Erfüllung gegangen: Mittlerweile wird die Bewegungsstiftung von über 130 Stifterinnen und Stiftern aus ganz Deutschland getragen. Den typischen Bewegungsstifter, die typische Bewegungsstifterin gibt es nicht: Unsere StifterInnen kommen aus verschiedenen Generationen - zwischen Anfang 20 und Ende 70 ist jedes Alter zu finden. Etliche StifterInnen bringen sich auch ehrenamtlich in die Stiftung ein - andere belassen es bewusst beim finanziellen Engagement. Viele StifterInnen wollen anonym bleiben, andere unterstützen die Stiftung auch in der Öffentlichkeitsarbeit. Einige haben an unserem Film über die Bewegungsstiftung mitgewirkt.

Mitglieder der Initiative bei einer Aktion in Berlin. Foto: Jakob Huber
StifterInnen der Bewegungsstiftung fördern nicht nur politische Protestbewegung - sie sind zum Teil auch selbst politisch aktiv. Einige von Ihnen haben die Initiative »Vermögende für eine Vermögensabgabe« ins Leben gerufen und fordern die Politik auf, Reiche mit einer Vermögensabgabe stärker zu belasten und so an den Kosten zur Abfederung der Finanzkrise zu beteiligen. Zuletzt machte die Initiative mit einer Straßenaktion in Berlin auf sich aufmerksam. Mehr dazu lesen Sie hier.

»In der Politik braucht man immer einen langen Atem. Diese Erfahrung habe ich in den letzten Jahren immer wieder gemacht. Was liegt da näher als eine Stiftung zu unterstützen, die auch in 20, 30 oder 50 Jahren noch ein Leuchtturm der Veränderung sein kann. Für mich ist das sinnvoller, als kurzfristig kleine Feuer der Verbesserung zu entzünden.«

»Ich engagiere mich sowohl beruflich als auch ehrenamtlich stark in der sozialen Bewegung. Die Bewegungsstiftung bietet mir darüber hinaus die Möglichkeit, auf einer zusätzlichen Ebene die Bewegung als Motor für gesellschaftliche Veränderung zu unterstützen. Als ›ganz‹ normale Bürgerin, die in relativem Wohlstand lebt, ist mir auch das ein echtes Anliegen.«

»Als 68erin beeindruckt mich an der Bewegungsstiftung, wie sie Traditionen von Protestbewegungen aufgreift und mit den Herausforderungen der Zeit verbindet. Sie fördert nicht wahllos mit der Gießkanne, sondern sucht die Projekte mit dem größten Potential aus.«

»Wir brauchen in unserer sich immer schneller verändernden Welt Bewegung im gesellschaftlichen Denken. Die Bewegungsstiftung verstärkt die Anstöße, die Protestbewegungen dazu geben!«

»Die Bewegungsstiftung initiiert politischen Wandel nicht nur mit der Rendite, sondern auch mit ihrem Kapital. Mit ihrer ethischen Geldanlage ist sie ein wichtiges Vorbild - für andere Stiftungen und für mein eigenes Portfolio.«

»Ich möchte einen Teil meines Erbes für soziale und ökologische Zwecke einsetzen und so langfristig den Wandel in Richtung auf eine gerechtere Gesellschaft und einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen fördern.«

»Stiftungen sind auf Ewigkeit angelegt. Es ist ein faszinierender Gedanke, dass mein Geld auch in 50, 100 oder 200 Jahren noch für eine bessere Welt verwendet werden wird; in Kämpfen, von denen wir heute noch gar nichts ahnen...«
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