Förderprojekte für das Jahr 2005
hier geblieben!
GRIPS, GEW und Pro Asyl
Anfang 2005 wurden mehrere SchülerInnen direkt aus dem Unterricht in Abschiebehaft genommen. Als Reaktion auf diese Festnahmen haben der Flüchtlingsrat Berlin e.V., das Berliner Jugendtheater GRIPS, die Gewerkschaft GEW und Pro Asyl die Kampagne »hier geblieben« ins Leben gerufen, die mit vielfältigen Aktionen auf das Thema aufmerksam macht. Die Ziele des Bündnisses sind das Bleiberecht sowie die vollständige Ratifizierung der UNO-Kinderrechtskonvention durchzusetzen.
Karawane-Tour 2005
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Die europäische Migrations- und Flüchtlingspolitik ist zu großen Teilen Abschottungspolitik. Jene, denen es dennoch gelingt, nach Europa zu kommen, haben mit Schikanen zu kämpfen und sind häufig von Abschiebung bedroht. Über ihr Schicksal ist gemeinhin wenig bekannt. Unter dem Motto »We have no vote but a voice« machen die Aktiven der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen auf ihre Situation aufmerksam und kämpfen für ihre Menschenrechte. Die Bewegungsstiftung unterstützt die Karawane seit 2002 durchgängig, um den Aktiven mehr Planungssicherheit zu gewährleisten.
Wiederentwaffnung jetzt! Einsatzkräfte auflösen!
Bildungswerk für Friedensarbeit
Die Stationierung deutscher Truppen im Ausland ist mittlerweile Normalzustand. Krieg ist wieder Mittel der Politik. Das militärkritische Potential in Deutschland ist geschrumpft. Hier setzt die Kampagne an: Über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren, beginnend mit dem 50. Geburtstag der Bundeswehr, wird mit Veranstaltungen und Aktionen der Protest gegen Kriegseinsätze befördert, um zu einer wieder handlungsfähigen Friedensbewegung zu kommen.
NoLager-Kampagne
NoLager-Netzwerk
Die immer konsequentere Unterbringung von Flüchtlingen und Papierlosen in Lagern oder Gefängnissen ist nahezu überall in Europa vorherrschender Trend. Im Lager leben die Eingesperrten in Isolation und Angst, außerdem sind sie ständigen Schikanen und umfassender Kontrolle ausgesetzt. Die NoLager-Kampagne hat sich zum Ziel gesetzt, diesen skandalösen Zustand öffentlich zu machen, die Isolation zu unterwandern und die Selbstorganisation von Flüchtlingen und MigrantInnen zu unterstützen.
Vattenfall die rote Karte zeigen
Robin Wood
Braunkohle gilt als Klimakiller Nr. 1 unter den Energieträgern. Trotzdem will der schwedisch-deutsche Stromkonzern Vattenfall die Braunkohleverstromung ausbauen. Robin Wood setzt sich in Kooperation mit einer örtlichen Initiative in der brandenburgischen Ortschaft Lacoma exemplarisch gegen den Braunkohle-Tagebau und für die Erhaltung einer schützenswerten Landschaft ein. Eine Vernetzung aller Betroffenen aus Gebieten, in denen Braunkohle abgebaggert und verstromt wird, soll zur Stärkung des Protestes beitragen.
Schleichende Privatisierung. Das »deutsche Modell« der Wasserversorgung in Bolivien
FDCL Berlin
Viele Entwicklungsländer setzen beim Ausbau der Wasserversorgung auf Privatisierung - allerdings ohne Erfolg. Das Berliner Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) will die deutsche Praxis der schleichenden Wasserprivatisierung am Beispiel Boliviens öffentlich thematisieren, die Betroffenen vor Ort unterstützen und Druck auf die hiesige Politik aufbauen. Die zivilgesellschaftlichen Bemühungen für demokratisch kontrollierte, partizipative Versorgungsstrukturen im bolivianischen Wassersektor sollen gestärkt werden.
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