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Humanistische Union

Humanistische Union

Die Humanistische Union ist eine unabhängige Bürgerrechtsorganisation. Sie steht für das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und wendet sich gegen jede unverhältnismäßige Einschränkung dieses Rechts durch Staat, Wirtschaft oder Kirchen. Seit ihrer Gründung 1961 hat sie wichtige Debatten mit angestoßen, Aufklärungsarbeit geleistet und zahlreiche Musterklagen für Bürgerrechte initiitiert oder unterstützt. Nun will sich die Humanistische Union für die Zukunft neu aufstellen, ihr Profil schärfen, neue Mitglieder gewinnen und ihre Kampagnenfähigkeit verbessern. Erreicht werden soll das mit beispielhaften Kampagnen zur Abschaffung des Verfassungsschutzes und zu der unabhängigen Kontrolle der Polizeiarbeit. Die Bewegungsstiftung unterstützt den Organisationsentwicklungsprozess der Humanistischen Union von 2013 bis 2015 mit 70.000 Euro.

www.humanistische-union.de


Bauer sucht Land

Bauer sucht Land

Landgrabbing – die zweifelhafte Aneignung von Land durch Investoren findet nicht nur in Afrika statt. Auch in Ostdeutschland tritt das Phänomen vermehrt auf. Die Bodenvergabe öffentlicher Flächen erfolgt nach intransparenten Kriterien an Großbetriebe und Investmentgesellschaften. Kleine Betriebe haben keine Chance, sich eine Existenz aufzubauen. Das Bündnis Junge Landwirtschaft will mit seiner Kampagne „ Bauer sucht Land“ eine gerechte und transparente Vergabe erreichen. Das Bündnis von Menschen aus dem Ökolandbau sieht sich als Anlaufstelle Betroffener und plant verschiedene Protest- und Infoveranstaltungen sowie eine breitere Vernetzung. Die Bewegungsstiftung fördert die Kampagne mit 5.000 Euro.

www.stopp-landgrabbing.de


Initiative Armut durch Pflege

Initiative Armut durch Pflege

Millionen Menschen in Deutschland pflegen eine ihnen nahestehende Person - unentgeltlich und oft ohne jede Unterstützung. Sie tragen den größten Teil der Pflegekosten selbst, was für den Staat eine enorme Entlastung bedeutet. Gleichzeitig geraten tausende aufgrund ihrer Pflegeverantwortung ins soziale Abseits und sind von akuter Verarmung betroffen. Die Initiative Armut durch Pflege setzt sich für eine  Umgestaltung des Pflegesystems ein, damit pflegende Angehörige vor einem sozialen Abstieg bewahrt bleiben und eine gute Pflege gesichert ist. Dazu will die Kampagne Betroffene vernetzen, die Öffentlichkeit mit Erfahrungsberichten aufklären und politische Lobbyarbeit betreiben. Die Bewegungsstiftung fördert die Kampagne mit 10.000 Euro.

www.armutdurchpflege.de


Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!

Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!

In der Initiative „Women in Exile“ engagieren sich Flüchtlingsfrauen für ihre Rechte. Gemeinsam mit anderen AktivistInnen setzen sie sich sich für den Schutz von Frauen in Flüchtlingslagern ein, die häufig von Rassismus und sexueller Gewalt betroffen sind. Mit der Kampagne "Keine Lager für Frauen!", die ihren Schwerpunkt in Brandenburg hat, wollen sie erreichen, dass asylsuchende Frauen und ihre Kinder in Wohnungen untergebracht werden. Denn nur in Wohnungen ist ein selbstbestimmter Alltag und Privatsphäre möglich. Der Landtag Brandenburg hat bereits 2011 beschlossen, die Unterbringung von Flüchtlingen zu verbessern. Doch passiert ist bisher nichts. Nun will die Kampagne den Druck mit Öffentlichkeitsarbeit, Petitionen und Demonstrationen erhöhen und weitere Flüchtlingsfrauen mobilisieren. Langfristiges Ziel ist die bundesweite Abschaffung aller Lager. Die Bewegungsstiftung unterstützt die Kampagne mit 12.000 Euro.

www.womeninexile.blogsport.de


Disability & Mad Pride

Disability & Mad Pride

„Disability & Mad Pride“ ist eine Kampagne, in der sich behinderte und psychatrieerfahrene Menschen und ihre UnterstützerInnen unabhängig von Parteien und Verbänden organisieren, für ihre Rechte eintreten und gegen Stigmatisierung kämpfen. Die Kampagne will behindertenpolitisches und psychiatriekritisches Engagement sichtbarer machen, die Zusammenarbeit der Betroffenen fördern und langfristig die Ziele der UN-Behindertenkonvention zur Inklusion durchsetzen - gegen staatliche Verwässerungs- und Hinhaltetaktiken. Auftakt der Kampagne ist eine Parade am 13. Juli 2013 in Berlin. Die Kampagne wird von der Bewegungsstiftung mit 4.000 Euro unterstützt.

www.pride-parade,de


.ausgestrahlt

.ausgestrahlt

.ausgestrahlt ist eine bundesweit tätige Anti-Atom-Organisation und unterstützt AtomkraftgegnerInnen dabei, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Dafür entwickelt .ausgestrahlt Strategien, Aktionsideen, Argumente und Materialien und stellen diese der Anti-Atom-Bewegung, örtlichen Initiativen und jeder einzelnen AtomkraftgegnerIn zur Verfügung. Die Bewegungsstiftung fördert die .ausgestrahlt-Kampagne "Schneller abschalten" 2013 und 2014 mit einer Basisförderung in Höhe von 100.000 Euro. Ziel der Kampagne ist es, breiten Protest zu mobilisieren, damit die noch laufenden neun Atomkraftwerke in Deutschland schneller abgeschaltet werden. Außerdem soll das Bewusstsein für die Gefahren von Atomkraft wachgehalten werden. Die Bewegungsstiftung hat .ausgestrahlt bereits 2009 mit einer Kampagnenförderung in Höhe von 13.000 Euro unterstützt. 

 

www.ausgestrahlt.de


Roma-Center Göttingen

Roma-Center Göttingen

Das Roma-Center Göttingen setzt sich für die Rechte von Roma in Deutschland ein. Die Aktiven versuchen Abschiebungen von geduldeten Roma aus dem Kosovo zu verhindern. Sie treten aber auch für mehr Chancengleichheit in der Bildung, eine ausgewogene Darstellung von Roma in den Medien, sowie für die Gleichberechtigung von Roma-Frauen ein. Der Verein will Roma und besonders Romafrauen, die bisher selten öffentlich aktiv sind, dabei unterstützen, ihre Rechte gegenüber der Politik und Gesellschaft einzufordern. Dazu sollen Regionalstandorte aufgebaut und Kampagnen, Fundraising- und Pressestrategien entwickelt werden. Die Bewegungsstiftung unterstützt diesen Organisationsaufbau mit 52.000 Euro verteilt über drei Jahre. 2011 und 2010 hatte die Stiftung bereits die Bleiberechtskampagne des Roma-Centers „alle bleiben!“ mit 13.100 Euro gefördert.

www.roma-center.de


Pinkstinks

Pinkstinks kämpft gegen die rosa Glitzerwelt in den Kinderzimmern und Werbekampagnen, die Mädchen eine limitierende Rolle zuschreiben. Denn auch wenn oft argumentiert wird, dass die rosa Welle eine Phase in der Mädchenkindheit ist, die vorübergeht, stellt sie die Weichen für eine unkritische Haltung gegenüber Mode- und Diätdiktaten von Bravo bis zu Model-Shows. Außerdem richtet sich Pinkstinks gegen vermeintlich ironisch gemeinte sexistische Werbekampagnen, die auch von Kindern konsumiert werden, wie zum Beispiel die Sportschau-Werbung „Männer waren schon immer so“. Denn Kinder verstehen Ironie erst ab dem achten Lebensjahr. Bisher ist Pinkstinks einzelne Werbekampagnen direkt angegangen, nun will die Gruppe mit einer Petition Druck auf den Deutschen Werberat als Kontrollgremium der Branche machen. Dieser soll mehr Rügen aussprechen und damit Kinder besser vor stereotypen Rollenbildern schützen. Die Bewegungsstiftung fördert die Kampagne zum Deutschen Werberat mit 7.000 Euro.

www.pinkstinks.de


Gegenstrom 13

Klimaschädlich und völlig unwirtschaftlich – kaum ein Kraftwerk steht seit seiner Planung so in der Kritik wie das Hamburger Kohlekraftwerk Moorburg. Trotzdem soll der Meiler des Stromkonzerns Vattenfall 2014 ans Netz gehen. Noch vor der geplanten Inbetriebnahme will die Kampagne Gegenstrom 13 auf einen weiteren Skandal hinweisen: Das Kraftwerk Moorburg soll vor allem mit Kohle aus Kolumbien befeuert werden, deren Abbau massive Vertreibungen und Umweltzerstörung verursacht. Dagegen, sowie überhaupt gegen das Kohlekraftwerk, will das Bündnis im kommenden Jahr mit Aktionen, Veranstaltungen und einer symbolischen Elbblockade pünktlich zum Geburtstag des Hamburger Hafens protestieren.
Die Bewegungsstiftung fördert diese Aktivitäten mit 10.000 Euro

www.gegenstrom13.de


ExChains

Viele Überstunden, niedrige Löhne, Leistungsdruck und Repression – das sind die Bedingungen unter denen TextilarbeiterInnen in Südostasien Kleidung für den Einzelhandel bei uns herstellen. Die großen Handelskonzerne könnten etwas an den Produktionsbedingungen ändern, wenn sie höhere Stückpreise zahlen und auf ihre Zulieferer einwirken würde. Um die Konzerne zum Handeln zu bewegen, will die Kampagne ExChains Proteste und Aktionen sowohl von Beschäftigten und Betriebsräten des Einzelhandels als auch von außerbetrieblichen Aktivisten organisieren. Mit Flugblattaktionen, Straßentheater und Interviews soll erreicht werden, dass die Konzerne die Listen ihrer Zulieferer offen legen und diese dazu verpflichten, Brandschutzbestimmungen einzuhalten, Gewerkschaften zuzulassen und höhere Löhne zu zahlen. Die Bewegungsstiftung fördert die Kampagne mit 12.000 Euro.

www.tie-germany.org


Berliner Energietisch

Das Bündnis Berliner Energietisch engagiert sich dafür, dass das Stromnetz in Berlin wieder in öffentliche Hand übergeht und ökologische und demokratisch kontrollierte Stadtwerke gegründet werden. Doch die CDU, die in Berlin zusammen mit der SPD regiert, lehnt eine Rekommunalisierung rigoros ab. Damit die BürgerInnen selbst über die Energieversorgung in ihrer Stadt abstimmen können, hat der Energietisch deshalb ein Volksgesetzgebungsverfahren in Gang gebracht. Die erste Hürde ist bereits genommen - 30.000 Unterschriften hat die Kampagne gesammelt, um ein Volksbegehren auf den Weg zu bringen.  Nun muss das Bündnis weitere 200.000 Unterschriften sammeln, damit zur Bundestagswahl 2013 ein politisch bindender Volksentscheid stattfinden kann. Die Bewegungsstiftung unterstützt die Kampagne mit 15.000 Euro. Den Kampagnenschritt zum Volksbegehren hatte die Bewegungsstiftung seit 2011 bereits mit 10.000 Euro unterstützt.

www.berliner-energietisch.net

Hier geht es zum Interview mit Stefan Taschner vom "Berliner Energietisch"


Für Kriegsdienstverweigerung in der Türkei

Die Kampagne „Kriegsdienstverweigerung in der Türkei“ setzt sich für die Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung als Menschenrecht ein. Türkische Verweigerer müssen bislang mit Verfolgung und Inhaftierung rechnen. Nachdem der Europarat auf eine gesetzliche Regelung drängt und türkische Gerichte erstmals Urteilen des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte folgen, muss nun die Regierung Stellung beziehen. Die Kampagne - vorangetrieben von aktiven Gruppen in der Türkei, einem internationalen Bündnis und dem Verein Connection e.V. - will mit öffentlichen Protestaktionen und internationaler Lobbyarbeit die politisch-rechtliche Situation für den Wandel nutzen. Zuschuss: 12.000 Euro

www.connection-ev.de


Schulfrei für die Bundeswehr

Die Kampagne, die von FriedensaktivistInnen aus Baden-Württemberg getragen wird, setzt sich gegen die Werbemaßnahmen der Bundeswehr an Schulen ein. Durch die in vielen Bundesländern unterzeichneten Kooperationsabkommen zwischen Bundeswehr und Bildungsministerien wird es der Bundeswehr erleichtert, Jugendoffiziere in die Schulen zu schicken. Auch in Baden-Württemberg existiert eine solche Kooperationsvereinbarung seit 2009. Mit Postkarten, Flyern, Demos und Aktionen will die Kampagne den Druck auf die rot-grüne Landesregierung erhöhen und diese dazu bewegen, die Kooperations-vereinbarung noch in diesem Schuljahr zu kündigen.

Zuschuss: 7.000 Euro

www.schulfrei-für-die-bundeswehr.de


Gemeingut in BürgerInnenhand

Die Organisation ist aus der Attac-Kampagne »PPP Irrweg« hervorgegangen, die wir seit 2009 unterstützen. »Gemeingut in BürgerInnenhand« will Privatisierungen von öffentlichem Eigentum stoppen. Denn wenn Krankenhäuser, Straßen und Wasserversorgung in private Hand geraten, werden Kommunen von Eigentümern zu Mietern. Die hohen Kosten für die gemietete Infrastruktur müssen die BürgerInnen tragen. Um diesen Raubbau am gesellschaftlichen Eigentum zu stoppen, will die Organisation ein Aktionsbüro aufbauen und lokale Initiativen vernetzen. Sie erhält von 2011 bis 2013 eine Basisförderung von 60.000 Euro.

http://blog.gemeingut.org


Berlin campaign for stricter regulation of lobbying in Brussels

LobbyControl

Initiative for Transparency and Democracy

Neo-liberal and commercially connected elites are wielding ever greater influence over politics and public life. This seldom takes place via an open democratic process: more often it involves non-transparent channels of influence such as think-tanks, commercial campaigns, PR tactics and behind-the-scenes lobbying. LobbyControl sheds light on these tangled practices and influencing strategies and argues for a lively and transparent democracy. Bewegungsstiftung is funding LobbyControl over five years with a basic grant of EUR 64,000.

www.lobbycontrol.de


Caravan for the Rights of Refugees and Migrants

Caravan for the Rights of Refugees and Migrants

The Caravan is an initiative for the rights of refugees and migrants. It is a nationwide network made up of refugees, migrants and antiracist groups. Bewegungsstiftung is funding the Caravan over three years with a basic grant of EUR 16,000 Euro.

www.thecaravan.org


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