Newsletter der Bewegungsstiftung, 7/2011, August 2011
Liebe Leserin, lieber Leser,
die letzten Monate mit Protesten gegen Atomkraft, Stuttgart 21 und
Naziaufmärsche haben gezeigt: Wer sich einmischt und auf die Straße
geht, kann viel bewegen. Planen Sie selbst eine Kampagne und suchen noch
Unterstützung? Dann stellen Sie bis zum 6. September einen Antrag bei
uns. Was wir fördern und wie ein Antrag aufgebaut sein sollte, können
Sie hier nachlesen:
http://www.bewegungsstiftung.de/antragstellung.html
Was Organisationen erreicht haben, die bereits von uns gefördert werden,
lesen Sie in diesem Newsletter.
Viel Spaß dabei wünscht
Wiebke Johanning
für das Team der Bewegungsstiftung
1. Die Bewegungsstiftung stellt sich vor - in Kassel und Frankfurt
2. Erfolg für Datenschützer: Elena-Verfahren gekippt
3. LobbyControl verleiht Preis an schlimmsten Lobbyisten
4. Schönfärber entlarven! Werbung für Discounter verfremden
5. Interview mit Bewegungsarbeiter zu Rüstungsgeschäften mit Angola
6. 365 Gorleben: Täglicher Protest gegen das Endlager
1. Die Bewegungsstiftung stellt sich vor - in Kassel und Frankfurt
Denken Sie darüber nach, der Bewegungsstiftung eine Zustiftung zu
machen? Dann haben Sie an den folgenden Terminen die Gelegenheit, uns
unverbindlich kennenzulernen:
Am 14. September in Kassel
Am 21. September in Frankfurt
Die Stiftungsinteressiertenabende geben einen Überblick über
* die Ziele der Stiftung und ihre Entscheidungsstrukturen
* die Möglichkeiten der Zustiftung und daraus resultierende steuerliche
Möglichkeiten
* die Förderbedingungen
Hier finden Sie weitere Informationen zum Programm:
www.bewegungsstiftung.de/termine.html
Anmelden können Sie sich online unter
www.bewegungsstiftung.de/anmelden.html
2. Erfolg für Datenschützer: Elena-Verfahren gekippt
Das Elena-Verfahren - der elektronische Entgeltnachweis - soll
eingestellt werden. Damit ist eine Verfassungsbeschwerde des
Datenschutzvereins FoeBuD erfolgreich, noch bevor sie in Karlsruhe zur
Verhandlung kam. An der Klage gegen die zentrale Speicherung sensibler
Arbeitnehmerdaten hatten sich über 22.000 Mitkläger beteiligt. Auch wenn
Elena vorerst gestoppt ist - vom Tisch ist das Verfahren noch nicht. Die
Verantwortlichen haben bereits angekündigt, an einem neuen Meldesystem
zu arbeiten. Der FoeBuD, der von der Stiftung bridge gefördert wird,
bleibt weiter dran am Thema.
Mehr Infos unter:
http://bit.ly/qjg8DC
3. LobbyControl verleiht Preis an schlimmsten Lobbyisten
Auf EU-Ebene wird er bereits vergeben, nun will unser Förderprojekt
LobbyControl ihn auch für Deutschland einführen – den Negativpreis für
Lobbyisten. Mit dem Anti-Oscar will LobbyControl auf umstrittene
Lobbystrategien hinweisen und Druck für Veränderungen machen. Haben Sie
eine Idee für einen würdigen Preisträger? Dann reichen Sie Ihren
Vorschlag bis zum 9. September ein. Die Online-Abstimmung startet im
November. Die Preisverleihung findet im Dezember in Berlin statt.
http://bit.ly/pDinuB
4. Schönfärber entlarven! Discounter-Werbung verfremden
Die Preise sind niedrig - auf Kosten von Arbeitnehmerrechten und Umwelt.
Trotzdem geben sich viele Discounter in ihrer Werbung ein soziales und
grünes Image. Wer diese Schönfärberei entlarven will, kann selbst zum
Werbeprofi in Sachen Wahrheit werden. Auf einer Webseite unseres
Förderprojekts Kampagne für saubere Kleidung kann man Plakate von Aldi,
Lidl und Kik verfremden und im Netz verbreiten.
http://www.schoenfaerben-jetzt.de
Die Kampagne für saubere Kleidung fordert zusammen mit anderen
Initiativen von der Bundesregierung die Einführung von Transparenzregeln
für Unternehmen. Dann müssten diese offenzulegen, wie ökologisch und
sozial sie wirklich wirtschaften. Hier können Sie die Petition für die
Einführung von Transparenzregeln unterschreiben:
https://www.supermarktmacht.de/was-tun
Wie Billigpreise und Ausbeutung zusammenhängen, zeigt folgender
Videospot. Er macht deutlich, wie sich der Preiskampf der
Supermarktketten auf die gesamte Lieferkette auswirkt.
http://www.youtube.com/watch?v=nzAmh42u70k
5. Interview mit Bewegungsarbeiter zu Rüstungsgeschäften mit Angola
Als die Kanzlerin Mitte Juli Angola besuchte und bekannt wurde, dass die
Bremer Lürssenwerft Patrouillenboote an das afrikanische Land liefern
will, schlugen die Wellen hoch. Zu Recht: Denn Angola wird von einem
Regime regiert, das Menschenrechte missachtet und als korrupt gilt.
Unser Bewegungsarbeiter Emanuel Matondo, der 1990 als
Kriegsdienstverweigerer aus Angola nach Deutschland floh, engagiert sich
seit Jahren für Demokratie in Angola. In einem Interview mit der Zeitung
Jungle World berichtet er, wie deutsche Banken von der Korruption
profitieren und er kritisiert den Rüstungsdeal: "Viele Afrikaner fragen,
wozu Angola so viele Waffen braucht. In den Provinzen der Erdölförderung
gibt es nicht mal ein vernünftiges Krankenhaus."
http://jungle-world.com/artikel/2011/29/43639.html
Wenn Sie die Arbeit von Emanuel Matondo oder die der anderen
BewegungsarbeiterInnen unterstützen möchten, werden Sie Patin oder Pate!
Hier der Link zum Online-Formular:
http://www.bewegungsstiftung.de/patenschaften.html
6. 365 Gorleben: Täglicher Protest gegen das Endlager
Mit dem Ausstiegsbeschluss ist das Thema Atomkraft vom Tisch? Von wegen!
Neun Reaktoren laufen weiter und obwohl es kein sicheres Endlager für
Atommüll gibt, wird die Erkundung des Salzstocks Gorleben fortgesetzt.
Die Kampagne "365 Gorleben" will deshalb ein ganzes Jahr lang Blockaden
vor dem Bergwerk organisieren, um den Baustellenverkehr zu verhindern.
Dafür braucht es viele MitstreiterInnen. Suchen Sie sich einen Tag aus,
mobilisieren Sie Familie und FreundInnen und kommen Sie nach Gorleben!
Manche haben schon ihre Geburtstagsfeier in die Blockade verlegt und
FreundInnen dazu eingeladen.
Mehr Infos unter:
http://www.gorleben365.de/
Wie Sie uns unterstützen können:
Wir wollen die Bewegungsstiftung bekannter machen. Bitte leiten Sie
diesen Rundbrief an Freundinnen und Freunde weiter, die an unserer
Stiftungsidee interessiert sein könnten.
Wenn Sie sich aus dieser Liste austragen wollen, dann senden Sie uns
bitte eine Mail an info@bewegungsstiftung.de
Verantwortlich für alle Inhalte des Newsletters: Wiebke Johanning
Rechtlicher Hinweis: Für den Inhalt von Websites, auf die in diesem
Newsletter hingewiesen wird, ist die Bewegungsstiftung nicht
verantwortlich.



